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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1893. 
begnügen uns daber damit, an Stelle der dort gegebenen Auszüge aus den Jour- 
nalen dieser Schiffe vier synoptische Kärtchen in Fig. 6 unsern Lesern vorzu- 
führen, aus welchen die merkwürdig geringe Ausdehnung des doch sehr intensiven 
Wirbels klar hervorgeht. (H) hat mit dem Winde von B. B. ein die Bahn schneiden 
können, der südlicher stehende und mit St. B.-Halsen segelnde (A) hat beidrehen 
und die ganze Wuth des Orkans über sich ergehen lassen müssen, 
7. Wirbelsturm im Mai 1888 auf 83° 0-Lg. 
Dieser Sturm bietet uns an dem Material der für die Seewarte beobach- 
tenden deutschen Schiffe ein Seitenstück zum Orkan vom Mai 1863, was späte 
Jahreszeit und die so sehr östliche Lage des Scheitelpunktes seiner Bahn betrifft, 
welche fast genau dieselbe gewesen sein dürfte wie jene vom Mai 1863. Er traf 
ebenso, wie der weiter unten besprochene vom April 1886, mehrere Schiffe unserer 
Reisflotte auf dem Heimwege; wegen seines auffallend geringen Durchmessers 
yerieth indessen nur ein Schiff, die Bark „Alice Rickmers“ (AR), Kapt. Loh- 
mann, in den innern orkanmäfßigen Theil des Wirbels, ein anderes, das Voll- 
schiff „Columbus“ (C), Kapt. Sauermilch, in die Nähe desselben (gröfste Wind- 
stärke 10), während „Anna“ (A) und „Regulus“ (R) nur Winde von der Stärke 
2 bis 6 bekamen. Auszüge aus diesen Journalen sind im Segelhandbuch für den 
Indischen Ocean, Seite 290 bis 292 mitgetheilt. Wir begnügen uns daher an 
dieser Stelle mit der Wiedergabe der vier synoptischen Kärtchen, welche das 
Verhältnifs des Orkans zum Passat und die bezügliche doppelte Krümmung der 
Isobaren in lehrreicher Weise zur Anschauung bringen (Fig. 7). 
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Am 9. Mai um 8 p drehte (A_R) [an den : Wind, jedenfalls in dem Glauben, 
daß im NW sich ein Wirbeleentrum von ONO her bewege, dem es Zeit geben 
wollte, sich zu entfernen. Nicht lange darauf nahmen Wind und See etwas ab. 
Dieses bestärkte den Kapitän natürlich in der obigen Annahme, und um 8a am 
10. hielt er wieder ab. Nachmittags nahm der Wind wieder zu, und das Baro- 
meter fiel aufs Neue. Das Schiff wurde nun wieder auf St. B.-Halsen an den 
Wind gelegt. Jetzt ging der Wind mit dem Zeiger der Uhr um, so dafs das
	        
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