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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Notizen zum Segelhandbuch „West India Pilot“, Vol, X und II, 151 
‚Fort Bizothon ist unverkennbar, doch ist es erst gut zu sehen, wenn es 
frei von Point Tor kommt. . 
„ Das Fort Alexander ist leicht an dem gewundenen gelben Weg aus- 
zumachen, welcher von der. Stadt zu ihm hinaufführt. 
Eine ‚sehr gute Marke bieten die von S. M. S. „Moltke“ erwähnten vier 
nördlichen gelben Strafsen der Stadt, welche man in der Richtung OzS offen in 
eins vor sich liegen sieht. 
Ein weiteres gutes Peilobjekt sind die Pelican Cays. 
Unbrauchbar dagegen sind das Fort Islet und das Schlofs Tor. Ersteres 
ist nur in nächster Nähe und dann noch schwer auszumachen. Letzteres war 
auch vom Ankerplatz aus nicht aufzufinden. 
Die im „West India Pilot“, Vol. II, Seite 259, unten von H. M. S. „Griffon‘“ 
gegebene Marke ist zwar richtig, wurde aber erst vom Ankerplatz aus nach 
Jängerer Zeit mit Mühe aufgefunden.. Das weifse Dreieck ist der gelbe Giebel 
eines Gebäudes, welches sich von dahinter liegenden dunklen Bäumen abhebt, 
Der schwarze Ball ist ein rundes Fenster oder Loch in diesem Giebel. Auf der 
Spitze sitzt ein kleiner dunkler Thurm mit einer Uhr an der Seeseite. ; 
. Das rothe Thor im Fort Alexander, welches über dem Dreieck gehalten 
werden soll, ist ebenfalls schwer auszumachen. Von rother Farbe ist jedenfalls 
nichts mehr zu sehen. 
Diese Leitmarke führt außerdem auch in einer zu nördlich gelegenen Linie 
auf die Rhede, in welcher man nach den Angaben des Hafenmeisters, wie oben 
angeführt, nicht ankern darf. 
Von Nagasaki nach Kobe. 
Aus dem Reisebericht S. M. S. „Wolf“, Kommandant Kapt.-Lieut, KRETSCHMANN. 
Am 7. Dezember 1893 verliefs S. M. S. „Wolf“ mit einem Lootsen für 
die Inlandsee an Bord den Hafen von Nagasaki, um nach Kobe in See zu gehen. 
Nach dem Passiren der Insel Aino Sima wurde mit NW:/2W-Kurs die Südwest- 
ecke der Insel Hirado Sima angesteuert und diese kurz nach Eintritt der Dunkelheit 
erreicht. Dieser Kurs wurde von dem Lootsen besonders empfohlen, da er ein- 
mal den nächsten Weg ergiebt, sodann aber der Strom stets längs der Küste 
setzt, und seitliche Versetzungen kaum zu bemerken sind. Ferner bietet das hohe 
Land, selbst in sehr dunklen und dicken Nächten, stets Gelegenheit zur Orientirung 
and Festlegung des Schiffsortes, und ist der Weg frei von Untiefen. Die Küsten- 
dampfer benutzen diesen Kurs stets; derselbe führt in sehr nahem Abstande an 
den Inseln Hashe und Hako zwischen diesen vorbei; die Felsen sind jedoch so 
charakteristisch, daß sie nach den Angaben des Lootsen selbst in sehr dunklen 
Nächten gut ausgemacht werden können. 
Dann wurde, Hirado Sima an St. B. haltend, durch den Iki Kanal die 
Reise fortgesetzt, wobei die sternenhelle Nacht ein genaues Einpeilen des Schiffs- 
ortes jederzeit ermöglichte. Yebosi-Feuerthurm wurde um 1*a den 8. passirt 
und kurz vor 8'a in die Straße von Simonoseki gesteuert. Während bis dahin 
stets ein mitlaufender Strom von 0,7 Sm beobachtet wurde, kam derselbe beim 
Einlaufen in die Simonoseki-Straße direkt entgegen und erreichte .seine größte 
Stärke in der Nähe von Mozi mit 4,5 Sm. Um 9"a ankerte das Schiff auf der 
Rhede von Mozi. Auf dieser wurde trotz des starken durch die Strafse setzenden 
Stromes gar keine Strömung bezw. nach dem Kentern des Stromes nur. eine 
aolche von etwa 0,7 Sm beobachtet. 
Mozi ist ein Ort, welcher in letzter Zeit als Kohlenhafen viel von sich 
reden macht. - Die Kohlen werden nicht in der Nähe des Ortes selbst, sondern 
gegen 7 Sm entfernt von diesem gefunden und werden durch Eisenbahn nach 
den Verladeplätzen geschafft. Die Kohle ist sehr billig, aber auch sehr schlecht. 
Die in Mozi lagernde Kohle war fast durchweg Grus. 
Man liegt auf der Rhede sicher und ist aufserhalb des Stromes.
	        
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