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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1892.
g) Ausgesetzt von der Bark „Marie“, Kapitän G. Lange, auf der Reise
von Hamburg nach Guayaquil, am 25. August 1889 auf 43° 6’N-Br und 11° 11‘
W-Lg; gefunden von Oscar Bogiers am 18. März 1891 bei Christianstad, Insel
St. Croix, Westindien, in 17° 44 N-Br und 64° 41’ W-Lg etwa. Es war kein
Sand in der Flasche.
Die Trift der Flasche war unter den bekannten Voraussetzungen in
570 Tagen, oder 1 Jahr 6 Monaten und 24 Tagen 3160 Sm nach loxodromisch
SWzW!.W. Wahrscheinlich aber hat dieselbe in südlicher und südsüdwestlicher
Richtung, bis in die Nähe der Kap Verden, annähernd 1775 Sm und von dort
in westlicher Richtung 2250 Sm, zusammen rund 4025 Sm zurückgelegt.
h) Ausgesetzt von dem Dampfer „Moravia“, Kapitän O. Winkler, auf
der Reise von Hamburg nach New-York, am 3. Dezember 1890 auf 50° 30‘ N-Br
und 22° 30‘ W-Lg; gefunden von Patrick Kennedy aus Glenties in der Grafschaft
Donegal, Irland, am 25. März 1891 unweit des genannten Ortes auf dem Strande,
ohne nähere Angaben über die geographische Breite und Länge.
Trift der Flasche unter den bekannten Voraussetzungen in 112 Tagen
etwa 570 Sm nach N0z0°/0.
Eingesandt von dem Hydrographer U.S. N, in Washington.
i) Ausgesetzt von dem Vollschiffe „Parchim“, Kapitän J. Früdden, auf
der Reise von Iquique nach Hamburg, am 7. Januar 1891 auf 55° 30‘ S-Br und
76° 0’ W-Lg; gefunden von einem Eingeborenen etwa Mitte Februar 1891 zwischen
den Wollaston- und Hermite-Inseln (Kap Horn), ohne nähere Angabe des Ortes.
Trift der Flasche unter den bekannten Voraussetzungen in etwa 38 Tagen
rund 280 Sm nach 0’'/45.
Eingesandt von dem Missionar Herrn S. H. Burligh in Bayly Island,
durch Vermittelung des Britischen Vice-Konsuls Herrn Stubenrauch in Punta
Arenas, Magellans-Strafßse.
k) Ausgesetzt von dem Dampfer „Santos“, Kapitän Ch. Boie, auf der Reise
von Bahia nach Lissabon, am 24, März 1888 auf 9° 18’ N-Br und 27° 4' W-Lg;
gefunden von dem Herrn Christian Hefs am 8. April 1891 an der Küste von
Texas in der Nähe von Brazos Santiago, auf 26° 20‘ N-Br und 97° 20‘ W-Lg.
Trift der Flasche unter den bekannten Voraussetzungen, auf dem loxo-
dromischen Wege, 3431 Sm nach WNW’/W bis zur Stralse von Yucatan und
von hier 721 Sm nach WNW, also im Ganzen rund 4150 Sm. Längs der Küste
des Golfes von Mexico wird die Entfernung 300—400 Sm gröfser. Die Zeit,
welche zwischen dem Aussetzen und dem Auffinden der Flasche verflossen ist,
beträgt 3 Jahre 15 Tage.
Eingesandt von dem Finder.
i) Ein zweiter von demselben Herrn eingesandter und in der nämlichen
Gegend am 9. April 1891 auf 26° 9’N-Br und 97° 20‘ W-Lg aufgefundener
Flaschenpostzettel wurde am 12. Februar 1890 von dem Dampfer „Hamburg“,
Kapitän E. Jaegermann, auf der Reise von St. Vincent nach Pernambuco in
6° 0‘N-Br und 23° 46‘ W-Lg ausgesetzt.
Trift der Flasche unter den bekannten Voraussetzungen in 1 Jahr,
1 Monat und 25 Tagen oder 421 Tagen 3400 Sm nach WNW54AW bis zur
Strafse von Yucatan, und 726 Sm nach WNW}4sW, also zusammen rund 4125 Sm.
Längs der Golfküste treibend würde diese Flasche ebenfalls 300—400 Sm mehr
zurückgelegt haben.
Beide Flaschen enthielten keinen Sand.
m) Ausgesetzt von dem Dampfer „Banda“, Kapitän J. Schuldt, auf der
Reise von Antwerpen nach Port Said, am 24. April 1891 auf 36° 45‘ N-Br und
3° 0‘ O-Lg (vor dem Hafen von Algier); gefunden von Mohamed ben Meza am
19. Mai 1891 bei Djidjelly auf 36° 48 N-Br und 5° 48‘ O-Lg.
Trift der Flasche unter den bekannten Voraussetzungen in 26 Tagen
etwa 140 Sm in östlicher Richtung längs der Küste.
Eingesandt durch den Finder.
n) Ausgesetzt von dem Dampfer „Tijuca‘“, Kapitän H. Langerhansz,
auf der Reise von Lissabor nach Bahia, am 3. Mai 1891 auf 8° 32‘ S-Br und
34° 9' W-Lg; gefunden von dem Fischer Ricardo Jose de Santa Anna am
8. Mai 1891 in der Nähe des Kap St. Agostinho, auf dem Wasser treibend.