Die Witterung an der deutschen Küste im Juni 1893.
287
Niederschlag, mm
Stat. . —— —— Ab- | «nit Nieder. Theiter,/trübe
| | ; weich. | 43 mit ed am | eittl. | mitt.
3p.-8a.182.-8p.| 1; | vom sl 100010 Bow. | Bew.
+ |Norm. 0;2| 1,0]5,0/10,0} <2 |>8
Windgeschwindigkeit
Met. pro Sek.
Mittel | Abw. |Sturm
Datum der Tage
mit Sturm
3ork.
Wilb.
Zeit.
Jam.
6
10
7
16
23 9 —15 M4.
18 Z. —81] 8j24.
5 j12 Zi 420.
14 130 :—44 | 8128.
3
=
10 56 —7 2
1 | 5,7 1—0,6
6 139 Zo
8 | z3 —0,6
U
5
13
15
Keine;
Keine
Keine
4
4
'n
2
0
2
Lu
0
&
Ziel, 21 21 42 —16 13125.
A 9 ] 11 120 — 10/28,
3wi. | 29 | 27 [56 |— 5 |21/28.
Rüg. | 16 | 6 22 | — ja 23.
Neuf.| 12.1 20 |32 |—26 l19J29.
Mem.| 15 | 9 24 '—17 |12124.
4,5 ‚—0,9
3,9 |— 1,4
4,4 —0,2
10
‘5
13
Keine
Keine
Keine
€
%
Memel
N
Mai
3,4 1—0,?
A
BR LLOA
10
a
13
20.?
Keine
Keine
Keine
Stat,
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
; Mitt].
Windstärke
(Beaufort)
I RNEINE
NEE |ESEISE!SSE|S |SSW| SW [WSW! Ww IWNWINW [NNW Stille
8a/2D [8
Bork. .£
Wilh, [21 5
Reit. [91 1
Ham. | 51 5
+
3
3
7
BY
ir
Le
3
m
vu
10
S
7
A
6
1090| +
6 10
3,0] 3,2 |2,9
2,9| 3,6 |2,4
1,9/ 2,5 20
2,41 2,3 11,9
d
R
%
Q
4
9
Kiel [8 | 4
Wus. | 7 | 6
wi. 112 | 15
10
43
12
‘)
iA
9
7
7
X
a
&
y
4
1,91 2,4 11,6
2,6/ 2,9 |2,4
12,7| 3,4 2,4
23 2,9118
[1222 1,5
263,325
UL
€
Rüg, | 3| 5 fs
Neuf, 118 | 10 118
Mem. |11 | 2 11
A
zz
*
4.
9
4
6
5
OÖ
ı 12 [0 {3
1) 5| 4 5 1171 0
1'112] 6 8 | 11 h3l 3
5
0
1
7g' die Erläuterungen bei der Januartabelle, Seite
79
Zu Beginn des Monats lag die Küste im Bereich eines über Südschweden
lagernden Minimums, auf der Nordseite eines von Irland nach Centraleuropa
ragenden Hochdruckgebietes; schwache westliche Winde bedingten kühles, und
außer an der Danziger Bucht, trübes Wetter mit Regenfällen. Die Entwickelung
eines west-ost gestrecken Rückens hohen Druckes über Centraleuropa und seine
zunächst nach Nord erfolgende Wanderung führten einen Umschwung der Witte-
rung herbei, und es herrschte vom 2. bis 18. Juni im Bereich hohen Druckes
und seiner mannigfachen Umlagerungen trockenes Wetter, mit nur kurzen Unter-
brechungen, unter dem Einfluls von flachen Minima. Solche kurzen Regenzeiten
traten am 4. und 5. an der Nordsee und westlichen Ostsee, am 9. und 10.
an der Ostsee und am 11. an den mittleren Küstentheilen auf, begleitet von
Gewittern am 5. an der Nordsee, am 9. und 10. an der Ostsee. Aufser an diesen
Tagen herrschte in der ersten Dekade im Osten meist heiteres Wetter, eine
größere Bewölkung an der Nordsee, wo mehrfach und zumal am 6. und 7., wie
am 11. an der Ostsee, Nebel auftrat; vom 12. bis 19. hatte die ganze Küste
vorwiegend heitere ruhige Tage zu verzeichnen, Die Morgentemperaturen zeigten
im Allgemeinen unter verhältnifsmälsig geringen Schwankungen bis gegen den 19.
ein langsames Steigen, an Betrag nach Osten hin abnehmend; dabei lagen die-
selben bis zum 11., mit Ausnahme des Ostens fast durchweg unter, am 12. bis
19. meist über der Normale, außer am 15. und 16. an der östlichen Ostee.
Hierauf erfolgte ein Rückgang der Temperatur, welche, mit Ausnahme des
24., vom 20..bis 27. am Morgen meist unter der Normale lagen. Schon am 18.
herrschten an der Küste nordwestliche Winde unter der Wechselwirkung eines
von Großbritannien nach Centraleuropa gestreckten Maximums und eines im NO
des Erdtheils gelegenen Minimums. Indem sich dieses vertiefte und sein Depres-