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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1894, 
begann der Sturm erst, nachdem das Barometer zu steigen angefangen hatte, und 
wehte er aus NW, wie folgender Auszug aus dem Journal zeigt: 
148 
Datum Stunde 
Barom. 
reducirt 
auf 0° 
Temp. . 
ad. Luft Wind 
Bemerkungen 
25/3 4b 739,3 4° W 9 
8ha 742,3 4° W 1y | Schwere Hagelböen, stürmischer Wind, hoher, 
12ba 746,5 4° W wilder Seegang aus NW 
4bp 749,3 4° WNW 
8hp 755,4 2° NNW 1 Schaurig, bewölkt, sichtig, zunehmende See (um 
i2bhp 759,8 2° NNW ff 8bp 44° 37' N-Br, 43° 24‘ W-Lg) 
4ba 764,6 3° NNW 8 _ Bewölkt, Wind und See abnehmend 
26/3 
Dagegen hatte die von Neapel nach New York dampfende „Rugia‘, welche 
sich bereits am 22, in ca 60° W-Lg befand, an diesem Tage wohl böiges Wetter 
und heftigen Regen, aber keinen Sturm und keinen niedrigeren Barometerstand 
als 748 mm (dabei mehrmalige Schwankungen in der Lufttemperatur, welche aber 
mit jenen der Wassertemperatur übereinstimmten). Damit stimmt die Angabe 
der „Pilot Chart“ überein, dafs dieses Wirbelcentrum am 22, mittags, bei Nova 
Scotia liegend, noch schwach war und seitdem an Intensität zunahm, sein weiterer 
Weg mufßs aber nach den Erfahrungen der „Ems“ und der „Auguste Victoria“ 
ein anderer gewesen sein als dort angegeben werden konnte. 
Notizen zum Segelhandbuch „West India Pilot‘, Vol. I und Il. 
Aus dem Reisebericht S, M, S. „Stosch“, Kommandant Kapt. z. S. RITTMEYER. 
1, Port of Spain, „West India Pilot“, Vol. I, Seite 127 bis 135. Zum 
EEE des Ankerplatzes auf der Rhede von Port of Spain dienen folgende 
arken: 
Am auffallendsten ist eine weiße Kapelle mit spitzem Thurm. Sie ist 
auch im „West India Pilot“ erwähnt, in der Karte aber nicht angegeben. Sie liegt 
etwas nördlich vom „Davids Tower“. 
Dieselbe ist bereits zu sehen, sobald man nach dem Passiren der Bocha’s 
Port of Spain südlich frei von Gaspar grande und den Diego-Inseln bekommt. 
Diese Kirche in N0z01!420 mw. gehalten, führt direkt auf den Leucht- 
thurm und den günstigsten Ankerplatz in etwa 8 m Wasser (bei Niedrigwasser) 
1,5 Sm vom Lande ab. 
Der Leuchtthurm ist schwer aufzufinden wegen seiner geringen Höhe, und 
weil er meist durch die auf Rhede liegenden Schiffe verdeckt ist. 
Benutzt man obenerwähnte Kapelle in N0z0!420 oder mit dem Leucht- 
thurm in eins, um den Ankerplatz anzulaufen, so dient als günstige Querpeilung 
biz Fort St. George in N'/2W—N?3/4W (für Schiffe vom Tiefgang S. M. S. 
„Stosch“). 
Ach ohne Peilung bietet das Fort eine Grenzlinie, sobald es frei von dem 
Berge kommt, auf welchem es liegt. Es peilt dann etwa N'4W. Man hat dann 
noch bei Niedrigwasser 9 m Wasser. 
Man findet das Fort schwer, weil es sich nicht als ein festungsartiger 
Bau darstellt. Es markirt sich mehr als ein helles villenartiges Häuschen mit 
einem Signalmast daneben. Dasselbe liegt auf etwa %/s Höhe eines Berges am 
westlichen Ende der Stadt. 
Am westlichen Ende der Stadt, über dasselbe hinaus, liegt am Strande 
ein gelber grofser Bau. Weiter landeinwärts und etwas höher am Berge, ziemlich 
allein gelegen, liegt auch ein Haus, welches ziemlich leicht aufzufinden ist. Beide 
übereinander gehalten, geben eine Linie, welche nicht überschritten werden darf, 
wenn man über 8 m Wassertiefe behalten will. 
Rechts von dem oberen Hause, in etwa gleicher Höhe, bemerkt man einen 
auffallenden rothen Punkt: Kuppel eines Aussichtsthurmes des Gouverneurs im 
Botanischen Garten.
	        
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