Notizen.
983
Eisenbahnwagen direkt in das Schiff bei ruhigem Wasser sehr gut; doch liegt
es sich meistens dort schlecht, weil auch unter den günstigsten Verhältnissen
die Grunddünung nie ganz verschwindet. Ketten eignen sich daher auch nicht zum
Festmachen des Schiffes an der Brücke, sondern man hat Taue zu verwenden,
am besten solehe aus Coir. Auf der Werft befinden. sich zwei solche Trossen,
für deren Benutzung man täglich 3 sh. zu zahlen hat, doch sind sie so unpraktisch
angebracht, dafs gewöhnlich nur eine zur Zeit zu benutzen ist. Das Werftigeld
beträgt 3d. für die Registertonne.
Bei heftigen Winden läuft manchmal eine so starke Grundsee, dafs man
gezwungen ist, von der Brücke abzulegen, wobei der Umstand, dafs man sich
nicht auf das Halten seines Ankers verlassen kann, von sehr grofsem Nachtheil
ist. Bei dem Festmachen an der Brücke hatten wir auf unserm auswärts stehenden
Anker, ' durch den wir das Schiff frei von derselben zu halten suchten, 60 Fad.
Kette ausgesteckt, nach und naclı aber letztere, wegen des Durchgehens des
Ankers und um sie steif zu halten, einhiewen müssen, bis nach Verlauf von
9 Tagen, als wir die Abreise antraten, nur noch 35 Fad. Kette aus waren. Der
Meeresboden‘ in der Nähe der Brücke besteht aus Stein, der mit einer dünnen
Schicht Sand, .Mudd und Tang bedeckt ist. Weiter draufsen soll ein besserer
Ankergrund vorhanden sein; für die Benutzung der ‚dort ausgelegten Mooring-
bojen hat man 3 Lstrl. 10 sh. zu entrichten.‘ Der Hafen ist auch im Winter ganz
sicher, wenngleich bei Stürmen von SW bis SE eine ziemlich hohe See stehen
kann,. denn die schwersten Seen werden durch den Wellenbrecher von der
Brücke fern gehalten. ; .
Port Victor einlaufend passirt man am besten östlich von Seal Rock und
hält, wenn man die Brücke entlang sehen kann, gerade auf diese zu. Den Anker
lasse man so fallen, dafs man, an der Brücke liegend, bei steifer Kette etwa
60 Fad. von derselben aus hat. Der Hafenmeister ist gleichzeitig auch Lootse
und Besichtiger.
Port Vietor wird viel von Leuten aus Adelaide zur Sommerfrische benutzt
und scheint sich zu einem bedeutenden Badeorte entwickeln zu wollen. Nach
den hier üblichen Preisen zu schliefsen, muß man bereits soweit gelangt sein,
denn es ist Alles theuer. Stauer sind hier möglicherweise billiger als in Adelaide
zu bekommen: da wir dieses aber nicht wufßten, hatten wir solche mitgebracht.
Notizen.
1. Preisaufgaben aus der Hodgkins-Schenkung. Im Oktober 1891
hat Herr Th. G. Hodgkins zu Setauket, N. Y., der „Smithsonian Institution“
eine Schenkung gemacht, deren Einkünfte zum Theil zu verwenden sind „für die
Vermehrung und Verbreitung exakteren Wissens in Bezug auf die Natur und
die Eigenschaften der atmosphärischen Luft im Zusammenhange mit der Wohl-
fahrt der Menschen,“
Die genannte Anstalt setzt nun folgende Preise aus:
1. Einen Preis von 10000 Dollar für eine Abhandlung, welche irgend
eine neue und wichtige Entdeckung in Bezug auf die Natur oder die Eigen-
schaften der atmosphärischen Luft enthält. Diese Eigenschaften können in ihrer
Beziehung zu einer oder allen von den einschlägigen Wissenschaften betrachtet
sein, — z. B. nicht allein in Bezug auf Meteorologie, sondern auch auf Hygiene
oder irgend einen Zweig des biologischen oder physikalischen Wissens.
2, Einen Preis von 2000 Dollar für die beste Abhandlung
a) über die bekannten Eigenschaften der atmosphärischen Luft, in ihren
Beziehungen zu allen Zweigen der Naturwissenschaft, und über die Wichtigkeit
des Studiums der Atmosphäre angesichts dieser Beziehungen;
b) über die beste Richtung für künftige Studien in Zusammenhang mit
den Lücken unseres Wissens von der atmosphärischen Luft und der Verknüpfung
dieses Wissens mit anderen Wissenschaften, :