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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Von Apia nach den Marshall-Inseln, 
Auf der Fahrt nach Friedrich-Wilhelmshafen war das Wetter anfangs gut. 
Es wurden zuerst Stillen angetroffen, später bei Annäherung an Kaiser Wilhelms- 
Land kam Nordwestwind durch und stellte sich Regen ein, der auch bis zum 
Verlassen der Küste anhielt. Die Dalmann-Einfahrt -ist jetzt durch ein hell- 
graues, mit Wellblechdach versehenes Haus, das auf der vor der Einfahrt liegenden 
Eichstaedt-Insel erbaut ist, gut erkennbar. ; 
Am nächsten Tage wurde die Rhede von Friedrich-Wilhelmshafen ver- 
lassen und nach den Admiralitäts-Inseln gedampft. - 
Das Wetter war bis auf ca 30 Sm von der Küste noch regnerisch, wurde 
dann aber klar. Es wurden nur Stillen angetroffen. Vormittags kamen Sabben 
Rocks, die übrigens bewaldete Inseln sind, in Sicht, und wurde dabei durch 
Observation festgestellt, dafs dieselben 3,5 Sm westlicher liegen, als sie in der 
Karte Tit. X No. 163/88 angegeben sind. In der Sailing Direction Pacific Islands 
Vol. I (Western Group 1890) sind übrigens weder die Sabben Rocks noch 
Western Islands erwähnt, während sie im Findlay Bd, XI: 1, Seite 898 auf- 
geführt sind. 
Es wurde nach Nares Harbour gedampft und dort in der Peilung: 
Observatory-Insel in . . . ONO 
Westspitze der Wild-Insel in N!/2W 
auf 30 m Wassertiefe geankert. Am nächsten Mittage wurde Nares Harbour wieder 
verlassen, um nach den Fead- (Abgarris-) Inseln zu gehen. Es wurde in ca 0,5 
bis 1 Sm von dem äufseren Riff der grofsen Admiralitäts-Insel nach West gedampft 
und Gefahren dabei nicht bemerkt. Zwischen der 6. und 7. und 7. und 8, Insel 
von Nares Harbour aus gerechnet, scheinen Passagen zu sein. Am 9. Januar d. J. 
morgens kam die Insel St, Matthias in Sicht und um 11*a die Küste von Neu- 
Hannover. Das Wetter war regnerisch, und es wurden nur Stillen oder leicht 
veränderliche Winde angetroffen. 
Beim Insichtkommen der Vischer-, Gardner- und S. Francisco-Inseln wurde 
durch Observation festgestelt, dafs die Länge derselben in der Karte Tit. XII 
No. 119a ca 10 Sm zu östlich angegeben ist. Auch die am folgenden Tage 
erreichten Fead-Inseln wurden in derselben Karte auf ca 7 Sm zu westlich liegend 
gefunden. Die Form der Lagune dieser Insel, sowie die des Riffes, und die Lage 
der auf demselben befindlichen kleinen Inseln scheinen. in der oben erwähnten 
Karte. richtig angegeben zu sein. Die als „gute Passage‘ bezeichnete Durchfahrt 
wurde ohne Schwierigkeit gefunden. Bei der durch den Dampfkutter vor- 
genommenen flüchtigen Auslothung der ca 200 m breiten Passaye wurden überall 
Tiefen von 10 bis 12 m gefunden. 
Noch an demselben Abend wurden die Inseln verlassen, um nach Matupi 
zurückzugehen, wo der Kreuzer am 13. Januar d. J. eintraf. 
Beim Passiren der Insel Sir Charles Hardy (Nissan) wurde durch Observation 
festgestellt, dafs die Südspitze der Insel in der mehrfach erwähnten Karte Tit. XII 
No. 119a ca 3 Sm zu südlich und etwa 7 Sm zu westlich eingezeichnet ist. 
Das Wetter war regnerisch, und es wurden auch hier nur ganz leichte ver- 
änderliche Winde angetroffen. Die während dieser Rundreise beobachteten 
Strömungen stimmten wiederum theilweise nicht mit den in der englischen Strom- 
karte angegebenen überein. So wurde südlich von Neu-Pommern ein ca N 86° 0 
laufender Strom gefunden, der in ca 22 Stunden ca 13 Sm gesetzt hatte. An 
der Küste von Neu-Guinea wurde kein Strom bemerkt, dagegen wurde auf der 
Fahrt von Friedrich- Wilhelmshafen nach den Admiralitäts-Inseln in 24 Stunden 
ein S 35° O0 19,0 Sm setzender Strom konstatirt. Auf der Fahrt von den Letzteren 
nach den Fead-Inseln und von dort nach dem St. Georgs-Kanal wurde vorwiegend 
westlicher Strom gefunden, der in 24 Stunden ca 1 Sm gesetzt hatte. 
Reise von Matupi nach den Salomon-Inseln und Sydney. Am 
21. Januar d. J. verliefßs S. M. Krzr. „Sperber‘“ Matupi, um nach dem auf der 
Nordspitze der Insel Buka gelegenen Königin Carola-Hafen zu gehen, woselbst 
am folgenden Tage in der Peilung 
Harbour-Insel, Westspitze in OSO und 
Entrance-Insel in... . SW*LW 
auf 23 m Wassertiefe geankert wurde. Schon am nächsten Morgen wurde der 
Hafen wieder verlassen und die Reise nach der Bougainrville-Straßfse fortgesetzt. 
D77
	        
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