Staubfälle im Passatgebiete des Nordatlantischen Oceans.
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Journal D. 1920. Dampfer „Campinas“, Kapt. W. Somborn. 1892
Januar 31 in 23,3° N-Br und 20,5° W-Lg: Seit Mitternacht diesiges Wetter,
mit Tagwerden fanden alle an Deck hervorragenden Gegenstände an der Luv-
seite mit Passatstaub bedeckt. Wind ENE 5; gegen Mittag abflauende Briese
bei trüber, diesiger Luft und wolkenlosem Himmel.
Journal D. 1880. Dampfer „Montevideo“, Kapt. Chr. Boie. 1892
Februar 1 in 22,5° N-Br und 20,5° W-Lg: Von 6 Uhr bis 10 Uhr morgens
dicke, diesige Luft, fast nebelig, kaum 1 5m Fernsicht; die vordere (gegen den
Wind gerichtete) Seite der Schiffsgegenstände mit dickem röthlichen Sandstaub
belegt. Wind NE 2. Mittags etwas sichtiger, aber der Horizont immer noch
sehr undeutlich.
Journal D. 1926. Dampfer „Argentina“, Kapt. N. Meyer. 1892 März 27
in der Nähe, nordwestlich von Brava-Insel, Kapverden: Bemerkten im Takel-
werk feinen gelben Staubsand; Wind NE 5; schon seit drei Tagen, von 5° N-Br
her, stets diesiges Wetter. .
Journal S. 3825. Bark „Richard Rickmers“, Kapt. A. Schulze. 1892
Juni 19 bis 21, von 13,0° N-Br und 29,9° W-Lg bis 17,0° N-Br und 32,8° W-Lg
täglich Niederschlag von rothem Staub auf der Takelung; Wind NE 4.
Journal D. 2033. Dampfer „Uruguay“, Kapt. H. Mählmann. 1892
August 4 in 16,3° N-Br und 25,4° W-Lg: Diesige, trübe Luft, starker Fall von
Passatstaub, Wind NE 3. Um 11 Uhr vormittags erreichten den Hafen von
St. Vincent, Kapverden. Um 3 Uhr 30 Minuten nachmittags verlielßsen denselben
wieder. Abends konnten wir das Feuer von St. Antonio, trotzdem dasselbe nur
5 Sm entfernt war, nicht ausmachen, so voll war die Luft von aschgrauem Staub,
Journal S. 3987. Schiff „Pampa‘‘, Kapt. C. Steincke. 1893 Januar 23
in 23,3° N-Br und 25,8° W-Lg: Die Luft war mit röthlichem Wüstensand an-
gefüllt und trübe, wie bei ziemlich starkem Nebel; gegen Abend klarte es etwas
auf. Wind ESE 4 bis 5.
Journal D. 2165. Dampfer „Cintra“, Kapt. Th. Saiuberlich. Vom
Parallel von 6° Nord her, den der nordwärts steuernde Dampfer am 1. Februar
überschreitet, immer diesiges Wetter. Der Passat weht mit der Stärke 4 bis 5
aus NE bis ENE. 2
1893 Februar 2 in 10,6° N-Br und 27,4° W-Lg: Fall von gelbem
Passatstaub.
Februar 3 in 13,0° N-Br und 264° W-Lg: Leichter Fall von gelbem
Passatstaub.
Februar 4 in 17,2° N-Br und 24,9° W-Lg: Sehr diesiges Wetter, der
Feuerthurm auf Bull Point, St. Antonio, nur 2 Sm weit sichtbar. Starker Fall
von röthlich gelbem Passatstaub.
Journal D, 2161. Dampfer „Belgrano“, Kapt. H. Mählmann. 1893
Februar 4 in 14,2° N-Br und 25,9°.W-Lg: Sehr diesig von dem vielen Staube
in der Luft, welcher sich als feine gelbe Masse überall am Schiffe ansetzt. Wind
NEzE 4. Während der letzten zwei Tage, schon von 6° N-Br her immer sehr
diesiges Wetter.
Journal D. 2171. Dampfer „Baltimore“, Kapt. H. Hashagen. 1893
Februar 4 in 7,4° N-Br und 283° W-Lg: Viel leichter rother Staub in der
Luft, - welcher sich auf dem Takelwerk und auf sonstigen Gegenständen absetzt.
Die Luft infolge dessen diesig. Wind NEzN 3.
Journal d. 3580, Dampfer „Cassandra“, Kapt. H. Halling. 1893
Februar 4 in 16,8° N-Br und 17,8° W-Lg: Rothbrauner Staub an St. B.-Seite.
(Schiff nordwärts steuernd.) Mäfige Briese aus NE, starker Thau.
Journal D. 2189. Dampfer „Santos“, Kapt. J. Kröger. Der Kapitän
schreibt: „Auf unserer letzten Ausreise von Hamburg nach Brasilien hatten wir
vom 8, bis 11. Februar von 24° N-Br und 19° W-Lg bis 10° N-Br und 25° W-Lg
vei sehr frischem Passat aus ENE bis NE beständig eine stark diesige Luft, die
sich in der Nähe der Kapverde’schen Inseln völlig nebelartig gestaltete. Wir
bemerkten dabei, dafs sämmtliche Taue, Segel etc, mit einem feinen rothbraunen
Sande bedeckt wurden. Vom 9. zum 10. Februar, zwischen 20° und 14° N-Br,
während der Zeit, als der Staubnebel und der Niederschlag am stärksten waren,
wurde auch eine Heuschrecke an Bord eingefangen. Dem Anscheine nach mufs
der Sandstaub der Wüste Sahara entstammen. Öbwohl ich seit 12 Jahren diese