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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Treibeis in südlichen Breiten. 
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März 30, auf 50° 50’ S-Br und 51° 54‘ W-Lg drei Eisberge; in 2 Sm Ab- 
stand von denselben keine Aenderung der Meerestemperatur. . 
April 1, auf 49° 30‘ S-Br und 51° 01‘ W-Lg neun KEisberge. 
April 2, auf 48° 10‘ S-Br und 50° 45’ W-Lg viele Eisberge, auf 46° 53’ S-Br 
und 48° 45' W-Lg verschiedene große Berge. ; . 
April 3, auf 46° 14‘ S-Br und 47° 41‘ W-Lg zwei Eisberge.‘. Bark „Ti- 
tania“, Kapt. D. Schierloh, 
März 28 um 7* a, auf 50° 29’ S-Br und 51° 31' W-Lg ein Eisberg, nach 
Winkelmessung 95 m hoch. Um 2* p, auf 49° 38‘ S-Br und 50° 49’ W-Lg zwei 
Eisberge in NO und bald darauf mehrere in NW. Um 4" p, auf 49° 22’ S-Br 
und 50° 34’ W-Lg zwei Berge im Osten und fünf im Westen, unter letzteren 
zwei, die mebr als 1 Sm im Durchmesser hatten. Bei Dunkelwerden an B. B. 
noch drei, an St. B. ein Berg in Sicht. Während der Nacht kein Kis gesehen, 
März 28 um 9* a, auf 47° 50‘ S-Br und 49° 56’ W-Lg sichteten von der 
Obermarsraa aus einen Berg und zwei Eisinseln im Westen; die eine der 
Letzteren so grofs, daß ihr scheinbarer Durchmesser bei der grofsen Entfernung 
noch 1 bis 1'/2 Strich betrug, die andere nicht ganz halb so lang. Einige der 
gestern gesichteten Berge sahen schon sehr zerfressen aus, dagegen zeigten die 
gröfseren Inseln noch die geraden Linien frisch gespalteten Eises. Wenn sie nicht 
in der Sonne weils geglänzt hätten, hätte man sie bei ihrer grofsen Horizontal- 
ausdehnung füglich für Land halten können. Die westliche Position und die 
hohe Wassertemperatur (12,6°) liefsen uns nicht erwarten, hier noch Eis anzu- 
treffen. Bericht von Kapt. G. Reinicke von der Bark „Magnat“. 
April 6, auf 46° 50‘ S-Br und 50° W-Lg drei grofse Kisberge, in einer 
10 Sm langen Linie von SSW nach NNO gelagert; der mittlere etwa 12 m hoch 
und 1! bis 2 Sm lang. Schiff „River Ganges“, von Victoria B. C. nach London. 
, April 16 bis 18 segelte die Bark „Ares“, auf der Reise von Iquique, von 
53° S-Br und 51° W-Lg bis 48° S-Br und 46° W-Lg durch eine Gruppe von 
29 Eisbergen, sowie durch eine Menge loses Eis. Die Berge hatten eine Höhe 
von 90 bis 150 m und einen Durchmesser von 3 bis 6 Sm. 
April 22 und 23, von 50° 42'S-Br und 46° 46‘ W-Lg bis 48° 37’ S-Br 
und 44° 23‘ W-Lg 100 Eisberge, meistens von kolossaler Gröfse und bis zu 150 m 
Höhe und viele kleinere Eisstücke. 
April 24, auf 47° 12’ S-Br und 43° 49' W-Lg noch zwei große HEisberge, 
Schiff „Ben Voirlich“, Kapt. O0. Ahlers, von Port Broughton nach dem Kanal. 
April 26 um 7" a, auf 49° 20‘ S-Br und 46° 16‘ W-Lg auf beiden Seiten 
des Schiffes Eisberge oder Eisinseln, von denen bis 2* p, in 48° 35‘ S-Br und 
45° 35‘ W-Lg, 16 passirt wurden. Die Luft war diesig, sonst würden wohl noch 
mehr gesehen worden sein. Die Berge trieben in einer von SW nach NO 
gerichteten Linie; der kleinste derselben war über 30 m hoch und 150 m lang, 
wogegen einige mehr als 90 m Höhe und 600 m Länge hatten. Bericht des 
Kapt. Alberts vom Schiffe „Louise“, von San Francisco nach dem Kanal. 
April 27, zwischen 47° 57‘ S-Br, 47° 40’ W-Lg und 46° 37’ S-Br, 47° 9 W-Lg 
vier Eisberge; einer derselben nach Winkelmessung 93 m hoch und */s Sm lang, 
zwei andere von noch etwas größeren Dimensionen. Schiff „Neck“, Kapitän 
J. Lose, von Tquique nach Hamburg. 
April 27 und 28. Kapt. Niejahr vom Schiffe „Helios“ berichtet: „Am 
27. April um 8"p, in 49° 58’ S-Br und 49° 20’ W-Lg — Wind WzS 7, klare 
Luft, diesiger Horizont und grobe nordwestliche See — erblickten 2 bis 3 Sm 
leewärts einen Eisberg, am 28. April um 2!/2* a, nachdem NOzO 21 Sm gesegelt 
worden, passirten drei weitere Eisberge, etwa 3 bis 4 Sm leewärts treibend, und 
einen grofsen und hohen Berg ungefähr 2 Sm zu luvwärts, In der Nähe des 
Letzteren nahm die Lufttemperatur um 1,7° ab. Um 8%a, in 47° 38' S-Br und 
46° 50' W-Lg, sahen an B.B. wieder zwei grofse Eisberge und im Laufe des 
Vormittags noch einige andere, darunter ein Feld, welches nach Schätzung sich 
kaum mehr als 3 m über den Meeresspiegel erhob, dafür aber eine sehr grofse 
Längenausdehnung hatte, also für die Schiffahrt sehr gefährlich war, Um Mittag 
des 28., nach guten Beobachtungen auf 47° 5‘ S-Br und 46° 38‘ W-Lg, passirten 
wir einen Eisberg, dessen Entfernung zu 5,86 Sm ermittelt und dessen Höhe auf 
Grund dieser Abstandsbestimmung und einer Winkelmessung zu 98 m 025 engl. 
Fuß) berechnet wurde. Um 2'/" p, in 46° 50 S-Br und 46° 30' W-Lg, sahen
	        
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