Von Kamerun bis Kapstadt.
sichtbar. Am selben Tage wurde Port Alexander an-
gesteuert, woselbst 13 Fischerfahrzeuge in der Nähe der
Küste mit dem Fischfang beschäftigt waren. Die nördlich
vom Hafen gelegene steile Klippe (Landstonecliff) erhält
durch den Schatten der überhängenden Felsen eine dunkle
Färbung und kann deshalb mit Kap Negro verwechselt
werden, besonders da Port Alexander und die Batman-
Spitze erst spät in Sicht kommen. Es wurde gegen Abend
die Tiger-Spitze angesteuert. Dieselbe ist von Norden zuerst
an einer Hütte kenntlich, welche beim Insichtkommen einem
Wrack ähnlich sieht. Die Richtung der Tiger-Halbinsel
wurde mit den von S. M. Knbt. „Hyaene“ gemachten Be-
obachtungen in Uebereinstimmung gefunden, ;
Am 23. und 27. Januar wurde Kap Cross angesteuert.
Das Kap ist von See .aus schwer auszumachen, besonders
bei dem vormittags herrschenden Nebel, und wurde mit
Hülfe einer Breitenbestimmung gefunden. Bei sichtigem
Wetter von Norden kommend, erkennt man die Kap-Cross-
Bucht leicht an dem in der Karte verzeichneten Wrack,
von Süden sichtet man zuerst die ca 200m hohen Berge
südlich von Sierra Point. Hat man dieselben ungefähr
querab, so kommt Kap Cross, einer Insel gleichend, in
Sicht. Von See kommend, kann man das in der englischen
Karte Tit. VIII: No. 13 angegebene, ca 20 Sm nordöstlich
von Kap Cross liegende Gebirge als Marke benutzen. Die
zu. demselben (Dourissa) im Africa Pilot gegebene Be-
schreibung veranlafst jedoch leicht eine Verwechselung. Die
beiden angeführten Spitzen „Zuckerhut“ und „Hahnenkamm“
liegen südlicher (ca 22° S-Br) und markiren sich als einzelne,
steil aus der Ebene aufsteigende Felsen, welche den Namen
Spitzkopjes führen. In der englischen Karte sind bei Kap
Cross zwei Gebirge, Dourissa und Brandberg, angegeben.
Eingezogene Erkundigungen ergaben, dafs ein Dourissa-
Gebirge unbekannt und dal bei Kap Cross nur ein höheres
Gebirge, der ca 1000 m hohe Brandberg, bekannt ist.
Derselbe bildet einen ungefähr parallel zur Küste laufenden
Bergzug. Kap Cross ist auch aus geringer Entfernung sehr
schwer zu erkennen, da es niedriges Land ist. Das Stein-
kreuz auf dem Kap Cross ist fast unsichtbar und als Land-
marke unbrauchbar. Aus diesem Grunde wurde dasselbe
durch ein gröfseres Holzkreuz ersetzt, wie die Skizze auf
Seite 190 veranschaulicht.
Im östlichen Theil der Kap-Cross-Bucht befindet sich
eine gute Landungsstelle, dieselbe wurde durch Aufrichten
zweier Baken bezeichnet. Die Bucht scheint Schiffen gegen
die Südwestdünung etwas Schutz zu bieten.
Es wurde beim Inseegehen draufsen starke Dünung
angetroffen, welche in der Bucht als verhältnilsmäfsig
schwach beobachtet wurde.
Am 24. und 31. Januar wurde die Tswakhoub-
Mündung angesteuert. Dieselbe ist gut an dunklen Büschen
kenntlich, welche sich im Flufsbett und an dessen Seiten
befinden. Eine gute Marke bietet auch die Färbung des
Landes: Das Land südlich vom Tswakhoub ist röthlich,
nördlich davon weifslich. 1000 m nördlich vom Flufs ist
eine deutsche Station, bestehend aus drei Wellblechhäusern,
angelegt; an dem südlichen Flufsufer steht etwas höher
ein weißes Haus mit kleinem Flaggenstock, welches
von Walfisch-Bai mit einem Posten besetzt und weiter
als die deutschen Gebäude, die dicht am Strande liegen, zu
sehen ist.
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