Börgen: Ueber die Berechnung eines einzelnen Hoch- oder Niedrigwassers,
Mit dem eben gefundenen Werthe von a als Distanz und dem auf
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den nächsten vollen Grad abgerundeten Argument 2, — @, —i-90° als Kurs
entnehmen wir die Gröfsen a sin (2 — 1 — 1- 90°) = Abweitung und
2*23
A cosS (2 — @, — i+ 90°) = Breitenunterschied und geben der ersteren
aT’z
Gröfse das entgegengesetzte Vorzeichen. Der Werth von A, kann aus (26)
nur durch successive Näherung gefunden werden, weil rechts im Nenner noch
cos A, vorkommt. Als erste Näherung setzen wir rechts cos 49, = 1 und
suchen denjenigen Kurswinkel auf, welcher für irgend eine Distanz, die wir
nicht weiter zu berücksichtigen brauchen, als Abweitung den Zähler und als
Breitenunterschied den Nenner von (26) ergiebt; dies ist ein angenäherter Werth
von A%,. Die zweite Näherung ergiebt sich, wenn wir den cos A, zu dem
oben gefundenen Breitenunterschied hinzuaddiren und wieder wie vorher den
Kurswinkel suchen. Das Hundertfache des cos Ar, findet man bekanntlich als
Breitenunterschied für die Distanz 100. Weicht das neue de, von dem zuerst
gefundenen ab, so ist der cos des neuen Ay, aufzusuchen und dieselbe Operation
wie vorher zu wiederholen, und dies ist so lange fortzusetzen, bis zwei nach
einander gefundene Werthe von 4%, nicht mehr von einander abweichen. Ist
das zuerst gefundene Aw, << 12°, so kann von einer Wiederholung der Rechnung
überhaupt abgesehen werden.
Mit diesem Werthe von 4, ergiebt sich nun = , + 40, und die
Zeit der gesuchten Phase tw =— T + (g + i-90°) 0,069% Die Verwandlung
von & +i-90° in Zeit durch Multiplikation mit 0,069* = 4,14” kann durch
eine unten gegebene Hülfstabelle erleichtert werden.
Zur Berechnung der Höhe der gesuchten Phase suchen wir zuvörderst
die Größen M,r, und Kr, auf, deren Logarithmen wir vorhin gefunden haben, und
bilden die Argumente: 2 (p — 9, + i+ 90°) = 2 (4; + i- 90°) und — 0, +
190° = 0, — ı + (402 + i- 90°), entnehmen der Koppeltafel mit diesen
Winkeln als Kurse und den Gröfsen M,r, bezw. Kır, als Distanzen die ent-
sprechenden Breitenunterschiede, deren algebraische Summe die Höhe h„ der
Phase oberhalb (+) oder unterhalb (—) des Mittelwassers ergiebt. Wird hierzu
die der Jahreszeit entsprechende Höhe A, des Mittelwassers über dem Niveau
der Lothungen, welche Größe zu den Lokalkonstanten gehört, hinzuaddirt, so
erhält man endlich den Wasserstand Hu über dem letzteren Niveau zur Zeit tn
der betreffenden Phase.
Nachstehend geben wir die beiden oben erwähnten Tabellen: 1. zur Er-
leichterung der Auffindung der Gegend der Koppeltafel, in welcher man den ge-
suchten Kurswinkel zu suchen hat, und 2, zur Verwandlung von in Bogenwerth
gegebenen Größen in Zeit.
tang. | Winkel
0,0
0,1
0,2
0,3
v4
0,5
0,6
27
0,8
0,9
6
11 |
7
29
9°
27
31
35
39
42
tang. | Winkel
1,0 45°
1,25 A
15 56
„75 60
7,0 Rd
25 68
3,0 72
2,5 74
4,0 76
4,5 77
tang. Winkel
y
6
7
3
3
10
15
20
30
Kr Y
79°
81
82
83
33,6
34,3
36
87
88
30
|
|