A die
&
Barom., red. auf Meeresniveau
und die Schwere auf 45° Br.
Fägl. Schwankung d. Barom.
Trockenes Therm. im Schatten
Feuchtes ® Pr »
Relative Feuchtigkeit, %
Dampfspannung
* Sonnenhitze im Vakuum
Temperat.-Maxim. im Schatten
; Minim. »
» % „ Grase
Regenfall, mm
*Täglicher Windweg, Miles
Windrichtung
Bewölkung, %
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1893.
Zlima von Madras, 1861 bis 1890, 7m über Meer.
Januar
Febr.
März
— April ‘
Mai
Juni
Juli
August Septbr.| Oktbr. | Novbr.
Dezbr. Jahr
760,7 '
59,9
30 32 3383 34 32 31
23,8 24,8 26,8 29,0) 30,6 30,4
20,6! 21,4 23,3| 25,3| 25,8, 248
73 3 m 73 | 67! 8
17,3! 18,2 20,5! 28,2 28,3 213
41,2 41,9 1425' 43,2 436 42,1
28:6 29,9 31,7 38,7 36,5 36,7
19,8 20,1 22,4 25,2 27,2 27,0
17,3' 17,7 20,31 23,5| 26,1| 25,9
20 8 7 12 45 66
145 |123 151 186 224 220
NEZE E SE SEE SzE SWzS
37 24 | 23 | 28 | 38 | 64 |
54,0
53,2
53,8
54,4
55,0 56,8
33 32
28,4 27,1
24,6 24,2
72 78
22,0 22,2
42,4 140,3
33,8 31,5
25,1 241
23,8 29,7
110 274
156 128
3SW NE
53 | 58
58,8
60,31
756,8
31 82
29,3 28,4
24,4 24,5 |
85 70
31,0 21,7
40,5 41,8
35,3 34,2
25,9 25,2
24,8 24,1
105 122
98 174
SW SWzS
71 | 67 |
2,9 2,8 3,2
25,3 24,22 27,3
22,7 214: 23,6
79 77 72
20,2 18,5] 20,8
38,6 38,7! 41,4
29,2 28,2 324
224 212) 23,8
20,9 19,1] 22,2
345 146 11262
162 ' 180 | 170
NEzZN NNE| SE
39 | 52 49
W. KK.
Notizen.
1. Beobachtung von Wasserhosen im Nordatlantischen Ocean,
von E. F. Kirchheim, zweitem Offizier des Dampfers ‚Ascania“‘‘,
Am 23. August 1892 um 7 Uhr 30 Min, morgens befanden wir uns auf
der Reise von Hamburg nach Westindien in 32° 42’ N-Br und 62° 55‘ W-Lg.
Der bis dahin südwestliche Wind von der Stärke 2 frischte um diese Zeit etwas
auf. Im Norden stand in einer Höhe von ungefähr 4!/2° über dem Horizont eine
lange schmale Nimbuswolke, welche sich sehr langsam in der Richtung des Windes
fortbewegte, während der ganze übrige Himmel nur mit einigen Cumuluswolken
bedeckt war. Plötzlich entwickelte sich aus der Nimbuswolke eine dünne Wasser-
hose, die schnell an Umfang zunahm. Der obere Theil derselben, bis auf etwa
zwei Drittel ihrer ganzen Länge nach unten, hatte das Aussehen eines Schlauches,
der bald stärker, bald schwächer wurde; der untere Theil bildete eine Fontaine,
Die Seiten der Wasserhose waren oben scharf begrenzt, ließen sich jedoch auch
zeitweise durch die Fontaine hindurch bis auf den Meeresspiegel hinunter ver-
folgen. Eine rotirende Bewegung derselben ließ sich wegen der ungefähr 3 bis
4 Sm betragenden Entfernung nicht wahrnehmen. Die Hose hing nahezu senk-
recht herunter, und ihre mit der Nimbuswolke gleichen Schritt haltende Fort-
bewegung war eine äußerst langsame. Nach annähernd 15 Minuten Dauer
begann die Erscheinung zu verschwinden, indem der untere Theil derselben all-
mählich in Regen überging, wohingegen der obere Theil noch 3 bis 4 Minuten
länger sichtbar blieb.
Gleich darauf bildete sich aus derselben Wolke eine zweite Wasserhose,
welche jedoch stärker war als die erste und 22 Minuten anhielt. Dieselbe be-
wegte sich bald langsamer, bald rascher als die Nimbuswolke. Ihr unterer Theil
war scharf begrenzt. Die Hose verschwand so rasch, als sie gekommen war,
indem ihr Durchmesser sich immer mehr verkleinerte, bis das Ganze sich in
Regen auflöste.
Eine dritte Wasserhose war im Entstehen begriffen, während die zweite
eben ihre größte Ausdehnung erlangt hatte. Sie lag gewissermafsen schräg vor
der Letzteren, entwickelte sich nur schwach und war etwa 4 Minuten sichtbar.
Nach dem Verschwinden der Erscheinung trat ein starker Regen ein; die
See war überall ruhig, und nur unter den Wasserhosen wurde kabbeliges Wasser
eohachtet.