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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Die Witterung an der deutschen Küste im Dezember 1892. 
39 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 
Stat. 
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Met. pro Sek. 
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Datum der Tage 
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Zeit. 
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3. 18. 19. 
1.—3. 16. 18, 24.25, 
3.4,7. 16.18. 19. 25.31. 
(1.2. 4.8. 7. 18.—20. 25.) 
1.—4.6.—8. 18.-—20.25.30, 
1. 8. 9, 17.—22. 
züg. | 26 | 32 
Neuf, | 22 | 32 
Mem.| 48 | 34 
3121| 1 
al 0 1 | 
7 3 0 
19 
22 
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551 20 10 
51 00113 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen je 3 am Tage) 
Mittl. 
‚Windstärke 
(Beaufort) 
FL L 
wsw!' w.Iwnw Inw InNw stille] 8al2p |8p 
Stat. 
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2,7 2,5 2,4 
3,71 8,7 18,4 
Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, S. 76. 
Trüb und kühl, mit täglichen Niederschlägen und unruhig, mit Stürmen 
in der ersten Dekade und zumal am 18. bis 20., verlief die Witterung des 
Dezember an der Ostsee, etwas milder und in der letzten trockenen Dekade mehr- 
fach heiter, meist ohne stürmische Winde an der Nordsee. Ruhige Witterung 
sowie ausgedehnter stärkerer Nebel traten nur selten ein. 
Nachdem bei hohem Druck über der Südhälfte und niedrigem Druck im 
Norden Europas ein Minimum von Südengland längs der deutschen Küste nach 
Russland gewandert war, erschien am 3. morgens ein tiefes Minimum nord- 
westlich der Hebriden und beherrschte alsbald die Westhälfte des Kontinents; 
dasselbe verlagerte sich nach der südlichen Nordsee uud trat bereits am 4. in 
Verbindung mit einem Minimum über der Adria, welches über Ungarn bis zum S$., 
nach Esthland und dann weiter nach dem Weißen Meere vordrang, und dabei 
am 7. die Westhälfte Europas beherrschte, während das Minimum über der 
Nordsee sich ausfüllte. Trotz der starken nordöstlichen Winde führte jenes 
Minimum keine Temperaturabnahme für die Küste herbei, weil über Finnland 
milde Witterung, bedingt durch die Winde der Ostseite des Luftwirbels, herrschte; 
kältere Witterung trat erst am 10. und 11. ein bei südöstlichen Winden, bedingt 
durch ein vom Süden der Nordsee nach dem Herzen des Kontinents wanderndes 
Minimum und demnächst durch ein im hohen Nordwesten erschienenes tiefes 
Minimum. Jedoch führt eine östliche Verlagerung dieses Minimums wie die 
Bildung von Theilminima im Norden der Küste westliche oceanische Winde und 
damit eine zunächst schnelle, dann langsame Erwärmung bis zum 19, herbei. In 
der folgenden Nacht verlagerte sich ein tiefes Minimum vom hohen Norden 
nach dem Finnischen Busen, welches dann langsam nach SE wanderte und 
ebenso wie in der Folge ein in seinem Rücken sich entwickelndes Hochädruck- 
gebiet, nördliche Winde und damit wieder Temperaturabnahme bis zum 23. be- 
dingte, die an der Küste meist bis zum 24. anhielt. An diesem Morgen lagerte
	        
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