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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Die Witterung an der deutschen Küste im August 1893. . 
367 
Stat. — 
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Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 
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| Datum der Tage 
mit Sturm 
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Stat, 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mittl. 
‘Windstärke 
(Beaufort) 
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Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, Seite 79. 
Im Bereich eines über dem Norden des Erdtheils lagernden Depressions- 
yebietes herrschte an der Küste bis zum 6. August regnerisches und kühles 
Wetter, reich an Gewittern, zumal am 5., wo nahezu die ganze Küste Gewitter 
hatte, bei vielfach frischen Winden aus westlichen Richtungen. Indem der hohe 
Druck im Süden seinen Kern beim Herannahen eines tiefen Minimums im Nord- 
western. Europas von der Biscayasee nach Osteuropa verlagerte, gingen die Winde 
von Nordwest langsam nach Süd herum, so dafs die Morgentemperaturen am 3. 
und 4., im Osten bis zum 5, stiegen. 
Die Temperatur sank wieder, als der Druck im Rücken jenes am Morgen 
des 5. über Südskandinavien gelagerten Minimums im Südwesten stieg, und am 
folgenden Morgen deutete ein über dem Kanalgebiet gelagertes Maximum einen 
Umschwung der Witterung an. Dieses Maximum beherrschte die Küste bis zum 
11. und bedingte durch Verlagerung seines Kernes über Centraleuropa und 
Ostsee nach dem norwegischen Meere ein Herumgehen der leichten zunächst 
nordwestlichen Winde nach Nord bis Ost. Niederschläge traten nur am 8. an 
der östlichen Ostsee und am 9. von geringen Beträgen an der pommerschen 
Küste ein; im Uebrigen herrschte während dieser Tage trockenes, am 9. an der 
Nordsee und westlichen Ostsee, am 10. und 11. an der ganzen Küste heiteres 
Wetter, wie auch noch am folgenden Tage an der östlichen Ostseeküste. Dies 
Aufklaren bedingte Erwärmung, so dafs die Morgentemperaturen am 10. die 
Normalwerthe meist erreichten und bis zum 13. anhaltend überstiegen. 
Am 12. trat an der Nordsee und westlichen Ostsee vorübergehend regnerische 
Witterung, an der Nordsee von Nebel begleitet, ein, auf welche wieder trockenes 
Wetter folgte, indem ein neues von der Biscayasee vorgedrungenes Maximum, 
dessen Kern am 13. bis 15. über dem südlichen Nordseegebiet layerte, diese
	        
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