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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Neumayer: Die wissenschaftliche Erforschung der antarktischen Region. 455 
Breite vor. Die nachfolgende kleine Tabelle enthält Alles, was von Bestimmungen 
dieser Art innerhalb der gegebenen Grenze bekannt geworden ist.“ 
„Die Resultate sind, in erster Linie dem Werke von Helmert*) ent- 
nommen, aber noch durch einige neuere Bestimmungen erweitert: 
Namen 
der | 
Stationen 
Valparaiso 
?aramatta | 
Sort Jackson 
Zap d.g. Hoffnung, 
Montevideo 
Melbourne 
Kerguelen 
Auckland-Inseln 
Falklaud-Inseln 
® ” 
Süd-Georgien 
Staaten-Insel 
Kap Horn 
Süd-Shetland -Ins.: 
Geographische 
n Länge 
S-Br | v. Paris 
33° 2,5‘ 
13° 48,7’ 
33° 57,6' 
33° 56,0‘ 
34° 54,4' 
37° 49,9’ 
49° 8,9’ 
50° 52,0’ 
51° 31,7“ 
51° 35,3‘ 
54° 31,0° 
54° 46,4' 
95° 51,3 
62° 56,2' 
74° 2 W 
148° 60 O0 
49° OO 
16° 9 O 
58° 30‘ W 
142° 38‘ 0 
67°51‘ 0 
163° 45‘ 0 
50° 28‘ W 
60° 24‘ W 
38° 21' W 
66° 19 W 
69° 50’ W 
BIO 511 W 
Höhe 
iber 
dem 
Meere | 
m 
23,0 
23,0 
10,0 
4,0 
18,6 
23,1 
4,1 
7,9 
AO 
2,0 
7.0 
"‚änge des einfachen 
Sekundenpendels 
reducirt | reducirt 
auf das f 
Meeres- | Pa . 
niveau !45° Breite 
m 
0.992500 
2564 
2624 | 
2080| 
2641 
2908 
3645 
4026 
4154 
1077 
1468 
4501 
4565 
5176 
m 
0,993568 
3568 
3625 
3673 
3551 
3561 
3562 
3490 
3558 
3476 
3608 
3619 
309C 
3631 
Bemerkungen 
Lütke 
Brisbane-Rümker 
| durch Ausgleichung 
Foster 
Neumayer 
„Gazelle“ Auxiliar-Exped.®) 
”» ” ” 
Duperrey (St. Louis) 
Freyecinet (French Bay) 
Deutsch.Exp. Dr. Schrader? 
Foster 
Wenn nun Prof. Helmert auch hervorhebt,*) dafs sich aus einer Dis- 
kussion der Schwerkraftsbestimmungen die Thatsache ergiebt, dafs nach unserer 
gegenwärtigen Kenntnifs kein Unterschied zwischen der nördlichen und südlichen 
Hemisphäre besteht, so dürfen wir nicht vergessen, dafs bei der Ableitung dieses 
Ergebnisses keine Bestimmung innerhalb der Südpolar-Zone zur Verwendung 
kommen konnte, weil eben keine vorhanden ist, und dafs dasselbe möglicher- 
weise modifieirt werden muß, wenn die Ergebnisse einer wirklichen Aufnahme 
der Schwerkraftsverhältnisse in den beiden Polar-Regionen vorliegen, denn 
auch in der Nordpolar-Zone stehen vergleichsweise nur wenige zuverlässige 
Bestimmungen der Schwerkrafts-Konstanten für eine gründliche Diskussion zur 
Verfügung. Allein diese Beobachtungen, die einst so schwierig und auf Reisen 
wenig zuverlässig in absoluter Weise auszuführen waren, sind heutzutage unendlich 
leichter und zuverlässiger in relativer Weise mittelst des Pendelapparates des 
Herrn Oberstlieutenants von Sterneck auszuführen. Um sich darüber ein eigenes 
und mafsgebendes Urtheil bilden zu können, ist ein Studium der neueren Pendel- 
längen- Bestimmungen in Europa und jener durch Schiffslieutenant Gratzl auf 
Spitzbergen im Sommer 1892°) sehr zu empfehlen. Neuerer Zeit wird den 
Schwerebestimmungen überhaupt eine erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet, weil es 
mittelst. der Pendelapparate des Herrn von Sterneck zugleich einfach und zu- 
verlässig ist, eine Kenntnifs dieser Konstanten zu erlangen. Selbst in der Süd- 
hemisphäre, die in dieser Hinsicht, wie wir gesehen haben, bisher sehr vernach- 
lässigt gewesen ist, beginnt sich ein reges. Interesse zu zeigen. So ist man nach 
einem Berichte der königl. Gesellschaft in Victoria dort bemüht, eine regel- 
mäfsige Schwerkraftsaufnahme, „Gravity-Survey“, ins Werk zu setzen.°) Man hat für 
diesen Zweck ein Komitee eingesetzt, welchem die Aufgabe gestellt ist, die geeigneten 
Mittel und Wege anzugeben, auf welchen eine eingehende Schwerevermessung des süd- 
1) Helmert: „Die Mathematischen und Physikalischen Theorien der höheren Geodäsie,“ 
Bd. II, S. 246, $ 36. 
2) Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle“ in den Jahren 1874 bis 1876, IX. Theil, S. 217 ££. 
8) Internationale Polarforschung, Dr. Neumayer: Die deutschen Expeditionen und ihre 
Ergebnisse, Bd. I, Anhang, S. 1 £. “ 
4) Siehe das obige Werk, II. Bd., S, 241 ff. 
5) Mesures de Vintensite de la Pesanteur, comptes rendus des seances de la dixibme conference 
generale de l’association geodesique internationale et de la commission permanente reunis ä& Bruxelles, 
27 Octobre 1892, par A. Hirsch, p. 493, und ferner: Schwerebestimmungen im hohen Norden, von 
Aug. Gratz], „Mitth. des Militär-Geographischen Instituts“, Bd. XII, 1892, S. 28 ff. 
$) Proceedings of the Royal Society of Victoria, Vol. IV (new series), part II, S. 202.
	        
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