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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Notizen. 
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Eisenbahnwagen direkt in das Schiff bei ruhigem Wasser sehr gut; doch liegt 
es sich meistens dort schlecht, weil auch unter den günstigsten Verhältnissen 
die Grunddünung nie ganz verschwindet. Ketten eignen sich daher auch nicht zum 
Festmachen des Schiffes an der Brücke, sondern man hat Taue zu verwenden, 
am besten solehe aus Coir. Auf der Werft befinden. sich zwei solche Trossen, 
für deren Benutzung man täglich 3 sh. zu zahlen hat, doch sind sie so unpraktisch 
angebracht, dafs gewöhnlich nur eine zur Zeit zu benutzen ist. Das Werftigeld 
beträgt 3d. für die Registertonne. 
Bei heftigen Winden läuft manchmal eine so starke Grundsee, dafs man 
gezwungen ist, von der Brücke abzulegen, wobei der Umstand, dafs man sich 
nicht auf das Halten seines Ankers verlassen kann, von sehr grofsem Nachtheil 
ist. Bei dem Festmachen an der Brücke hatten wir auf unserm auswärts stehenden 
Anker, ' durch den wir das Schiff frei von derselben zu halten suchten, 60 Fad. 
Kette ausgesteckt, nach und naclı aber letztere, wegen des Durchgehens des 
Ankers und um sie steif zu halten, einhiewen müssen, bis nach Verlauf von 
9 Tagen, als wir die Abreise antraten, nur noch 35 Fad. Kette aus waren. Der 
Meeresboden‘ in der Nähe der Brücke besteht aus Stein, der mit einer dünnen 
Schicht Sand, .Mudd und Tang bedeckt ist. Weiter draufsen soll ein besserer 
Ankergrund vorhanden sein; für die Benutzung der ‚dort ausgelegten Mooring- 
bojen hat man 3 Lstrl. 10 sh. zu entrichten.‘ Der Hafen ist auch im Winter ganz 
sicher, wenngleich bei Stürmen von SW bis SE eine ziemlich hohe See stehen 
kann,. denn die schwersten Seen werden durch den Wellenbrecher von der 
Brücke fern gehalten. ; . 
Port Victor einlaufend passirt man am besten östlich von Seal Rock und 
hält, wenn man die Brücke entlang sehen kann, gerade auf diese zu. Den Anker 
lasse man so fallen, dafs man, an der Brücke liegend, bei steifer Kette etwa 
60 Fad. von derselben aus hat. Der Hafenmeister ist gleichzeitig auch Lootse 
und Besichtiger. 
Port Vietor wird viel von Leuten aus Adelaide zur Sommerfrische benutzt 
und scheint sich zu einem bedeutenden Badeorte entwickeln zu wollen. Nach 
den hier üblichen Preisen zu schliefsen, muß man bereits soweit gelangt sein, 
denn es ist Alles theuer. Stauer sind hier möglicherweise billiger als in Adelaide 
zu bekommen: da wir dieses aber nicht wufßten, hatten wir solche mitgebracht. 
Notizen. 
1. Preisaufgaben aus der Hodgkins-Schenkung. Im Oktober 1891 
hat Herr Th. G. Hodgkins zu Setauket, N. Y., der „Smithsonian Institution“ 
eine Schenkung gemacht, deren Einkünfte zum Theil zu verwenden sind „für die 
Vermehrung und Verbreitung exakteren Wissens in Bezug auf die Natur und 
die Eigenschaften der atmosphärischen Luft im Zusammenhange mit der Wohl- 
fahrt der Menschen,“ 
Die genannte Anstalt setzt nun folgende Preise aus: 
1. Einen Preis von 10000 Dollar für eine Abhandlung, welche irgend 
eine neue und wichtige Entdeckung in Bezug auf die Natur oder die Eigen- 
schaften der atmosphärischen Luft enthält. Diese Eigenschaften können in ihrer 
Beziehung zu einer oder allen von den einschlägigen Wissenschaften betrachtet 
sein, — z. B. nicht allein in Bezug auf Meteorologie, sondern auch auf Hygiene 
oder irgend einen Zweig des biologischen oder physikalischen Wissens. 
2, Einen Preis von 2000 Dollar für die beste Abhandlung 
a) über die bekannten Eigenschaften der atmosphärischen Luft, in ihren 
Beziehungen zu allen Zweigen der Naturwissenschaft, und über die Wichtigkeit 
des Studiums der Atmosphäre angesichts dieser Beziehungen; 
b) über die beste Richtung für künftige Studien in Zusammenhang mit 
den Lücken unseres Wissens von der atmosphärischen Luft und der Verknüpfung 
dieses Wissens mit anderen Wissenschaften, :
	        
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