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Die Witterung an der deutschen Küste im Oktober 1892.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
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2,0 2,5 (1,7
130 3,5 13,9
Die Wetterlage im Oktober war eine recht veränderliche und bot zumal
in der letzten Dekade bemerkenswerthe Fälle der Bewegungen einer Cyklone und
Anticyklone. Schwere Stürme traten nicht auf; sehr ergiebige Niederschläge
wurden mehrfach beobachtet.“ Die Morgentemperaturen lagen am 1. bis 3., 6.
bis 9., 28. bis 31. vorwiegend über, sonst meist unter der Normalen.
In den ersten Tagen stand die Küste unter der Herrschaft eines über Grofs-
britannien lagernden niedrigen und eines über Finnland lagernden hohen Druckes,
welche Wetterlage südliche bis östliche Winde bedingte. In Begleitung von
Gewittern erfolgten am 1. an der Nordsee starke Niederschläge, am 2. hatte fast
lie ganze Küste meist mäfsige Niederschläge, während am 3. ein von Süd-
deutschland nach der Ostsee vorgedrungenes flaches Theilminimum dieser Küste
vielfach starke Niederschläge‘ in Begleitung von Gewittern in den Nächten vom
2. zum 3, und 4. zum 5, Oktober brachte. Nachdem am 4. und 5. meist
trockenes, an der Ostseeküste meist heiteres Wetter geherrscht hatte, traf neue
Trübung ein, als ein Theilminimum von Südfrankreich aus nach der Nordsee
wanderte, wodurch eine kräftige Zufuhr warmer Luft durch südwestliche Winde
bedingt wurde, welches sich durch ein Steigen der Morgentemperaturen, im Westen
am 6., im Osten am 6. und 7. (Memel noch am 8.) bemerkbar machte. Stür-
mische Winde traten aus SW in der Nacht zum 7. an der Nordseeküste, am 7.
aus SE an der östlichen Ostsee auf. Die im NW lagernde Depression
gewann nun nach Osten hin an Ausdehnung und bedingte für die ganze Küste
bei meist südwestlichen, am 8. vielfach stürmischen Winden leicht regnerische
Witterung am 6. bis 8. Am 9. bis 11. wanderte ein Minimum, auf der Südseite
jenes, inzwischen nach dem Skandinavischen Meere verlagerten Minimums, von
Schottland über die Jütische Halbinsel nach der Ostsee, von mäfsigen südwest-
lichen Stürmen am 9. bis 10. an der Küste begleitet, sowie von Regenfällen,
welche zumal am 10. an der Nordsee sehr ergiebig und in der Nacht zum 10.
hier von Gewittern begleitet waren, Es fielen am 7, in Keitum 21, am 9. in
Wangeroog 20, am 10. in Brunshausen 21, Tönning 22, Brake 38, Karolinensiel 31,
Nesserland 20, Geestemünde 30, Wilhelmshaven 22 und Borkum 35, am 11. in
Cuxhaven 26 und am 12. in Memel 22 mm Regen.
Nachdem sich jenes Minimum über der Ostsee am 12. ausgefüllt und im
NW der Druck stark gestiegen war, trat am 13. und 14. trockene und vielfach
heitere Witterung an der Küste ein, bei östlichen Winden, bedingt durch. ein
ostwärts gerichtetes Vordrängen des hohen Druckes im NW und ein über Süd-
frankreich erschienenes Minimum. Dieses verlagerte sich schnell nach dem
Kanal, während Theilminima durch Centraleuropa zunächst nordwärts vordrangen
und längs der Südseite des hohen Druckes westwärts fortschritten. Es bildete
sich eine, am 16, von Nordfrankreich nach der südlichen Ostsee gestreckte
Furche niedrigen Druckes, welche in der Folge durch den von West vordrän-
yenden hohen Druck nach Ost verlagert wurde; am Morgen des 18, verläuft die
NNW—SSO gerichtete 760 mm Isobare über die Odermündung, während der
Druck im NW 770 mm übersteigt. Am 15. und 16. wurden an der ganzen Küste,