Knipping: Allgemeines über die Stürme des Stillen‘ Oceans.
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ungefähr 15 Minuten. Während der Nachmittagswache hatten wir sehr un-
beständige, böige Briese, bald Windstärke 8, bald 3; von 6* 45” p bis 8p
strömenden Regen. Barometer 753 mm, Himmel bedeckt.
15. Dezember: Wind nordwestlich, unbeständig; beim Barometerminimum,
751 mm, um 4*a Sturm; böig mit strömendem Regen, nachmittags und nachts
bei steigendem Barometer harter Sturm.
. Die Wasserhose trat demnach bei unruhigem drohenden Wetter und
Nordwestwind auf, dessen Stärke an dem Tage von 3 bis 9 Beaufort schwankte,
und der sie mit sich führte.
4. Bildung einer Wasserhose. D. Brigg „Marie“, Kapt. Chr. Braue.
Von Herbertshöhe nach Mioko im Bismarck-Archipel. J.-No. 3985. 1892, Oktober.
Am 9. Oktober 2p befanden wir uns in der Nähe der Credner-Iaseln.
Der Wind war bei uns noch immer Ost, jedoch kam ein heftiger Regenschauer
von Norden heraufgezogen. Wo die beiden Winde sich trafen, hatte sich eine
grofse Wasserhose gebildet; dieselbe zog in ungefähr einer Kabellänge Entfernung
an uns vorüber; wir konnten sehr gut beobachten, wie das Wasser, welches an
der Meeresoberfläche aufgewirbelt wurde, als Dunst oder Regen in Spiralen nach
oben sauste.
5. Luftwirbel im Gelben Meere, D. Bark „Bylgia“, Kapt. P. Weifs.
Von Nutshwang nach Amoy. J.-No. 2715. 1886, Juni.
Schiffsort vom 4. bis 7. Juni: 35,7° N-Br, 123,6° O-Lg; 34,9° N-Br, 123,6° 0-Lg;
34,3° N-Br, 123,5° O-Lg; 34,0° N-Br, 123,4° O-Lg.
Das Barometer war bis zum 4, wenig gefallen und stand vom.4. bis 7.:
753 mm, 757, 759 und 761 mm um 4*p. Der Wind war während der vier Tage
leicht, sehr flau, meist unter 3, und ging, nachdem er sich am 4. und 5. Juni
bis 8*a zwischen SW und NW gehalten hatte, in folgender Weise herum: 10°a
West 1, mittags NNW 2, 2"p NNE 1, 4"p SzE 3, 6bp ESE2 u. s. w. Die Be-
merkungen am 5. lauten 4*a: Ganz flau,’ westliche Briese, starker Thau,
4% 30® a: Nebel von NW aufziehend. Wind flau und umlaufend; bis 10* a starker
Nebel, dann abklarend aus Süd. 11®a: Der Wind springt auf NNW. Mittags:
Eine südliche Dünung macht sich sehr bemerkbar. Kein Seegang. 2"p: Flau,
umlaufend und windstill, 4*p: Bedeckter Himmel. Um 4’*/4*p sahen wir die
Wolken in West (cum) sich zusammenballen und wieder mit grofser Schnelligkeit
auseinanderreifsen, sich dabei fortwährend im Kreise drehend. Augenscheinlich
ein Wirbel in den oberen Luftschichten. Der Wind wurde plötzlich höchst
unbeständig, sprang etwa alle 2 bis 3 Minuten in die entgegengesetzte Richtung,
holte dann schnell etwa 8 Strich rechts herum, um dann wieder von der entgegen-
gesetzten Richtung einzusetzen. Die Stärke des Windes wechselte zwischen
L und 5. Dieses dauerte bis 5° p, worauf ein ganz leiser südöstlicher Zug ein-
setzte. Einzelne Regentropfen. 6:'p: Beinahe klare Luft. Nachts flau und
still, diesig. —
Hier wird erst ein Luftwirbel gesehen, dann gefühlt. Regen fällt nicht,
nur einzelne Tropfen. Das begleitende Wetter zeichnet sich also aus durch wenig
Wind, das langsame Steigen des Barometers und das schnelle Abwechseln von
Nebel und heiterem Himmel.
6. Anscheinend bewegungslose Wasserhose. D. Bark „Eilbeck“,
Kapt. M. C. Schoemaker. Von Corinto nach Hamburg. J.-No. 3994. 1893, März,
An der Westküste von Mittel-Amerika. ;
Schiffsort vom 26. bis 28, März: 8,1° N-Br, 95,1° W-Lg; 7,4° N-Br., 95,3° W-Lg;
6,7° N-Br, 95,6 W-Lg.
Barometerstand: 760, 759 und 761 mm. Am 26. März herrschte Wind-
stille und leichter, umlaufender Wind von SE, Nord, West, schliefslich wieder
SE; drohend und böig aussehend mit Regen. Am 27. hielt sich der Wind
zwischen SE und Ost, blieb aber flau, 1 bis 3, ‚und unstetig, böig aussehend.
Nur um 5*p kam für kurze Zeit frische Briese durch. Am 28. wehte bis 6ba
SE 1—2, bei schaurig aussehender Luft, Blitzen in SE.‘ Wetter u, c. Von
6h bis 7a war eine grofse Wasserhose in Lee nicht weit vom Schiff,: Dieselbe
blieb anscheinend auf derselben Stelle, bald armdick, bald wie ein Wasserfafs,
Ann. d. Hvdr. etc... 1294. Heft YV.