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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Seemann und Köppen: Tropische Wirbelstürme im südlichen Indischen Ocean. 89 
gut festgemacht. Der Wind nahm an Stärke nur wenig zu und blieb auch ziem- 
lich beständig bis zum 17., morgens 6 Uhr, als der Wind anfıng, nördlich zu 
gehen und etwas zuzunehmen; machten das Kreuzuntermarssegel fest und holten 
Sturmsegel aus. Nur langsam nahm der Wind zu, jedoch das Barometer begann 
wieder zu fallen. Am 17. 4® p machten das Voruntermarssegel fest und setzten 
Sturmstagfock, und da der Wind noch mehr nördlich holte, wurde um 5*p. auch 
das Grofsuntermarssegel festgemacht, Das Wetter nahm immer mehr zu; Alles 
ist Gischt oder Regen, zu unterscheiden ist es nicht. Nach 6"p bemerkten wir, 
dafs der Wind anfing, wieder östlich zu holen; versuchten, mit dem Schiffe zu halsen, 
das Manöver war aber nicht auszuführen, da die Sturmstagfock aus den Lieken 
geweht war. 
Der Wind nahm immer mehr zu und lief östlicher und dann südlich; um 
8h beorderte ich die Mannschaft in die Kajüte; die Kraft der Windstöfse spottet 
aller Beschreibung. Das Schiff liegt im Wasser begraben, und Wellenberge 
brechen von allen Seiten über dasselbe; um 11 wehte die Vorbramstenge mit 
Allem daran über Bord. Um 12 5" wurde es in weniger Zeit, als es nieder- 
geschrieben werden kann, total still, der Mond und zwei Sterne kamen durch, und 
das Schiff richtete sich etwas auf; Barometer 717,5 mm, stark pumpend; sahen, 
dafs an St.B. die ganzen Schanzen verloren und am großen Want sämmtliche 
Rüsteisen, sowie die Rüsteisen an den G.-Stengepardunen weggebrochen waren. 
Die Windstille dauerte höchstens 15 Minuten, worauf der Wind, welcher zuletzt 
aus etwa SSW geweht hatte, mit fürchterlicher Gewalt aus WSW wieder ein- 
setzte; glücklicherweise fiel das Schiff ab, legte sich freilich fast platt auf die 
Seite: die Ladung ging über, und kolossale Seen wälzten sich über das Schiff.“ 
„Wera‘%, Kapt. Leopold. 
‚Urania‘ 
3 2 66 
Kapt. Prüchtenient. | „Fortuna“, Kapt. Mangels. 
Am 11. bis 14. April hatten beide Schiffe steife östliche 
Winde mit heftigen Regenschauern. 
Seit dem 9, Wind ESE 5—6, Wetter 
anbeständig, Regenböen. 
Dat. 
1886 
Chr- 
zeit 
| 4 | wma 
Fan 
IE 
8 | wina !r 
m 
8 [8 ind Ir 
5 18 Wind F See 
SS - 
15./4. 
4ba 758,0)ENE 
8ha 759,0JENE 
12ha 758,3JENE 
4hp 758,1|NE 
8hp 758,0)NEzN 
j2hp 758,1|NzE 
4ha 757,3/NE 
8ha 758,7]ENE 
12ha 756,8/(ENE 
4hp 755,5JENE 
8b p 755,3/E 81107. 
12hp 754,3JESE $—7l101 
4ha 754,3|EzN 7-—8|10') 
8ha 754,5NE 3—9/19[] 
i2kha 752,5/NE 38—91° 
4b p: 749,4/NEzN 9/10) 
8b p ‘ 746,1/ENE 11110) 
L2bp 717,58SW 1239 
4ba 747,01SSW 17 
8ha 755,5/SW 9—' 
i2ha 758,5/'W 5— 
ihp — |WSW 5— 
8hp 762,1/WSW 
J2bp 762,9SW 
dha 762,9ISW 
8ha 764,01SW 
12h a | 763,31SW 
Ss 
& 
5 
> 
ll 
757,7|ENE 
758,4 ENE 
758,2/ENE 
757,7|ENE 
758,0/NEzE 
758,1|N 
756,7/E 
758,0/NE 
758,0/NE 
757,6'ENE 
757,4 ENE 
756,4/NEzE 
756,9/NEzE 
755,3 ENE 
754,3/ENE | 
752,4/NE / 
750,4,NEzZE 7— 
746,4NE 8— 
736,6NE 10— 
736,5/NNW 11—: 
746,3/WzN 9—1 
752,6|W 
— |W 
757,3SW 
757,7/SW 
758,4SW 
760.1'SW 
756,6! 26,1 |NEzE 
758,0| 25,9/EzN 
757,0. 27,7|NEZE 
756,1! 27,7\NE 
757,0) 27,JENE 
756,8! 27.0/NEZE 
756,1 26,8|NE 
756,6| 26,7INE 
756,3 27,8|NE 
755,5 27,7)ENE 
756,8! 26,7NE 
756,8) 26,2/|NEzE | 
7007 26,5/NEzE „0 oo 
755,9! 26,4 NEZE 55h 
753,1 27,1 NE 6 el SE 
750,6| 26,9INE alıolf As 
749,5! 26,3|NE a9) ?5 
746,5| 25,1 |NEZN 9—10| 8/Kreuz 7 
738,6 — |NEzN 10—.11110] 2 
7384) — NNW u Lo 33 
744,8| 23,3'WNW 9101 zz 
750.4 23,6|W. 18) ST 
753,4! 24.1 WzS 30 = 
754,6) 23.4SWzW. 383/5| „A 
756,5| 22,9/SW all Tz 
758,3| 22,3SW 2| 4f &] 
7584| 23 1|SSW a3) = 
16/4 
17.174. 
18./4. 
On 
19./4. 
Al 
Im Journal der 
während wechselnden 
15. zum 16. heißt es: 
aus allen Richtungen.“ 
Ann. d. Hydr. efie.. 1893. Hafg UI. 
„Urania“ ist der Seegang, am 15. bis 19. als aus fort- 
Richtungen kommend angegeben. In der Nacht vom 
„Rasch aufkommende hohe See von NW, mit Kreuzsee
	        
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