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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1893.
Der Erfolg der grofsen, soeben beschriebenen Anlagen besteht in einer
Vermehrung des Wassergehaltes des Hafens um mehr als 250 Millionen
engl. Kubikfuls oder 57'/4 pCt.
Der Zuwachs an Ankerplätzen und schiffbarer Fläche, d. h. tiefem Wasser
zwischen den Linien von 20 engl. Fufßs betrug 203 Acre oder 114 pCt.
Die hauptsächlichsten Anlagen zur Aufnahme von grofsen Dampfern liegen
auf der Westseite der Insel Keamari. Es sind die folgenden:
I. Merewether Pier. Ei eiserner Pfeilerbau von 312 Fuß (95 m) Länge
mit beweglichen hydraulischen Krähnen (einem von 30 engl. Tons und sieben
von 35 engl. Centnern) und einer Tiefe von 26 Fufs (8,0 m) längsseit bei Niedrig-
wasser Springtiden.
[I. Erskine-Quai. Dieser liegt im Norden, ist in ähnlicher Bauart wie
der Merewether - Pier 2008 Fufs (612 m) lang, vermag fünf Schiffe der gröfsten
Art aufzunehmen und hat eine Tiefe von mehr als 26 Fufß (7,9 m) bei Niedrig-
wasser, Er ist versehen mit beweglichen hydraulischen Krähnen (einem von
12 engl. Tons und 22 von 35 engl. Centnern).
Sowohl der Pier wie auch der Quai werden elektrisch erleuchtet, wenn
die Schiffe bei Nacht arbeiten.
Die Ladung wird direkt aus- und eingeschifft in und von Kisenbahn-
waggons, die mit hydraulischen Spillen und Lokomotiven gehandhabt werden.
Dampfer der „Hall“-Linie kommen mit voller Ladung Kohlen, Eisenbahnmaterial
and Stückgüter an, die gelöscht wird, und nehmen dann eine volle, hauptsächlich
aus Getreide, Baumwolle, Wolle und Häuten bestehende Ausfuhrladung ein;
gesammte Tonnenzahl ungefähr 11000 engl. Tons in neun Arbeitstagen.
Schiffe, die eine volle Ladung von Kohlen oder KEisenbahnmaterial ausschiffen,
löschen durchschnittlich 600 engl. Tons per Tag. Der Schraubendampfer „Knight
of St. John“ entlöschte am 12. Februar des letzten Jahres und den folgenden
Tagen gegen 750 engl. Tons Kohlen per Arbeitstag aus vier Luken.
Am 6. August letzten Jahres lud der Schraubendampfer „Arab“ mit
fünf Luken 1704 engl. Tons Weizen in 12 Stunden. Schiffe, die mit vier Luken
eine volle Ladung Getreide etc. laden, nehmen häufig 1100 bis 1200 engl. Tons
den Tag ein.
Infolge der vorhandenen und erwarteten Zunahme des Handels soll sofort
mit Vermehrung der Quais vorgegangen werden, indem der Erskine-Quai um
1800 Fufs (549 m) nach Norden ausgedehnt und so die Lade- und Löschgelegenheit
am vier, je 450 engl. Fuß lange Liegeplätze vermehrt wird.
Die Geeignetheit des Hafens zu weiterer Ausdehnung geht bei Weitem
über die voraussichtlichen Bedürfnisse des Handels während der nächsten Zu-
kunft hinaus.
Dicht an dem Pier und den Quais zu Keamari sind die folgenden Schuppen
errichtet worden: Bei dem Merewether - Pier Pfeilergrundfläche 7000 engl. Quadrat-
fuß, an dem Erskine-Quai Pfeilergrundfläche 50000 engl. Quadratfuls, an den
Eisenbahnquais 57000 engl. Quadratfufs. Im Ganzen 114000 engl. Quadratfufs.
Es wird beabsichtigt, an dem oberen Ende des Hafens einen grofsen
Einfuhrplatz von 19 Acre Ausdehnung zu errichten, mit Speichern und Transit-
schuppen für Stückgüter etc,
Das Petroleumdepot ist auf dem Südende von Keamari gelegen.
Mit Explosionsstoffen ankommende Schiffe haben auf dem Strome auf der
Höhe der Manora-Spitze zu ankern, wo Explosionsstoffe auf schwimmende Magazine
übergeführt werden müssen.
Die Native Jetty für die einheimischen Fahrzeuge und Leichter an dem
oberen Ende des Hafens in der Nähe der Stadt Karäztshi ist ein schöner breiter
1400 Fufß (427 m) langer Quai mit geräumigen Schuppen, einem Handkrahn von
10 engl. Tons, zweien von drei engl. Tons und dreien von zwei engl. Tons und
bat 12 bis 14 Fufs (3,7 bis 4,3 m) Wasser an seiner Südseite bei Niedrigwasser.
Die Napier-Mole-Bootswerft liegt auf der Südseite des Kanals, gegen-
über der Native Jetty. Der Quai hat eine Länge von 680 Fufs (207 m), dieselbe
Wassertiefe und wird gebraucht zum Landen von Feuerholz, Gras. Explosivstoffen
und anderen brennbaren Gegenständen.
Augenblicklich giebt es nur ein kleines Trockendock zu Manora für die
Hafenbagger-Flotille, es wird aber geplant, in nächster Zeit ein 500 Fulß (152 m)