Veber Leuchtfeuer.
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scheinbare Feuer verwendet. In Stornoway z. B. wird die Lage des Arnish-
Felsens durch einen Spiegelapparat bezeichnet, welcher sein Licht von dem in
einiger Entfernung an Land aufgestellten Leuchtthurm erhält, - das Strahlen-
bündel des letzteren auffängt und als scheinbares Feuer nach dem Fahrwasser
hin zerstreut.
8, Umkehrende Feuer. Wenn ein Bogen, der nicht über die Hälfte
des Horizonts hinausgeht, durch ein Drehfeuer der gewöhnlichen Konstruktion
beleuchtet wird, so ist es klar, dafs, während die eine Hälfte der Reflektoren
oder Linsen auf dem rotirenden Rahmen mit Nutzen der See zugewendet ist, die
andere Hälfte nutzlos die Landseite beleuchten mulfs,
Es wurde für einen solchen Fall zuerst ein hin- und herdrehendes
Feuer in Vorschlag gebracht, welches nur an einer Seite des Rahmens Reflektoren
hatte. Die folgende Konstruktion ist besser:
Die Reflektoren und Lampen auf dem mit Zahnkranz versehenen rotirenden
Rahmen haben vertikale Drehaxen, um welche sie selbstthätig 180° gedreht
werden, sobald sie den landseitigen Bogen erreichen, bezw. nachdem sie ihn
passirt haben. Die Wirkung nach See hin ist aus Fig. 16 ersichtlich.
9. Schwimmende Feuer, Auf Feuerschiffen .benutzt man sowohl feste
wie Drehfeuer. Der Apparat, welcher die Laternen trägt, ist so konstruirt, dafs
er den Mast des Schiffes umfafst und an demselben auf- und abwärts bewegbar,
bezw. bei Drehfeuern auch drehbar ist.
Feste Feuer haben 8 Lampen, Drehfeuer 4 bis 8 Lampen. Jede einzelne
Lampe hat einen parabolischen Reflektor. Dieselben hängen in koncentrischen
Ringen (siehe Fig. 17).
10. Für Oceanfeuer, welche zum Ansteuern des Landes dienen sollen,
schlägt Herr Stevenson selbstverständlich Drehfeuer mit Holophotal-Apparaten
I. Ordnung vor, und zwar mit folgender besonderen Anordnung:
Zwei Halbholophote sind rückseitig aneinander gestellt. Zwischen ihnen
befindet sich ein total reflektirender sphärischer Spiegel. Der ganze Apparat
rotirt, außerdem aber hat der Spiegel einen umkehrenden Apparat, so dafs er
abwechselnd mit den rotirenden Halbholophoten nach der Seeseite hin (180°) eine
Wirkung erzielt, welche nicht übertroffen werden kann.
Die Umkehrung des Spiegels um 180° findet statt, sobald die Drehung
nach der Landseite beginnt (Fig. 18).
In seinem Werke „The Lighthouses of the World etc.“ 1891 giebt Findlay
für die Leuchtfeuer folgende Unterscheidungsmerkmale: Auf weite Entfernungen,
z. B. über 10 Sm, zeigt der Blink eines Drehfeuers nach katoptrischem System
eine erkennbare Kreisscheibe und dauert 12 bis 14 Sekunden bei einer Drehungs-
zeit von einer Minute; derjenige eines dioptrischen Apparats ist weißer, mehr
sternartig und dauert nur 7 bis 8 Sekunden,
Das erstere Licht hat selbst auf nahe Entfernungen vollständige Ver-
dunkelungen, das letztere verschwindet je nach der Konstruktion häufig, aber nicht
immer, zwischen den Blinken, während die oberen und unteren Zonen fortdauernd
erleuchtet sind. Dieses sekundäre Licht ist etwa 10 Sm sichtbar.
Die Unterscheidung der verschiedenen Systeme ist bei festen Feuern nicht
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Das Licht eines Reflektors ist gerade in Front am glänzendsten. Beim
Vorüberfahren beobachtet man dann abnehmendes Licht, bis der nächste Reflektor
zur vollen Wirkung gelangt.
Linsen dagegen vertheilen das Licht gleichmäfsig über den ganzen Bogen,
HE. Ch.