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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

116 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1892, 
sturm im Süden Irlands am 19. und 20. sowie am 20. in Dänemark, wo eben- 
falls der Eisenbahnverkehr vollständig unterbrochen wurde. Auch an der deutschen 
Küste frischte an diesem Tage mehrfach der Wind stürmisch auf. 
Am 21. drang hoher Druck von Osten her gegen das über dem Kontinent 
lagernde Depressionsgebiet vor und beherrschte bis zum 28, den Norden und 
Osten Europas, während der Westen des Kontinents im Bereiche des westlichen 
Depressionsgebietes verblieb. Innerhalb des Maximums herrschte vom 23. bis 
27. an der ganzen Ostseeküste heiteres trockenes Wetter, während an der Nord- 
seeküste im Bereiche der Depression meist trübes nebeliges Wetter beobachtet 
wurde und in der letzten Woche des Monats vielfach Niederschläge fielen. 
Längs der Küste blieb die Temperatur während der letzten Dekade an der 
Nordsee nahe konstant, während sie an der Ostsee langsam, im Osten etwas 
stärker sank. 
Im Monatsmittel waren die Temperatur und die Windgeschwindigkeit 
nahezu normal, während der Luftdruck und meist auch der Niederschlag die nor- 
malen Werthe nicht erreichten. 
Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn 
Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei 
Berlin, Kochstraflse 68—70.
	        
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