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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1893. 
Auch die „Dido“ (D) führte ihr Kurs von der Cyklone weg, da sie nur 
an deren Südwestrand gewesen ist und ihr Kurs nach SW (von Manila nach Liver- 
pool bestimmt) sich richtete, D hat deshalb vom 13. bis zum 28. März von 7° bis 
24° S-Br nur Südostpassat gehabt in normaler Stärke, 3 bis 5. Am 20. bis 
22. März zeigte das Barometer seine normale tägliche Schwankung zwischen 
760,5 und 762,3 mm, und scheint auch der Himmel nichts Ungewöhnliches gezeigt 
zu haben: Bewölkung 3 bis 6, Cumuli. Nur eine hohe Dünung konnte auf die 
Nähe der Cyklone bezogen werden, doch soll dieselbe am 21. aus WSW, am 
22. aus SW gekommen sein. 
Die übrigen Schiffe näherten sich auf ihrem Kurse dem Cyklonencentrum, 
eins von Süden, die übrigen fünf von Norden; als Repräsentant dieser Gruppe 
wählen wir den „Hermann“ und stellen ihn dem einzigen aus Süd kommenden 
„Speculant“ gegenüber. 
Datum 
1883 
20./3. 
21./3. 
99./3, 
23/3. 
Uhrzeit | Barom., 
4ha 
aha 
12ha 
4bp 
8hp 
12h p 
4ha 
ha 
12ba 
4b p 
8hp 
12hp 
4ba 
8ha 
i2ha 
4hp 
8hp 
i2hp 
4ha 
8ha 
12ha 
755,8 
757,0 
756,6 
755,3 
756,6 
756,0 
754,7 
755,0 
753,2 
751,1 
753,2 
754,0 
758,5 
755,5 
755,2 
755,0 
756,9 
756,8 
'ermann“ (BD). 
„„Speculant“ ($). 
Wind |Bewölk.| Barom. | Temp.| Wind IBewolk. 
Temp. 
26,2 
27,4 
28,4 
27,0 
25,8 
26,0 
26,2 
27,2 
26,0 
25,8 
26,0 
26,5 
26,1 
26,4 
26,9 
26,8 
26,4 
26.4 
NW 
NW 
NW 
NW 
WNW 
WNW 
NW 
ITW 
NWZW 
WNW 
W 
w 
V 
wW 
% 
A 
W 
WW 
0 
8 
8 
10 
19 
10 
) 
) 
760,2 
761,2 
761,6 
760,4 
761,6 
761,5 
762,4 
760,9 
759,6 
758,4 
759,4 
758,8 
756,6 
756,5 
754,8 
749,8 
752,5 
754,1 
753,9 | 
754,8 
756.40 
22,3 
24,6 
26,1 
24,5 
24,0 
22,8 
22,5 
25,0 
27,0 
26,0 
23,9 
22,7 
23,0 
23,4 
24,2 
23,4 
25,0 
24,8 
24,5 
26,5 
97,5 
SE 
ENE 
EzN 
EzN 
EzN 
EzN 
ESE 
E 
£zS 
ENE 
ENE 
ENE 
EzN 
SE s 
3zE 10 
Ss 9—10 
SSW f 
SW " 
SW 
SWzS 
3 
1 
+) 
) 
4 
I) 
10 
7 
6 
> 
5 
Das Vollschiff „Hermann“ und seine vier Mitsegler (Cu, P, MR und A) 
befanden sich auf der Reise von Rangun nach Europa und hatten in den letzten 
Tagen veränderliche, meist westliche Winde und gelegentliche Regenschauer 
gehabt. Auf dem „Hermann“ waren die Winde am 11. bis 18. sehr leicht und 
das Wetter meist gut, jedoch vom 18. abends an böig mit drohender Luft, und 
auch in der Nacht zum 20. herrschten schnell aufeinander folgende Böen und an- 
haltender Regen. Darauf besserte sich indessen das Wetter; am Vormittag war 
es schön mit frischer Briese und nur leichten Regenböen, die jedoch am Nach- 
mittag wieder zunahmen; dabei hohe und wilde Dünung aus SO. 
Am 21. März früh heftige Regenschauer, schnell aufeinander folgende 
Böen; Seegang zunehmend; von 8 bis 10 Uhr hatten Luft und Weiter ein besseres 
Aussehen; 10 Uhr wurde die Luft wiederum sehr schaurig in Nord bis West 
bei zunehmendem Winde; 4* p niedrigster Barometerstand 751,1 mm; sehr stür- 
mischer Wind; Luft dick von Regen; hohe anlaufende See von WNW und 
schwere Dünung von SSO. Bis 4 Uhr Barometer noch fallend; 4 bis 5 Uhr 
hatte die Luft ein sehr drohendes Aussehen, und wir hatten viel durch die wilde 
See zu leiden. Drehten um 5*p bei; Wind holte zeitweise mit den sehr heftigen 
Böen (9 bis 10) westlich. — Am 22. März 6'/e*a Luft etwas abklarend; Wind 
und Böen abnehmend; Barometer etwas steigend; 10'/2 Uhr Luft mehr abklarend; 
Seegang schnell abnehmend von WNW und NW; dagegen hohe Dünung aus 
Süd. Von 12% bis 8:p steifer Wind mit leichten Böen und Regenschauern; 
3 In 14° 34‘S-Br und 90° 18‘ O-Le
	        
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