388 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1893,
vermerkt. Erstere Ausgabe zeigt nordöstlich von Cross Point noch vier mit
P D bezeichnete Untiefen, welche der Adm.-Karte fehlen.
Während der Anwesenheit S. M. S. „Alexandrine“ lief der brasilianische
Küstendampfer „Porto Alegre“ auf den vorerwähnten Felsen und sank.
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Eine Skizze der Lage der Untiefe ist beigefügt. Da nun seitens der
brasilianischen Regierung weder das Auslegen noch das Fehlen der Boje auf der
erwähnten Untiefe, noch das Vorhandensein der Untiefen bekannt gegeben ist,
so erscheint die Annahme eines Lootsen immer sehr empfehlenswerth.
Die Stromverhältnisse in Saö Francisco sind jetzt im Winter, besonders
in der Zeit zwischen den Springfluthen, unregelmäßig. Die Dauer der Gezeiten
wechselte sehr bedeutend, die Stromstärke bei Fluth .wie Ebbe zwischen 1,4 und
0,5 Sm. Zur Zeit der Springfluthen waren die Gezeiten regelmäfsiger und der
Strom bis 21/2 Sm stark.
Nach Angabe älterer Bewohner von Saö Francisco sind überhaupt Ebbe
und Fluth in den Wintermonaten Juni, Juli, August schwächer als im Sommer,
und soll in diesen Monaten auch das Wasser bei Hochwasser nicht so stark auf
der Barre steigen. Da dieselbe Erscheinung auch in Süd-Afrika öfters erzählt
wird, so glaübe ich, dafs man als Grund dafür die während der Wintermonate
der südlichen Halbkuyel bestehende Sonnenferne der Erde annehmen kann.
Aus dem Reisebericht des Kapitän J. Janssen von der
Brigg „Atlantic“.
Am 9. Januar 1889 erreichten wir, von Antwerpen kommend, nach einer
in regelmäfsiger Fahrt verlaufenen Reise, über welche nichts Bemerkenswerthes
zu berichten ist, unseren Bestimmungshafen Buenos Ayres. Hier hielten wir uns
bis zum 10. März auf und machten dann in der Zeit bis November desselben
Jahres drei Reisen nach Paranagua und von dort zurück nach dem La Plata.
Ich lasse hier einige auf diese Reisen bezügliche Bemerkungen folgen:
Die Stürme an den Küsten von Uruguay und Argentinien. Die
gewöhnlichen Windverhältnisse an dieser Küste habe ich stets im Einklang mit