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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

447 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1892. 
Il. Heimreise. 
Datum 
18992 
April 
73 
"4 
25 
26 
Mittagsposition 
Breite N 
Länge © 
3° 197 
50 33° 
5° 527 
5° 46 
5° 42 
5° 1 
7° 5° 
3° 13° 
8° 55 
3047’ 
10° 41 
1° 30° 
12° 14 
12° 18* 
13° 34° 
16° 58° 
20° 277 
23° 46° 
26° 55° 
3Q° 557 
100° 29’ 
96° 51 
92° 40’ 
38° 19% 
83° 52’ 
79° 37° 
75° 42' 
71° 35° 
57° 23° 
683° 17° 
58° 59° 
54° 23° 
50° 5° 
45° 40’ 
43° 0 
40° 49‘ 
38° 28° 
36° 39° 
34° 27 
320° 397 
Temperaturmittel 
Luft 
Masch,- 
Raum 
Heiz- 
Raum 
= 
25,8 
27,7 
27,0 
28,1 
28,0 
27,5 
28,1 
27,7 
28,3 
27,5 
27,7 
27,6 
27,9 
27,9 
28,0 
27,6 
26,3 
23,2 
22,6 
17,5 
| 46,2 
46,1 
| 47,3 
| 47,0 
46,8 
| 44,0 
I 44,0 
45,0 
45,5 
I 45,7 
ı 46,0 
46,3 
46,4 
46,3 
50,4 
49,0 
53,2 
52,38 
58,1 
48,8 
47,8 
49,0 
49,3 
49,0 
49,3 
52,1 
51,3 
53.0 
44,7 
43,3 
41,1 
39,9 
395 
| 48,8 
47,9 
45,8 
| 42,3 
443 
Mittel der relativen 
Feuchtigkeit 
Anzahl 
der 
Be- 
 obach- 
tungen 
Masch =: Heiz- 
Luft | Raum Raum 
lo 
fur 
7u 
13 
67 
1 
31) 
:0 
46 
44 
39 
45 
46 
| 
| 
/0 
37 
32 
35 
43 
20 
© 
) 
» 
a 
35 
20 
31 
34 
27 
8 
10 
8 
7. 
7 
; 
{ 
7 
95 
85 
39 
73 
‘1 
80 
52 
| 70 
7 
% 
‘56 
10 
37 
239 
32 
35 
34 
33 
43 
| 
28 
28 
25 
28 
37 
ul 
8 
Die Fahrt durch das Rothe Meer, welche auf der Aus- wie auf der Rück- 
reise je drei ganze und zwei halbe Tage in Anspruch nahm, fiel in die Tage 
zwischen dem 23. bis 28. Februar und dem 21. bis 26. April. Die Windrichtung war auf 
der Ausreise anfangs eine rein nördliche, welche in der Folge über NE im 
mittleren Theile des Meeres in eine östliche, im südlichen Theil in eine südöst- 
liche umsetzte. Im nördlichen Theil war der Wind frisch, ca 4 der Beaufort’- 
schen Skala, flaute im mittleren Theil auf 1 bis 2 ab und verstärkte sich im 
südlichen Theil bis 6 bei stark bewegter See und ziemlich erheblicher Schiffs- 
bewegung. Die Bewölkung war, aufser dem 25. und 27. Februar, im Ganzen 
gering; sie war am Morgen und Vormittag am ausgebreitetsten, die Nachmittage 
ınd Abende waren meist klar, Am 24, und 26. Februar wurden Cirruswolken 
beobachtet, ohne dafs deren Zugrichtung festgestellt werden konnte. Nieder- 
schläge kamen bis auf einen mäfsigen Thaufall in der Nacht vom 26. zum 27. Februar 
nicht vor. Für die relativ sehr niedrige Durchschnittstemperatur des 23. Februar 
sind die auf die Suezkanalfahrt fallenden ersten Morgenstunden ausschlaggebend. 
Während auf dem Suezkanal zwichen dem täglichen Maximum und Minimum eine 
Differenz von 13,8° bestand und die Temperatur kurz vor Sonnenaufgang bis auf 
5,2° sank, ging diese Differenz bereits am folgenden Tage bis auf 1,9° herab 
und betrug während der übrigen Tage 1,9°, 2,6°, 1,1°. 
Auf der Rückreise wehte im Rothen Meer, abgesehen von dessen süd- 
lichstem Theil in unmittelbarer Nähe von Perim, eine gleichmäfsig kräftige nörd- 
liche und nordwestliche Briese, welche namentlich im nördlichen Theil leichte See- 
und Schiffsbewegungen bewirkte. Die Windstärke schwankte zwischen 3 und 5. 
Von Bewölkung fehlte jede Spur. Der Himmel hatte einen gleichmäfsig graublauen 
Farbenton, der in der Nähe des Horizontes ins Gelbgraue bis Graurothe über- 
ging. Die Dunstschicht über dem Horizont war so mächtig, dafs z. B. am 
23. April die Sonne bereits in einer Höhe von 10° über dem Horizont durch 
dieselbe völlig dem Auge verdeckt wurde, Die Intensität der Dämmerungs- 
erscheinungen und der Glanz des Sternhimmels war auf diesem Theil der Reise 
besonders bemerkenswerth. Niederschläge wurden nicht beobachtet, Die mittlere 
Tagesamplitude der Temperatur betrug 2,28° gegen 1,88° im Februar. 
Der Golf von Aden wurde auf der Ausreise durchfahren am Nachmittage 
en 28. Februar, am 29, Februar und am 1. März, auf der Heimreise am 19, und 
0, April.
	        
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