Die Witterung an der deutschen Küste im August 1893. .
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Stat. —
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Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl.
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Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, Seite 79.
Im Bereich eines über dem Norden des Erdtheils lagernden Depressions-
yebietes herrschte an der Küste bis zum 6. August regnerisches und kühles
Wetter, reich an Gewittern, zumal am 5., wo nahezu die ganze Küste Gewitter
hatte, bei vielfach frischen Winden aus westlichen Richtungen. Indem der hohe
Druck im Süden seinen Kern beim Herannahen eines tiefen Minimums im Nord-
western. Europas von der Biscayasee nach Osteuropa verlagerte, gingen die Winde
von Nordwest langsam nach Süd herum, so dafs die Morgentemperaturen am 3.
und 4., im Osten bis zum 5, stiegen.
Die Temperatur sank wieder, als der Druck im Rücken jenes am Morgen
des 5. über Südskandinavien gelagerten Minimums im Südwesten stieg, und am
folgenden Morgen deutete ein über dem Kanalgebiet gelagertes Maximum einen
Umschwung der Witterung an. Dieses Maximum beherrschte die Küste bis zum
11. und bedingte durch Verlagerung seines Kernes über Centraleuropa und
Ostsee nach dem norwegischen Meere ein Herumgehen der leichten zunächst
nordwestlichen Winde nach Nord bis Ost. Niederschläge traten nur am 8. an
der östlichen Ostsee und am 9. von geringen Beträgen an der pommerschen
Küste ein; im Uebrigen herrschte während dieser Tage trockenes, am 9. an der
Nordsee und westlichen Ostsee, am 10. und 11. an der ganzen Küste heiteres
Wetter, wie auch noch am folgenden Tage an der östlichen Ostseeküste. Dies
Aufklaren bedingte Erwärmung, so dafs die Morgentemperaturen am 10. die
Normalwerthe meist erreichten und bis zum 13. anhaltend überstiegen.
Am 12. trat an der Nordsee und westlichen Ostsee vorübergehend regnerische
Witterung, an der Nordsee von Nebel begleitet, ein, auf welche wieder trockenes
Wetter folgte, indem ein neues von der Biscayasee vorgedrungenes Maximum,
dessen Kern am 13. bis 15. über dem südlichen Nordseegebiet layerte, diese