Die Witterung an der deutschen. Küste im Oktober. 1893.:. - -
447
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Vel. die Erläuterungen bei der Januartabelle, Seite 79.
Während der ersten sechs Tage des Monats gehörte ganz Europa dem
Depressionsgebiete eines meist im Nordwesten gelegenen Minimums und seiner
Theilminima an. Als solche wanderten ein Luftwirbel am 1. von Süddeutschland
nach. der Ostsee, wo am 2. stürmische Winde aus Südwest bis Nordwest, Stärke 8
bis 9, in seinem Gefolge an der ‚deutschen Küste auftraten, und ein anderes am
2. bis 4. vom Kanal nach der Nordsee. Bei vorwiegend trüber und regnerischer
Witterung lag die Temperatur am Morgen, aufser am 4. und 5., meist über der
Normale. Sehr ergiebige, 20 mm übersteigende Niederschläge erfolgten am 1.
an der Ostsee, in Greifswalder Oie (20), Wittower Posthaus (25), Darsserort (49),
Wustrow (31), Wismar (36), Marienleuchte (22) und Travemünde (26), später aufser-
dem nur noch am 12. in Neuwerk (23); Gewitter traten am 4, an der Küste
auf, von der Nordsee bis zur mittleren Ostsee.
Eine Besserung des Wetters erfolgte, als bei Ausbildung einer Depression
im Südwesten der Druck im Nordwesten stieg und sich das über Russland seit
Monatsbeginn lagernde intensive Hochdruckgebiet gleichzeitig langsam westwärts
über Skandinavien ausdehnte. Diese Druckänderungen bedingten am 7. bis 9.
meist schwache südöstliche Winde und, bis zum 10, anhaltend, nahe stetiges
Steigen der Morgentemperaturen. An der Ostsee war das Wetter am 7. bis 10.,
im Östen bis 11., meist trocken, am 8. und 10, vielfach heiter, an der Nordsee
am 8. bis 10. meist trocken; Nebel trat längs der ganzen Küste am 9. auf.
Im Laufe des 10, verlagerte sich die Depression von Südwesten nach der
Nordsee und breitete ihr Gebiet nunmehr langsam ostwärts über den ganzen
Norden des Erdtheils aus, während. über seinem Süden hoher Druck zur Herr-
schaft gelangte; durch das Andrängen gegen den niedrigen Druck auf seiner
Nordseite wurden am 13. und 14. an der Östsee- vielfach stürmische westliche