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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

Magnetische Beobachtungen in dem dentschen Küstengebiete im Jahre 1891. 155 
Aus sämmtlichen vorstehenden Bestimmungen der Deklination ergiebt 
sich für 1891,46 ein Mittelwerth von d == 12° 3,71‘ W. Für 1890,46 war 
gegeben d =— 12° 9,46‘ W, mithin beträgt die jährliche Abnahme 5,75‘. . 
Magnetische Inklination. Es werden nachfolgend nur die mit dem Inkli- 
natorium von Meyerstein in Göttingen angestellten Beobachtungen gegeben, 
da auch in früheren Jahren nur die mit diesem Instrument gewonnenen Werthe 
zur Ableitung der Säkular-Aenderung‘ zu Grunde gelegt sind. Es liegen 
aufserdem noch verschiedene Bestimmungen dieses Elements mit dem Theodolit 
No. 686 vor, die theils mit dem dazu gehörigen Nadel-Inklinatorium, theils als 
Differential-Bestimmungen mit weichen KEisenstäben ausgeführt sind. Diese 
Werthe werden, sobald eine eingehende Vergleichung beider Instrumente aus- 
geführt sein wird, mitgetheilt werden. 
Noch soll bemerkt werden, dafs die nachstehenden Zahlen die Mittel sind 
aus den Beobachtungen mit Nadel I und II, ausgenommen jene am 26. August 
und 30. Dezember, die nur mit Nadel II gemacht; im Uebrigen wurden die 
Beobachtungen im Meridian angestellt, nur am 26. August ist nach der Methode 
mit verschiedenen äquidistanten Azimuten beobachtet. 
1891 Januar 23. etwa 11" a J =— 67°486' N 
März 4. „„ Pp J=—=67°4)6 N 
Mai 2. gegen 1* p J = 67°50,3' N 
Juli 4. „ hp J=—67°492 N 
August 26. etwa Ip 3 =— 67°51L1’N 
Oktober 5. gegen 2" p 3 — 67°50,8 N 
November 25. „ 1°p J = 67°492' N 
Dezember 30. „ 1°p 3 —67°420 N 
1891,55 Mittel = 67° 48,85 N 
Als Mittelwerth für 1891,55 ergiebt sich mithin J =— 67° 48,85‘, da für 
1890 ein Werth von 67° 50,47‘ (Meyerstein) abgeleitet war, würde sich die 
jährliche Abnahme auf 1,62’ stellen. 
Horizontal-Intensität. In nachstehender Tabelle sind’ nur. diejenigen Beob- 
achtungen aufgeführt, welche aus Schwingungen und Ablenkungen bestehen. 
Eine Reduktion auf Tagesmittel oder Normalstand ist nicht angebracht. Die 
Zeit liegt stets zwischen 9" 30" a und 10" a. 
Magnet I 
Januar 29. 0,17971 C. 6. 8. Januar 29, 0,17962 €, 6. 8. 
März 5. 0,17945 €. 6. 8. März 5. 0,17930 C. G. 
April 13. 017923 © G. April 13. 0,17907 €, 6. 
Mai 21. 17927 CC. CO. F Mai 22. 0,17922 ( 
Juli 1. 17971 ©. 6. | Juli 1 0,17960 | 
Juli 30. 0,17961 €. GC." Juli 30. 0,17941 
August 28. 0,17934 €. 6. August 28. 0,17939 ©. G. 
Oktober 6, 0,17948 C. 6. Oktober 6. . 0,17925 C. G. 
November 3. 2,17951 CC. G. &. November 7. . 0,17955 €. G. A 
Dezember 21. . . 0,17968 C.G. $. Dezember 28. . . 0,17961 C; G. £ 
1891,52 Mittel 0,17950 C. G. 8. 1891,52 Mittel 0,17940 €. G. 8. 
Das Mittel aus den Bestimmungen mit Magnet I und Magnet IT beträgt 
H — 0,17945 C. G. 8. für 1891,52. Für 1890,51 war abgeleitet 0,17932, es 
ergiebt sich also daraus eine Zunahme um 0,00013 für die Horizontal-Komponente 
des Erdmagnetismus. — Für die beiden Magnete liegen noch je drei Bestimmungen 
der Horizontal-Intensität nur durch Ablenkungen vor. Mit Berücksichtigung 
derselben stellt sich das Mittel für Magnet I auf 0,17952, für Magnet II auf 
0,17938, im Gesammtmittel also gleichfalls auf 0,17945 C. G. 8. 
Magnetische Beobachtungen in Lübeck, 
Lübeck. An dem erdmagnetischen Observatorium hat Herr Dr. W. Schaper 
seine Arbeiten, die durch die Unterstützung des Senates und der Handels- 
kammer in Lübeck ermöglicht sind, auch im Berichtsjahre fortgesetzt. Die 
Variations -Instrumente für Deklination und Horizontal-Intensität sind regel- 
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