Haltermann: Wind- und Wetterverhältnisse an der Südspitze Amerikas. 171
Aeptember
September
3. September
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Van den Bergh
Kaiser .....
Pallas. .....
Louise .....
36°
50
56,5
56
33,5°
35
71,5
72
771
171
759
761
SE 37° | 65° | 770
W 49 ]84 | 772
‚W |. 56 |74 | 765
WNW 3| 56 | 73,5 | 767
SSE
NNW
3W |
SSW
289 979 771
48 33 765
56 76 755
56 75,5 | 758
x
NW
NNW
NW |
5
Q
Schiff
4. September
5. September
6. September
Van den Bergh | 30° 87° | 774
Kaiser .....| 47 82 754
Pallas. .....] 56,5 | 76 735
Louise .....| 56 76 739
ENE | 32° 87° | 774 °W +9 36° 773
NW | 45 | 81 | 756 W 43 | 80 | 762
WNW| 5] 56,5 | 76 | 732 ‚W | 56 | 77: | 740
NW 5 56 | 76 | 735 |WNW| 5} 55 | 78 | 744
SW
wsw/
SW
‚WSW
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Schiff
7. September
8. September
9. September
Van den Bergh
Kaiser .....
Pallas......
Louise +...
35° 86° | 777
10 81 778
58 79 758
51,5 | 80 764
6 37°
SSW | 4) 38 82 .x
SW 8) 51 | 79 761
W 8} 48 80 766
NK
35W
SVT
ars
38°
36
475
48 |
780 NE
24, 779 SSE
30 | 172 |W
79,5 | 777 ] SW
Hochdruckgebiet südlich von Kap Horn. August 1885. Im August 1885
lag in höherer Breite südlich vom Kap Horn ein stark ausgeprägtes Hochdruck-
gebiet, über welches die Tagebücher mehrerer Beobachter der Seewarte Auskunft
ertheilen. Vier dieser Schiffe: „Herkules“, Kapitän Blefs, „‚Esmeralda‘‘, Kapitän
Jäger, „Patagonia‘“, Kapitän Hellwege und „Parnafs“, Kapitän Früdden,
waren damals auf der Ausreise begriffen. Von diesen hatten die drei zuerst ge-
nannten schon auf dem ersten Theil ihrer Kap Horn-Umsegelung , nachdem
50° S-Br im Südatlantik kaum überschritten worden war, ein Hochdruckgebiet
angetroffen, in dem ein höherer Barometerstand als 772 mm herrschte. Indem
dieser langsam abnahm, hielt sich der Wind zunächst einige Tage in südwest-
licher und später mehrere Tage in nordöstlicher und nordwestlicher Richtung.
Die Reisen nahmen als Folge davon einen recht günstigen Verlauf. Am 14. und
15. August, als alle vier Schiffe sich schon westlich von 75° W-Lg befanden,
fand eine Windveränderung von hoch nördlicher nach südlicher Richtung statt.
Kurze Zeit nachdem der bis dahin kaum unter 750 mm gefallene Luftdruck seinen
niedrigsten Stand erreicht hatte, flaute der vorber stürmisch wehende Wind ab,
und etwa vier Stunden später folgte auf ihn ein rasch auffrischender SW-Wind.
Das Barometer stieg dann wieder so schnell, dafs am 17. August Mittags:
„Herkules“ bei 53,8° S-Br in 79° W-Lg einen höchsten Stand von 773 mm,
„Patagonia“ in etwa 53° S-Br und 80° W-Lg einen solchen von 774,3 mm,
„Esmeralda“ in geringer Entfernung von 51° S-Br und 83° W-Lg 775 mm und
„Parnafs“ in der Nähe von 50° S-Br und 81° W-Lg einen solchen von 775.5 mm
beobachtete.
Weitere Kunde über die Lage und die fernere Bewegung dieses Hoch-
druckgebietes geben dann noch die Beobachtungen von zwei anderen, damals auf
der Heimreise begriffenen, ebenfalls für die Seewarte arbeitenden Schiffen. Das
erste derselben, der „Jose Ginebra‘“, befand sich am Mittage des 17. August in
56° S-Br und 66° W-Lg und beobachtete dort einen Barometerstand von 771,5 mm.
Der Wind wehte auch hier wie bei den vier zuerst genannten Schiffen in
mäfsiger Stärke aus West. Das von Centralamerika herkommende Schiff hatte
sich früher schon in einem sich von 30° S-Br in 102° W-Lg nach 34° S-Br in