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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Die Untersuchung der magnetischen Verhältnisse auf Teneriffa. 
Name des Gesteins 
Turmalin-Granit 
Melaphyr 
Trachyt 
Phonolith 
Dolerit 
Syenit 
‚Ciesel- , 
'säuregehalt | 
in 9% 
68 73 
55 
58 
50—34 
51—48 
62—53 
EN 
0,00024 
3,00039 
0,00039 
0,00070 
0,00094 
0,00104 
Einige der basischen Gesteine haben übrigens einen weit höheren Grad 
der Permeabilität als die in obiger Tabelle gegebenen, so z. B, ist x für Olivin- 
Gabbro 0,00697, Basalt von Tobermorey Harbour 0,00209, Gabbro von Loch 
Coruiskh 0,00684 u. A. m. 
Wir haben hier auf die Bedeutung der Beachtung der Gesteinsarten und 
ihres Charakters mit Bezug. auf ihr Verhalten zum Magnetismus der Erde hin- 
gewiesen, ohne Folgerungen über die Beziehung zu den Lokalstörungen ziehen 
zu wollen. Hierfür sind weder die Beobachtungen genau, noch die Stationen 
zahlreich genug, auch fehlt es an den erforderlichen geologischen. Anhaltspunkten 
und an den Proben (Handstücken) der Gesteine, mittelst welcher man die 
Laboratorien-Versuche auszuführen vermöchte. Soviel erhellt übrigens aus dem 
hier Erörterten, dafs man bei zukünftigen magnetischen Landesaufnahmen nach 
dem heutigen Stande der Forschung es nicht mehr vernachlässigen darf, die auf- 
geführten Desiderate zu beschaffen. Es wird erst an der Hand gründlicher 
und zahlreicher Beobachtungen und Versuche gelingen können, aus dem Gewirre 
der Erscheinungen, wie es uns in den Störungen entgegentritt, eine Erklärung 
und einen Ausweg finden zu können. Als Muster für das Vorgehen auf dem 
Gebiete der magnetischen Landesvermessung können die vortrefflichen Arbeiten 
der Herren Professoren Rücker und Thorpe in Verbindung mit der dritten 
magnetischen Aufnahme der Britischen Inseln dienen.!) Ein Studium des Werkes 
über diese umfassende Aufnahme kann vor der Inangriffnahme einer solchen Auf- 
nahme nur dringend empfohlen werden. Besonders wird auf die Ergebnisse der 
Einzeluntersuchungen von regionalen magnetischen Störungen in dieser Hinsicht 
aufmerksam gemacht, so u. A. über die Untersuchung des Charakters der Stö- 
rungen in „Great Malvern“ und „Malvern Wells“. Aus dieser Untersuchung 
ergiebt sich die wichtige Thatsache, dafs die störenden Kräfte die Centren und 
Linien der Attraktion enge mit der Gegenwart von magnetischen Felsen ver- 
knüpft sind, und zwar besonders von Basalt. Die westlichen Inseln von Schott- 
Jand, die Kohlenlager in Süd-Schottland, der Norden von Irland und Mid-Wales 
sowie Shropshire bieten sämmtlich solche Centren der Attraktion dar und sind 
sämmtlich durch grofse Massen von Basalt gekennzeichnet. Ferner ist durch 
die beiden englischen Gelehrten festgestellt, dafs vulkanische Gesteine, welche 
im Laboratorium nur schwache Spuren von Magnetwirkung‘ zeigen, in grofsen 
Massen sehr bedeutende magnetische Lokalstörungen erzeugen. So verursachen 
die erwähnten Malvern Hills, obgleich sehr schwache magnetische Polarität 
zeigend, eine Ablenkung der Nadel um 20 Bogenminuten auf einer Entfernung 
von 1 engl. Meile. 
Die Beobachtungen des Herrn Dr. v. Rebeur-Paschwitz, welche 
unter so erschwerenden Umständen ausgeführt werden mufsten, bilden einen 
interessanten Beitrag zur Wechselbeziehung der Störungen in dem Verlauf der 
magnetischen Kurven und der Vertheilung bestimmter Gesteinsarten über das 
Gebiet, über welches diese Kurven gezogen worden sind.”) Dr. N. 
1) A magnetic survey of the British Isles for the Epoch January 1 1886 by Rücker and 
Thorpe (The Bakerian Lectinre). Phil. Transactions. Vol. 181 (1890), pp. 53—328, 
2) Report of the British Association 1889, p, 586. 
Ann. d. Hydr. ete., 1893, Heft IX,
	        
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