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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Magnetische Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete im Jahre 1892, 
259 
Bericht der deutschen Seewarte über das Ergebnifs der 
magnetischen Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete 
während des Jahres 1892. 
(Schlufs.) 
Gehen wir nun über zu dem eigentlichen Berichte über die Ergebnisse der 
magnetischen Beobachtungen. 
Hamburg. Ueber die Bestimmung des Werthes der erdmagnetischen 
Elemente gilt dasselbe, was im Jahrgang 1892 dieser Annalen, Seite 154, gesagt 
ist. Beobachter war ausschlielslich der Assistent des Direktors, Dr. Duderstadt, 
als Beobachtungsplatz gilt der Centralpfeiler des Kompafs-Observatoriums, be- 
nutzt wurden die Instrumente: Reisetheodolit nach Neumayer, Hechelmann 
No. 686 bezw. ein Inklinatorium von Meyerstein. Die Kontrolbeobachtungen 
in der Nähe des Diebsteiches bei Altona konnten auch in diesem Jahre nicht 
ausgeführt werden, zumal in der sonst in der Regel für die Beobachtungen ge- 
wählten Zeit die Cholera in Hamburg— Altona herrschte. 
Deklination. Um unabhängig zu sein von dem Wetter in Hamburg, 
das oft wochenlang die Sichtbarkeit der als Miren dienenden Kirchthürme ver- 
hindert oder stark beeinträchtigt, und gewissermafsen als Ersatz für die nur 
selten zu beobachtende Mire „Buxtehuder Kirchthurm“ wurde das Azimut 
der Axe eines am Ende des rund 27 m langen Tunnels aufgestellten Kollimators 
bestimmt. Nach den vorläufigen Uebertragungen von St. Johannis— Altona und 
St. Katharinen—Hamburg ist das Azimut des Fadenkreuzes zu N 41° 38,46‘ 0 
ermittelt. Durch Instandsetzen dieses Kollimators ist es jetzt möglich, zu jeder 
Zeit sowohl magnetische Beobachtungen als auch Prüfungen von Instrumenten 
vornehmen zu können. 
Zur Reduktion der Deklinations-Beobachtungen auf Tagesmittel mufs her- 
vorgehoben werden, dafs dieselbe von diesem Jahre (1892) an für Hamburg wie 
auch für die übrigen Stationen nach der in diesen Annalen im Januarheft d. J., 
Seite 3, veröffentlichten „Tabelle der täglichen Variation der Deklination zu 
Wilhelmshaven für jeden Monat im Mittel der Jahre 1883 bis 1888“ vorgenommen 
wird. Es ist eine eingehende Vergleichung der früher benutzten Kew-Periode 
1858—62, sowie der jetzt verwendeten Wilhelmshaven-Periode 1883—88 und der 
mit Letzterer gleichzeitigen. Kew-Periode in Bezug auf die ‚tägliche Bewegung 
der Deklinationsnadel ausgeführt, über welche oben berichtet worden ist. Hier 
mag nochmals bemerkt werden, dafs, wenn auch die tägliche Variation in Kew 
und Wilhelrmashaven etwas andere Werthe zeigt und entsprechend der ver- 
schiedenen magnetischen Breite eine numerisch etwas verschiedene sein mufs, 
demnach der Gesammtunterschied für das ganze Jahr bei Verwendung der einen 
oder anderen Periode nur geringfügig ausfällt. 
Die auf das Tagesmittel reducirten Werthe der magnetischen Deklination, 
wie sie zu verschiedenen Zeiten ermittelt wurden, sind die nachfolgenden: 
Januar 19, 12*50"a 12° 3,5 W, reducirt auf Tagesmittel 12° 0,0‘ W. 
Februar 13, 2"14”p 11° 55,2‘ W, 11° 51,8‘ W, 
# 30, 2 5”p 12° 3,5’ W, 11° 59,4‘ W. 
° 1» 0°p 12° 3,0 W, 11° 58,7‘ W. 
12b31”a 12° 8,2‘ W, 12° 24' W, 
1* 0”p 12° 94 W, 12° 3,0‘ W, 
2a 6”p 12° 6,7 W 12° 0,2‘ W. 
1 5°p 12° 65 W, 11° 58,9 W. 
1248” p *2° 17,6‘ W. 12° 11,5 W. 
9h45%a 11°584 W, 11° 58,3‘ W 
1M21”p 12° 4,7 W, 11° 58,2‘ W 
1542” p 12° 3,1’ W, 11° 56,7‘ W 
11h 9”p 12° 19 W, 11° 55,5‘ Vi 
2047” p 12° 10,0‘ W, 12° 44'W. 
21926”np 12° 53 W. 11° 594° W 
4)
	        
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