Die Witterung an der deutschen Küste im Mai 1893,
247
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
Stat.
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Windstärke
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Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, Seite 79.
Unter der Wechselwirkung einer Depression über der südlichen Ostsee
and eines Maximums über Frankreich begann der Monat an der Küste meist
trübe und regnerisch, mit unter der Normalen liegender Temperatur und frischen,
an der Ostsee stellenweise stürmischen Winden aus westlichen Richtungen. Bei
mannigfachen Wandlungen der Wetterlage und entsprechend veränderlichen Winden
blieb die Witterung zunächst kühl und zu leichten Niederschlägen geneigt, welche
zumal im Gefolge eines flachen, durch Norddeutschland nach Ungarn wandernden
Minimums eintraten.
Am Morgen des 5. Mai beherrschte ein über Skandinavien liegendes
Maximum ganz Europa mit Ausnahme des Gebietes eines Minimums im Südosten
des Erdtheiles, welches, von der Balkanhalbinsel kommend, nordwestwärts nach
Centraleuropa wanderte, während sich der Kern hohen Druckes im Norden ost-
wärts verschob, und der hohe Druck stark nach Süden gegen das Depressions-
gebiet vordrängte, so daß am 5. bis 8. starke nordöstliche Winde wehten, welche
am 5. in Brüsterort (Stärke 8 bis 11), am 6. an der Ostsee, am 7. und 8. an
der mittleren Ostsee- bis Nordseeküste vielfach stürmisch, von der Stärke 8,
auftraten — mit Ausnahme des 1. Mai die einzigen stürmischen Winde des Monats.
Neben geringen Niederschlägen wurden am 6. und 7, vereinzelt an der hinter-
pommerschen Küste Gewitter beobachtet.
Am 8. trat an der Küste unter der Herrschaft des Maximums meist
trockenes, vielfach heiteres Weiter ein, welches bis zum 16., im Osten bis zum 18.,
in Memel bis zum 23. anhielt. Nur am 11. bis 13. waren geringfügige Nieder-
schläge zu verzeichnen, am 11. an der hinterpommerschen Küste vereinzelt von
Gewitter begleitet. Die zu Beginn des Monats wenig veränderlichen Morgen-
temperaturen stiegen während dieser Zeit, meist bis zum 18., abgesehen von