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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

188 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1892, 
bei der Pothenotschen Aufgabe), ebenso gehört zu denselben Linien mit ihren 
gegenüberliegenden Winkeln 69° 52‘ und 67° 55‘ nur ein einziger Punkt 45,, 
wie auch zu denselben Linien und den gegenüberliegenden Winkeln 11° 8‘ und 
67° 6‘ nur der Punkt 70, gehört. Beide Punkte werden durch Rückwärtsanlegen 
der berechneten Kurse gefunden. Ferner müssen auch alle Schenkel dieser 
Winkel die erforderliche Richtung haben wie auf der Kugel, wonach sie be- 
rechnet sind, denn da diese Richtungen alle unter sich zusammenhängen, so 
würde eine Abweichung davon bei einer Linie sich auf alle anderen übertragen 
und zuletzt auch die ursprünglichen Richtungen bei 0, treffen, wovon ausgegangen 
wurde, was im Widerspruch mit der Konstruktion wäre. 
Die Punktreihe (a) der Abfahrtsörter auf einem Meridian kann zufolge 
dieser Konstruktion nicht in einer geraden Linie bleiben, weil die sphärischen 
Winkel gezwungen werden, sich ohne Veränderung ihrer Gröfßse in einer Ebene 
auszubreiten. Die andere Punktreihe (b) für die Oerter, welche 20° in Länge 
von a verschieden sind, soll auf der geraden Linie durch die Punkte b nur eine 
Bezeichnung ihrer Richtung von a aus angeben. Demnach können diese Punkte 
(b) im Kursdiagramm (Fig. 2) auch nicht als gegebene Abfahrtspunkte behandelt 
werden, und es folgt z. B. aus der Richtung 0, nach 70, = N7°6‘E noch 
nicht, daß umgekehrt der Kurs von 70 nach 0 = 87°6'W sein müsse, sondern 
erst durch Rechnung (oder aus Tab. I) ergiebt sich der richtige Kurs dafür = 
821° 10‘ W. Ueberhaupt bezieht sich die Fig. 2 nur auf die Darstellung von 
östlichen Kursen, aber man kann für westliche Kurse die Figur von links nach 
rechts umgelegt denken, doch ist es zum Gebrauch bequemer, eine Doppelfigur 
als Kursdiagramm herzustellen, wie es auch in den amerikanischen Karten ge- 
schehen ist, so daß die eine Hälfte für östliche Kurse, die andere für westliche 
Kurse dient. 
Das Kursdiagramm nimmt damit folgende Gestalt (Fig. 3) an, wenn man 
es von 5 zu 5 Graden entwirft und zur Abkürzung nur von 45°N bis 25°8 
Breite ausdehnt. 
ae 
»3 53 
% 
- 
1 
+ 
+ 
LE 
a8 
Die Messung des Kurses geschieht auf diesem neuen Kursdiagramm ein- 
fach durch Anlegung des Lineals von der Abfahrtsbreite (auf der krummen Linie) 
bis zu der Breite (auf der mittleren geraden Linie), welche das Schiff auf dem
	        
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