214 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1892.
Datum | Wind
Breite | Länge
Tistanz
Versetzung
Sm
. Sm_
Bemerkungen
A
20.—21.| SW 116°32,7'S 11° 42,6‘ O0
24.—25. SSW 6—8 15° 54,9‘ S 11°9,3‘O 1
25.— 26, SZW 4—6 115° 37,2’ S 11° 43,9‘ O0
|
27.— 28, SSW 1 12° 43,1‘S 12° 59,50
Am 21.,8. 3b 50" p. m. in der Grofsen
. Fisch-Bai geankert.
54,0 S 64° O0 3,7 In den lerzten 18 Stunden.
70,0 S 61° W 32,0 In den letzten 24 Stunden. Am 26/8,
um 4b 45% p. m. auf der Rhede
von Mossamedes geankert.
Mittagsbesteck nach Loggrechnung.
Am 27./8. um 1245" p. m. in
See gegangen,
\m 28./8. 3h 15" p. m. auf der Rhede
von Benguela geankert. Am 29./8.
um 6h a, m. wieder in See ge-
gangen.
Mittagsbestecek nach Landpeilungen.
Am 30.’8. um 5 30” p. m. im Hafen
von St. Paolo de Loanda geankert.
Mittagsbesteck nach Landpeilungen,
Am 31./8. um 12h10® p. m. in
See gegangen.
Mittagsbesteck nach Landpeilungen.
Am 1./9. um 4h 10” p. m. auf der
Rhede von Banana geankert. Am
2./9. um 8% a. m. von Banana in
See gegangen
nm den letzten 26 Stunden,
28 —099.
NW 1
11° 56
„2° 0
S 13° 30,2
€
2‘0
29 —30.| NE 1—2 . 9°3,3’S 12°57,2‘O|
30.—31 WSW 1—2 Hafen von St. Paola de Loanda
|
31.—1. 'NWzW1-2 6°15,0‘S 12° 8,5‘ 0
Sept.
1 — 2.
SSW 19)
5°495 8
11°595‘0
2,—3.
3.—4.
$.—5.
B.—6.
Stille | 3°46,5'8S
SzE 2—4, 1°9,1‘8S
SSW 2—3' 29°2,7'N
W 1—3 Hafen von
10° 7,170
8° 36,9‘ 0
9°5,8‘O
Kamerun
155,5 N 72°W 14,5
180,0 N 8° W 6,4
179,0 N 9° W 15,8
Am 6 /9, um 115 10“ a. m. im Hafen
von Kamerun geankert.
Bemerkungen über die Rhede von La Guayra und die Ansteuerung
von Aux Cayes.
‘Aus dem Reisebericht S. M. S. „Moltke‘“, Kommandant Kapt. z. S. Frhr. v, ERHARDT.)
1. La Guayra. Der durch den Wellenbrecher geschützte Theil der Wasser-
fläche von La Guayra ist zur Aufnahme gröfserer Kriegsschiffe nicht geeignet,
und in der Regel von Handelsschiffen überfüllt. Der einzige in Frage kommende
Platz mit dem auf 50m Kette gesteckten Anker, etwa 100m in der Richtung
83z0 vom westlichen Molenende (Engl. Adm.-Karte No. 513 (VII 18) und mit
lem Heck nach einer von dieser Position aus westlich liegenden Boje vertäut,
Jürfte leicht zu Kollisionen mit den häufig aus- und einlaufenden Dampfern Ver-
anlassung geben. Gröfsere Kriegsschiffe ankern am besten 500 m westlich des
rothen Leuchtfeuers auf dem westlichen Ende des Wellenbrechers,
Die in der Karte (Engl. Adm.-Karte No. 513 (VII 18) in der Verlängerung
des Wellenbrechers verzeichneten beiden Bojen sowie die in der Richtung
NWzW!7W vom Westende desselben angegebene Boje lagen nicht aus. Während
des Aufenthaltes auf La Guayra-Rhede wurde hohe Dünung angetroffen, welche
den Bootsverkehr erschwerte und auf das geringste Mafs beschränkte, Der am
Vormittag auffrischende, bis 4 Uhr Nachmittags meistens steif wehende Passat
laute gegen Abend ab, und dann setzte eine leichte Landbriese ein.
Seitdem der Wellenbrecher angelegt ist, dessen dauernde Widerstands-
fähigkeit gegen den Anprall der oft sehr hohen Brandung schon jetzt in Zweifel
gezogen wird, hat sich ein langsames Versanden des inneren Theils der Rhede
bemerkbar gemacht.
2. Auz Cayes. S. M. S. „Moltke“ steuerte, von SO kommend, die Insel
Vache an, um durch die Passe de l’Est auf den Ankerplatz zu gelangen. Da
die Punkte der Südküste von Haiti wegen diesigen Wetters schlecht auszumachen
waren, so konnten durchgängig nur Vache-Insel und die nördlich davon liegenden