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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1892 
k=2k, — 0,001506 Aw cos p 
w0. k=0 kı= —__k; 
In Lee p=0, k=0, Kı = 0,001506 4dw, 4% = 0001506 
Dwars p= 90°, k=k,; 
Im Luy p = 180°, k=k, + 0,001506 4w=2k, 
9 
Nebel bei Färder. Hörweite in Seemeilen. 
Luvart Dwara Lee 
bD = 180° 135° 90° 45° 830° 15° 0° 
5,75 081 1,060 1,96 2,900 5/74 = 
5= 106 115 150 278 411 815 co 
A'10=— 1,19 1,29 1,69 3,12 4,61 9,14 0O 
X'a0== 1,38 1,49 1,95 3,60 5,832 10,55 oo 
Yag= 1,52 1.64 2,15 3,97 5,87 11,63 sr 
) = 0.89 DO 
= 1,17 &ol 8,94 
u0= 1,31 5,06 10,04 
o— 1,51 5,84 11,58 
= 1,67 344 12,77 
15357 0 # ww vr’ 
;= 131 1,42 1,85 3,42 
== 147 1,59 2,08 3,34 
= 1,70 183 240 443 
am 1,87 2,02 2,64 4,88 
t = — 13° { 
100 4w — 0,4914 m p. S. 10 
20 
an 
t == 0° 
100 dw = 0,4073 m p. 8. 
ı = 16° 
100 Aw = 0,3244m p. 5. 
56‘ 1,07’ 
5,06 10,02 co 
567 11,25 6 
6,55 12,90 co 
7,22 143831 
Unter sonst gleichen Umständen wächst die Hörweite mit der Temperatur. 
Ob sie, praktisch genommen, 8 Sm übersteigen kann, mögen fernere Unter- 
suchungen zeigen. Mit südlichen Winden, welche die häufigsten bei Nebel sind, 
sollte man nach den Tabellen in der Höhe von 5m die Nebelsignale von Färder 
nicht in gröfserer Entfernung als 1 bis 2Sm hören können, wenn man sich 
südlich von Färder auf dem Meere befindet. In der Höhe 30m über Meer 
sollten unter denselben Umständen nach der Tabelle die Signale in Entfernungen 
von 1,5 bis 2,5 Sm hörbar sein; immer um so weiter, je wärmer die Luft ist. 
Wenn man sieht, daß im Luv die Hörweite bis auf 7'/2 Kabllg. herabgehen kann, 
wird man die Klagen der Seefahrer über die Schallsignale verstehen. Dem 
Uebelstand wird nur durch die Erböhung der Schallquelle, nicht aber durch 
Verstärkung des Schalles abgeholfen. Dies liegt in der Natur des Schalles und 
seiner Fortpflanzung in der Luft. 
Noch ein Beispiel will ich berechnen. Die höchste Lufttemperatur, welche 
auf Färder beobachtet worden ist, ist 28°. Nehmen wir an, dafs in einem 
3zolchen Falle die Temperatur mit 1° per 100m Höhe abnimmt und dafs die 
relative Feuchtigkeit 50 Procent ist, so haben wir: 
Höhe t e 100.4t = 1° 
100 m 27° 13,2352 mm 100.4e — 0,7975 mm 
0m 28° 14.0327 mım k, = 0,000010763 
Setzen wir im Lee, p — 0°, k = 0, X=w, so haben wir im Luvart, p = 180°, 
k=2k, und 1004w= 0,676 m p. 8. 
Luvart X', == 0,639 
Dwars X‘, = 0,904 
In diesem Falle reicht der Schall nicht ganz so weit hinaus wie bei Nebel 
mit niedriger Temperatur, und die Hörweite bleibt überhaupt sehr kurz, in und 
nahe bei Lee natürlich ausgenommen, Eine höhere Feuchtigkeit würde noch 
kürzere Hörweiten geben. 
Nach den oben beschriebenen praktischen und theoretischen Untersuchungen 
beruht die Fortpflanzungsweise des Schalles in der Atmosphäre auf der Ver- 
theilung der Temperatur, der Feuchtigkeit und der Bewegung der Luft, 
Das normale Verhältnifs ist, dafs die Temperatur und die Feuchtigkeit 
mit der Höhe abnehmen, während die Windgeschwindigkeit mit der Höhe zu- 
nimmt. Die normale Vertheilung der zwei ersten Elemente macht die Schall- 
strahlen konvex zur Erdoberfläche und bedingt also eine Schallgrenze und einen
	        
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