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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1893. 
springt frische Briese aus SE auf, um 8"a zunehmend; d refft jetzt seine Segel. 
Um 10a nimmt der Wind bis zum Sturme zu; d führt jetzt nur noch die dicht- 
gerefften Marssegel. Mittags Sturm aus SE mit heftigen Böen. Gleich nach 
Mittag wird auf B. B.-Hals beigedreht. Um 4*p weht ein schwerer Sturm mit 
orkanartigen Böen, der die Nacht durch in gleicher Weise anhält. Am 3. um 
7* morgens ist der Wind Süd und um 9* SW. Das Schiff liegt somit im ab- 
schralenden Bug beigedreht. 1®°p Sturm aus WSW, 3"p aus West. Mitter- 
nacht noch keine Aenderung im Wetter. Wir können hier wohl annehmen, dafs 
es für den „William Carvill“ besser gewesen wäre, wenn der Kapitän am 2. 
mittags nicht das Schiff an den Wind gelegt, sondern versucht hätte, mit einem 
westlichen Kurs die Bahn des Centrums zu schneiden. Erstlich lag dieser Kurs 
in seinem Interesse, dann aber auch konnte er sich ungefähr sagen, dafs er, in 
seiner Lage zu Mauritius und den mittleren Cyklonenbahnen für diese Gegend 
die rechte oder die günstige Seite der Bahn hätte erreichen können, um so mehr, 
als der Wind sich bei d in den letzten 24 Stunden in diesem Sinne schon 
geändert hatte: er war aus ENE in SE übergegangen. Jetzt treibt das Schiff 
mit geringer Fortbewegung nach SW und kommt allerdings auch noch nach der 
rechten Seite der Bahn, aber wie nahe an das Centrum hinan! 
d hätte durch Segeln nach SW diese Nähe vermeiden können. Ganz 
anders lag die Sache bei e, abgesehen davon, dafs bei e der Wind von SE nach 
NE dreht, hätte e durch Segeln nach Westen sich in einen schwer wieder ein- 
zubringenden Nachtheil für ihre Reise nach Mauritius gebracht. Sie hätte ihre 
Höhe gegen den Südostwind, worauf sie zu rechnen hatte, ganz vergeben und 
bätte wieder südlich halten müssen, um durch die dort herrschenden westlichen 
Winde erst wieder Höhe zu gewinnen. 
Auch k war nach Mauritius bestimmt, und da auch bei ihm der Wind 
von SE nach NE dreht, wonach Beide annehmen konnten, dafs sie an der linken 
Seite der Bahn bleiben würden, war sein Beidrehen aus demselben Grunde wie 
bei 1 gerechtfertigt. 
d hat dann am 4. noch harten Sturm aus NNW, macht viel Wasser und 
mul fortwährend pumpen, um seinen erhaltenen Leck zu bewältigen. Um Mittag 
baben Wind und See so weit abgenommen, dafs einige Segel gesetzt werden können. 
„Louisa‘ (f) steuert am 2. Westsüdwestkurs, der Wind ist SE und 
nimmt mehr und mehr zu. Mittags steht das Barometer auf 760,5 mm. Gleich 
nach Mittag plötzlich zunehmender Wind. Die Marssegel werden doppelt gerefit. 
4h p Barometer 758,2 mm. Marssegel werden dichtgerefft und Alles für schlechtes 
Wetter vorbereitet. Gegen Mitternacht nimmt der Wind immer noch zu und 
giebt der Kapitän den Gedanken auf, vor dem Centrum noch die Bahn schneiden 
zu wollen. f macht alle Segel bis auf Sturmstagsegel fest und dreht auf B. B.- 
Hals an den Wind. Um Mitternacht Barometer 754,7 mm. 
Auch f hätte das Centrum in genügender Entfernung passiren können, 
wenn sie um Mitternacht den 2. den Ostsüdostwind von B.B. eingenommen und 
einen südwestlichen Kurs verfolgt hätte. Sie hätte dann später an der rechten 
Seite der Bahn, die unter allen Umständen auf der südlichen Halbkugel die beste 
ist, wenn der Wind bis SW geändert wäre, beidrehen können und wäre schnell 
aus dem Einfluß des schweren Wetters herausgekommen. 
Am 3. morgens hat f schweren Sturm aus SEzS, doch liegt das Schiff gut 
an den Wind. Um 4"a Barometer 741,7 mm. 10*a 742,7 mm. Mittags Wind 
Ost und stetig zunehmend an Stärke, Barometer 741,7 mın, 3°p 740,1 mm, 
12 p weht es in furchtbaren Stößen. Die See ist eine Schaummasse; das Schiff 
liegt schwer über. In den Böen heftiger Regen. 8*p nimmt der Orkan etwas 
ab. 9*p Barometer 742,7 mm. Um Mitternacht weht es noch sehr stark. 
Barometer 743,4 mm. Am 4. morgens nehmen Wind und See etwas ab, Baro- 
meter 4a 744,7 mm, 8a 746,0. mm. See aus West und NW nimmt zu. 
Mittags Wind NzW. Barometer 746,8 mm. 4* p harte Böen mit Regen, Barometer 
wieder etwas gefallen (744,5). 8"p Barometer 742,4 mın. Um Mitternacht Wind 
aus NW, sehr heftig mit schwerem Regen. Das Schiff liegt zeitweilig mit der 
Leereling ganz unter Wasser, Barometer 741,2 mm. Am 5. hat f morgens noch 
heftige Böen aus NW. Um 4:a Wind WNW, Barometer 746,2 mm. Mittags 
noch Sturm aus West, doch klart die Luft jetzt auf. 4*p werden die dicht-
	        
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