Seemann und Köppen: Tropische Wirbelstürme im südlichen Indischen Ocean. 91
Beidrehen dieserhalb jetzt‘ nicht mehr nöthig. Denn der Drehung des Windes
nach mußte er sich schon im Westen derselben befinden.
„Hugo“,
Kapt. F. C. Meyerheine.
Dat. 3 g 1
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„George“,
Kapt. Schwartine.
‚.Indra‘*®, Kapt. Gieseke.
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758,5| 26,8
759,7| 26,8
758,5| 26,3
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752,4| 22,9
753,2| 23,6
753,4| 23,9
752,9| 23,2
755,7| 22,8
756,9| 24,1
757,2/ 23,8
759,4| 23,8
760,4| 23,7
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* Die Bemerkungen im Journal des „Hugo“, welche zeigen, dafs Kapt.
Meyerheine die Lage vollkommen richtig übersah, lassen wir hier folgen:
„16. April. Gegen Mittag kommt eine hohe Nordnordwestdünung auf;
ich fürchte, wir haben es hier nicht mit einem gewöhnlichen Herumdreher,
wie man sie häufig hier hat, zu thun, sondern wir befinden uns am Südostrande
einer Cyklone. Wilde, hohe See.
Um 5" noch ein Regenschauer. Gegen Sonnenuntergang klarte die Luft
gänzlich ab, nur einige Cir-s blieben noch. Die See ist auch weniger hoch und
stürzend.
Gegen 8 wieder leicht bewölkt.
Seit 10* machen sich einige hohe Roller aus SW bemerkbar.
17. April. 4°a völlig klar. Schiff arbeitet schwer.
8b a. Die See ist höher und ungestümer. Die Luft sieht noch weich und
schauerfrei aus.
Ich bin zu der Ueberzeugung gelangt, daß wir uns am Südostrande der
Uyklone befinden; aus NW und Nord kommen zeitweise ganze Berge angerollt,
Aus den bisher angestellten Beobachtungen glaube ich das Centrum im WNW
von mir und ziemlich langsam nach SW fortschreitend; ich denke, es ist das
Beste, mit dem tiefbeladenen Schiffe mit B. B.-Halsen beizudrehen.
Gegen 4* wird es schaurig; die See stürzt förmlich gegen das Schiff und
zwingt dasselbe zu gräfslichem Arbeiten, Mit Sonnenuntergang liegt eine dicke
Stratusbank in WNW, die sich mit grofser Schnelligkeit nach SW ausbreitet.
Die übrigen Wolken ziehen recht aus Norden.
Bis 9* schaurig; seit 10* wieder klarer, Luft jedoch diesig.
18. April. 4*a Luft drohend,. Wind und See zunehmend; Verschanzung
an mehreren Stellen eingeschlagen. Das Schiff arbeitet entsetzlich. — 8a.
Trotzdem dafs die Takelage etwa vor. acht Tagen steif gesetzt wurde, kommt
dieselbe so.lose, dafs wir sie mit Taljen einschwichten mufsten. Noch will der
Wind nicht aufraumen.
Seit 12" heftige Böen mit Regen (10); der Wind holt langsam nörd-
licher. Berghohe See; sowie der Wind raumer läuft, holt auch die See nörd-
licher. Schiff arbeitet schrecklich.
Seit 5"p wird es schnell handiger; auch die See nimmt ab, Mit Sonnen-
antergang zeigt sich ziegelrothe Abendröthe, grofser Hof um den Mond. Mehrere
Landvögel an Bord.
Zwischen 9 und 10* einige Schauer. Ende der Wache wird der Seegang
wieder. verworrener.