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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

Haltermann: Wind- und Wetterverhältnisse an der Südspitze Amerikas. 
DAF 
778 mm am 5. Mai 89, in 48° S-Br und 89° W-Lg beobachtet von „Najade“. 
780 mm 9. Oktober 90, in 42° S-Br und 93° W-Lg beobachtet von „Thalia“. 
Unter 720 mm gesunkene Barometerstände finden sich angegeben: 
718 mm am 28. Aug. 83, in 56° S-Br und 78° W-Lg beobachtet von „Kaiser“. 
713 mm am 18. Sept. 83, in 60° S-Br uud 74° W-Lg beobachtet von „Rosa y Isabel“ 
701,5 mm am 16. Juli 86, in 59° S-Br und 78° W-Lg beobachtet von „Panama“ 
719 mm am 25. April 89, in 56° S-Br und 80° W-Lg beobachtet von ‚„Najade“. 
716 mm am 10. Juni 89, in 58° S-Br und 74° W-Lg beobachtet von „Martha“. 
698,4 mm am 13, April 90, in 59° S-Br und 69° W-Lg beobachtet von „Nereus“, 
716,5 mm am 19. April 90, in 58° S-Br und 69° W-Lg beobachtet von „Nereus“, 
Dafs die Barometerschwankungen in der Gegend der Südspitze Amerikas 
aufserordentlich grofs sind, ging schon aus der in diesen Annalen 1882 ver- 
öffentlichten Arbeit von Dr. Köppen (Seite 275 bis 289) hervor. Dieselbe ergab 
in dieser Hinsicht das Folgende für monatliche Barometerschwankungen im 
Durchschnitt mehrerer Jahre: 
im Sommer: im Winter: 
In der Magellan-Straße in 52% °S-Br . . . 31mm 43 mm. 
dagegen auf der { in. 5212 ° N-Br höchstens 27mm höchstens 40mm 
nördlichen Halbkugel | überhaupt aber w 29mm „46mm 
Die oben angeführten Beispiele zeigen, dafs diese Gröfse der Barometer- 
schwankungen dadurch bedingt ist, dafs der längst bekannte niedrige Druck am 
Kap Horn nicht selten unterbrochen wird von Wellen hohen Luftdruckes, deren 
überraschende Höhe bisher noch nicht genügend berücksichtigt worden ist, 
Das Ergebnifs der ganzen Arbeit scheint darauf hinzuweisen, dafs die 
Witterungsverhältnisse des die Südspitze Amerikas umgebenden Meeres einfachere 
sind, als oft vermuthet wurde. Die sich von Westen her nahenden, der Größe 
des Meeres, über welches sie sich bewegen, angemessenen, grofsen atmosphärischen 
Wirbel scheinen, vielleicht beeinflufst durch den hohen Wall der Anden-Kette, 
westlich vom Kap Horn sich in der Regel nach SO zu verschieben und östlich 
von der Länge dieses Vorgebirges nach NO umzubiegen. Nicht selten scheint 
aber doch jenes Gebirge keine Richtungsänderung in der Fortbewegung der Er- 
scheinungen hervorzurufen und eine und dieselbe Wetterlage sich über Patagonien 
nach beiden Meeren hin auszudehnen. Die Rinne des mittleren tiefsten Lmft- 
druckes wird wahrscheinlich, wie in nördlichen Breiten, nicht weit entfernt von 
60° Breite liegen. Ob dieselbe wie auf der nördlichen Halbkugel auch mit der 
Gegend der gröfsten Barometerschwankungen zusammenfällt, mufß weitere Er- 
fahrung lehren. 
Bericht über die fünfzehnte auf der Deutschen Seewarte im 
Winter 1891—92 abgehaltenen Konkurrenz-Prüfung von 
Marine-Chronometern. 
An der in Gemäfsheit der von dem Herrn Chef der Kaiserlichen Admi- 
ralität unter dem 2. Dezember 1875 erlassenen Instruktion für die Deutsche 
Seewarte, innerhalb der "Tage vom 6. November 1891 bis 14. April 1892 in der 
der Leitung der Hamburger Sternwarte unterstellten Abtheilung IV der See- 
warte veranstalteten fünfzehnten Konkurrenz-Prüfung von Marine-Chronometern 
hatten sich nachstehende Fabrikanten durch Einlieferung von denselben ange- 
fertigter Instrumente betheiligt: 
Fabrikant 
E. Bröcking 
W. Bröcking 
Hermann Diedrich 
W. G. Ehrlich 
A. Kittel 
E. Kutter 
A. Lange & Söhne 
J. Schnoor 
Wohnort 
Hamburg 
Hamburg 
Geestemünde 
Bremerhaven 
Altona 
Stuttgart 
Glashütte 
Kiel 
Im Ganzen 83972 Chronometer. 
Anz. d. Hyvdr. ete.. 1892. Heft VII.
	        
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