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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

262 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1893. 
scheinen, verliert aber das Auffällige bei Berücksichtigung des Umstandes, dafs 
von 1890 auf 1891 die Deklination in Rostock nur um 2,7‘ abgenommen hatte. 
Das Mittel für 1892 kombinirt mit dem Mittel für 1890, ergiebt für die auf 
Tagesmittel reducirten Beobachtungen eine jährliche Abnahme von 5,1‘, für die 
nicht reducirten von 4,8‘ im Mittel. 
Inklinations-Bestimmungen sind im Laufe des Jahres 1892 nicht angestellt. 
Barth. Die Beobachtungen wurden von dem Agenten der Seewarte, Herrn 
Navigationslehrer Skalweit, gemacht. Als Instrument wurde ein Deviations- 
Magnetometer benutzt; es werden unten nur die aus zahlreichen täglichen Beob- 
achtungen abgeleiteten Mittelwerthe eines jeden Monats gegeben. 
Januar 10° 57,46‘ W 
Februar 10° 57,75’ W 
März 10° 56,97‘ W 
April 10° 56,88‘ W 
Mai 10° 56,72‘ W 
Juni 10° 56,13 W 
Juli 
August 
September 
Oktober 
November 
Dezember 
10° 55,74‘ W 
10° 55,25‘ W 
10° 54,77‘ W 
10° 54,37‘ W 
10° 53,89‘ W 
10° 5361 W 
Aus vorstehenden Monatsmitteln berechnet sich der Mittelwerth für 1892,5 
zu 10° 55,80‘ W, was im Vergleich zum Werthe für 1891,5‘ von 11° 0,30’ W eine 
jährliche Abnahme von 4,50‘ ergiebt. 
Die Inklination ist im September mit 67° 56,3‘N beobachtet, im Juli 1891 
ist dieselbe zu 67° 57,3‘ N bestimmt, die Jährliche Abnahme beträgt demnach fast 1’. 
Wustrow. Die Herren Navigationslehrer Brandes und Reimer haben 
die im vorigen Jahre begonnenen Beobachtungen mit einem Deviations-Magneto- 
meter eifrig fortgesetzt. Während der Zeit von Ende Juni bis Anfang September 
oefand sich das Magnetometer zur Untersuchung und Reparatur der Inklinations- 
nadeln in Hamburg, es mufsten daher die Beobachtungen ausfallen, 
In den nachfolgend für jeden Monat gegebenen Mittelwerthen der Dekli- 
nation. sind die einzelnen Beobachtungen nach der Wilhelmshaven-Periode auf 
das Mittel des Tages reducirt und daraus die Monatsmittel gebildet. Die in 
Klammern beigefügten Zahlen geben an, aus wie viel Einzelbeobachtungen das 
Mittel gezogen wurde. 
Januar 11° 1,2‘W (16) 
Februar 11° 14 W (16) 
März 10° 59,7‘ W (19) 
April 10° 59,2‘ W (16) 
Mai 10° 5719 W (17) 
Das Mittel des Jahres für 1892,48 stellt sich danach auf 10° 5641' W 
und die jährliche Abnahme auf 7,78‘. Da erst dieses eine Jahr vorliegt, und 
nach der Reparatur die Kontinuität der Beobachtungen gestört wurde und sich 
ein merklicher Sprung erkennen läfst, so sind erst weitere Jahre abzuwarten zur 
genaueren Feststellung der Säkular-Aenderung. 
Wie im Bericht des vorigen Jahres (vgl. Annalen ete. 1892, Seite 158) 
vermuthungsweise schon angedeutet wurde, zeigten sich die Nadeln zur Bestimmung 
der Inklination bei ihrer Untersuchung an der Seewarte mit erheblichen Kolli- 
mationsfehlern behaftet, Es wird daher Abstand davon genommen, die beob- 
achteten Werthe der ersten Hälfte des Jahres 1892 hier wiederzugeben. Mit 
den justirten Nadeln sind in Wustrow Bestimmungen noch nicht gemacht worden. 
Flensburg. Her Navigationslehrer Pheiffer, Agent der Seewarte, hat 
zahlreiche Bestimmungen der Deklination mit einem Deviations-Magnetometer aus- 
yeführt. Dieselben erstrecken sich auf alle Monate des Jahres, jedoch in un- 
zleicher Vertheilung auf dieselben, so dafs von einer Wiedergabe der Monats- 
werthe abgesehen wird. Das Mittel aller Beobachtungen, die noch nach der 
Kew-Periode von der täglichen Bewegung befreit sind, befrägt für 1892,512° 23,03’W, 
30 daß danach die Deklination um 8,2 im letzten Jahre abgenommen hat. 
Wie schon im vorigen Jahre bemerkt, zeigt die Deklination in Flensburg 
in den einzelnen Jahren erhebliche Schwankungen in der Säkular-Aenderung.
	        
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