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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

Goecke: Hydrographische Bemerkungen aus dem Golf von Guinea. 
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Hydrographische Bemerkungen aus dem Golf von Guinea, 
(Aus dem Reisebericht S. M. Knbt. „Hyäne“, Kapt.-Lieut. Goecke.) 
i. Von Kap Lopez nach St. Paul de Loanda.*') 
Das neben dem eigentlichen Kap Lopez liegende Land ist gut zu sehen, 
go dafs es zum Ansteuern benutzt werden kann. Die Tonne, bei der Einfahrt 
der Dunkelheit wegen nicht bemerkt, wurde beim Auslaufen auf 4,5 Sm bereits 
gesehen. Sie liegt, wie durch Peilungen konstatirt, 0,5 Sm südlicher, ist unten 
roch, oben weils gestrichen und mit einem Toppzeichen versehen. Die zweite 
Boje, welche nach den „Nachr. f. Seef.“ 1889 No. 1976 die Talisman-Bank be- 
zeichnen soll und im vorigen Jahre von S. M. S. „Hyäne“ überhaupt nicht ge- 
funden wurde, liegt ganz dicht unter Land und besteht aus einem verankerten 
Fafs, welches auf die Bezeichnung „Fahrwassertonne“ keinen Anspruch machen 
kann. In dem französischen Plane der Bucht (Tit. VIII No. 4a), der bis auf 
einzelne: tiefere Stellen als richtig befunden wurde, ist dieselbe gar nicht 
bezeichnet. 
—_ Strom und Wind. Auf der Reise von Kap Lopez nach St. Paul de 
Loanda hatte S. M. S. „Hyäne“ stets einen Gegenstrom, der zugleich etwas von 
der Küste absetzte, zu konstatiren Gelegenheit gehabt. Besonders stark wurde 
der Strom in der Nähe der Kongo-Münudung gefunden. Bereits 90 Sm NW von 
Padron Pt. ließ die tiefbraune Wasserfarbe das Kongowasser deutlich erkennen, 
und das Mittagsbesteck ergab eine westliche Stromversetzung von beinahe 1 Sm 
pro Stunde, 
Der Wind, der im Monat November nach dem Atlas der Deutschen See- 
warte Süd bis SW wehen soll, war, sowohl was Richtung als auch Stärke betraf, 
fortwährend schwankend gefunden worden. Am 25, November z. B. wurde der 
Wind folgendermafsen vorgefunden: 
ib 4b a, m. SWzW 
Ab_—_6h SWzW 
jh SSW 
3b Ss 
9b SSW 
HI Ss 
11% E 
[2b EzN 
ik p.m. EzN 
2b SEzE 
3b__4bh SzW 
m SSW 
öh— Qt ESE 
10% SE 
11» SEzS 
12% SWzS 2 
Das Mittagsbesteck an diesem Tage stand auf 1° 25,5’ S, 7° 46’ 0, also etwa 
76 Sm westlich von Fernan Vaz. An den anderen Tagen wurden ähnliche, wenn 
auch nicht so bedeutende Schwankungen beobachtet. Die Stärke des Windes 
war durchschnittlich 1. 
St. Paul de Loanda. Die in den „Annalen der Hydrographie“ für die 
Ansteuerung vorhandenen Notizen wurden ebenfalls als richtig erkannt, vor allen 
Dingen ließ sich das Fort San Miguel sehr gut ausmachen, während Kap Lagosta 
und der dort befindliche Feuerthurm erst auf nähere Entfernung erkennbar waren. 
Im Hafen scheint kein in Betracht kommender Strom zu laufen, 8. M. S. „Hyäne“ 
1) Verspätet eingegangen: der Bericht über die Weiterreise von 
St. Thome ist bereits im Februarheft dieser Annalen (S. 64) erschienen, 
St. Paul de Loända nach
	        
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