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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

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Verhältnifs zwischen Beaufort’s Skala und Windgeschwindigkeit. 
noch oft vorkommen, als den Ausflufs eigenthümlicher Bedingungen, sei es bei 
den Schätzungen, sei es bei den Messungen, ansehen. Allerdings ist zu erwarten, 
dafs die Schätzungen sich einigermalsen nach der mittleren Windstärke richten, 
an welche der Beobachter gewöhnt ist, und daher in verschiedenen Gegenden 
der Erde für gleiche Geschwindigkeit etwas verschieden ausfallen müssen. 
Das Mittel der fünf Reihen kann gegenwärtig als der beste Ausdruck für 
lieReduktion von Beaufort-Skala in Meternper Sekunde und umgekehrt, wenigstens 
für Küstengegenden und Ebenen in unseren Breiten, gelten. Für Stärkegrade 
unter 2 und über 8 ist die Reduktion unsicher. Das Resultat läfst sich bequem 
so ausdrücken: 
Die Windgeschwindigkeit in Metern per Sekunde wird durch den 
doppelten Werth des Beaufort’schen Skalengrades ausgedrückt, mit 
einer Korrektion, k= aß + bß*, worin a ungefähr —= — 0.4 und b 
etwa + 0,06 ist. 
W. Köppen. 
Kleine Notizen. 
i. Rat-Insel, Houtman Abrolhos (Westaustralien), Kapitän 
M. Martens von der deutschen Bark „Capella“ berichtet über diesen Platz: 
Am 5. Dezember 1889 um 7 Uhr Morgens sichteten wir am Schlufs unserer 
Reise von La Plata nach Freemantle die Rattnest-Insel im ONO, Abstand etwa 
10 Sm. Um 10% Uhr erhielten wir von dort einen Lootsen, der das Schiff um 
12 Uhr auf Gage Rhede (Freemantle) zu Anker brachte. Von hier versegelten 
wir darauf am 8; und am 10. desselben Monats Morgens ankerten wir bei 
Rat-Insel. 
Den über diese Insel in den „Annalen der Hydrographie u. s. w.“ Jahr- 
gang 1888 Seite 474 ff. erschienenen Berichten verschiedener Kapitäne, die der 
Seewarte von Herrn Oldry, Williamson & Day zur Veröffentlichung übergeben 
wurden, habe ich noch Einiges, besonders über die Errichtung dreier Baken 
hinzuzufügen. Auf der kleinen Insel, der vierten südlich von Rat-Insel, welche 
man im Nordwest erblickt, sobald man dicht vor dem Süd-Kanal steht, sind 
zwei Baken, eine schwarze und eine weifse, in der Richtung SO—NW von 
einander, errichtet. Die erwähnte kleine Insel ist in der Karte noch unbenannt, 
hier aber unter den Namen Beacon Island allgemein bekannt. Ihre Lage scheint 
mir auf der im Jahre 1886 durch Staff-Commander Coghlan R. N. verbesserten 
Karte etwas zu nördlich gegeben zu sein, eine Ansicht, die von dem hiesigen 
Leiter der Geschäfte der Herren Broadhurst, Mc Neil & Co. getheilt wird. 
Auf der Insel Woody steht aufßser der in den früheren Berichten erwähnten 
Bake — Stange mit Fafßs — jetzt eine zweite von geringerer Höhe, aber gleicher 
Beschaffenheit, d. b. sie ist ebenfalls an ihrer Spitze mit einem Fafs versehen. 
Im Besitz der vorerwähnten Berichte, die mir gütigst von der Seewarte und 
meinen Rhedern, den obengenannten Herren, zugestellt worden waren, durchsegelte 
ich den Süd-Kanal, wobei ich alle Angaben der Berichte als zutreffend fand; ab- 
gesehen natürlich von dem Umstande, daß der drei hinzugekommenen Baken 
noch keine Erwähnung gethan wird. KErleichtert wurde die Einsegelung dadurch, 
dafs sämmtliche flachen Stellen vom Halbdeck aus zu erkennen waren. Aufser- 
dem gewährte der Anblick eines uns von Rat-Insel entgegen kreuzenden Leichters, 
von welchem gerade, als wir um Woody Island herum auf NzO-Kurs einbogen, 
der Verwalter von Rat-Insel an Bord kam, der das Schiff nach dem in den 
genannten Berichten angegebenen Ankerplatz brachte, eine Beruhigung. 
Meiner Ansicht nach sollte bei einer Ansegelung der Inselgruppe stets 
die Insel Hummock in Sicht geiaufen und in nächster Nähe passirt und von 
dieser der Kurs auf die Insel Woody gesetzt werden. Auf der erstgenannten 
Insel, welche von einem gelblichen Sandstrand eingefasst wird, befindet sich
	        
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