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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Von Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück. 
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nördlich von Maldon-Insel zu passiren und ferner 160° W-Lg in etwa 5° S-Br, 
170° W-Lg in 10° S-Br und 180° Länge in 13° bis 14° S-Br zu schneiden. Dann 
sollte man den Kurs westlich von den Fij%-Inseln auf 30° S-Br und 160° O-Lg 
und von hier direkt auf den Bestimmungsort setzen. Auf dieser Route würde 
man den größten Theil der Länge im frischesten Passat ablaufen.‘ 
137. Bark „Anna“, Kapt. M. Meiners, 1869 November 10 von 
San Francisco nach Sydney, 61 Tage Reise. Trifit zu Anfang der Reise 
südwestliche und leichte umlaufende Winde und benöthigt infolgedessen bis 
30° N-Br 12 Tage. NE-Passat von 30° N-Br bis 12,5° N-Br und 146° W-Lg; 
sehr frische, oft starke Briese mit Regenschauern. KEinen Tag Windstille und 
SW-Wind. SE-Passat setzt schon in 12° N-Br ein, weht leicht bis 5° N-Br, von 
hier bis 7° S-Br ziemlich frisch, doch weniger stark als der NE, dann wird er 
wieder leicht und holt nordöstlich. Von 11° S-Br und 160° W-Lg bis 23° S-Br 
und 175° W-Lg Wind NW und NE, zeitweilig SE, meistens leicht, oft still, an 
einem Tage fast stürmisch; viel Regen, Barometerstand niedrig. Von 23° S-Br 
bis 26° S-Br und 172° O-Lg wieder ziemlich frischer SE-Passat. Vollendet die 
Reise mit umlaufenden, meistens günstigen Winden. Nimmt die Route südlich 
der Tonga-Inseln. Zwischen 10,5° und 6,5° N-Br 110 Sm Stromversetzung nach 
NOzN in 4 Tagen; von 5° Nord bis 6° S-Br 140 Sm in 4 Tagen, nördlich der 
Linie nach WzN, südlich derselben nach SWzW. 
Bemerkung des Kapitäns: „Nachdem man den Aequator in 150° W-Lg 
geschnitten hat, sollte man einen möglichst südlichen Kurs verfolgen, weil man 
auf diese Weise am schnellsten durch die zwischen den Inseln herrschenden ver- 
änderlichen Winde kommt. Südlich von den Zonga-Inseln trifft man wieder 
frischeren SE-Passat, mit dem man West machen kann.“ 
285. Bark „Ka-Moi“, Kapt. S. Geerken, 1872 Februar 24 von 
Honolulu nach Auckland N.-S., 28 Tage Reise. NE-Passat aus E bis 
ENE-Richtung weht steif bis 6° N-Br, dann etwas schwächer, geht aber ohne 
Unterbrechung durch Stille oder Mallung in 5° N-Br in den aus ESE-Richtung 
wehenden SE-Passat über. Die Grenze zwischen NE und SE nur durch starke 
Regenschauer markirt. Von 1° Süd bis 5° S-Br Passat ziemlich frisch, im Ganzen 
jedoch viel weniger stark als der NE. Von 12° Süd bis 20° S-Br Passat gestört; 
Wind NW, SW;und SE, meistens flau oder still, mitunter steif und böig mit 
Regen. Das Schiff benöthigt, um diese 8° Breite zu machen, 9 Tage. Südlich 
von 20° S-Br wieder frischer bis steifer SE-Passat, der das Schiff ganz bis zum 
Bestimmungsort bringt. Die eingeschlagene Route führt unweit östlich von den 
Samoa- und Tonga-Inseln nach Süden. Starker westlicher Strom zwischen 3° 
Nord und 6° S-Br; 33 Sm nach NW und 105 Sm nach SWzW iu 4 Tagen. 
1859. Bark „Atalanta“, Kapt. A. Mohrmann, 1882 Juni 25 von 
San Francisco nach Sydney, 61 Tage Reise. Gelangt mit nordwestlichem 
durch Nord holendem Winde rasch in den NE-Passat, der sich von 26° Nord bis 
9° N-Br erstreckt und bis 22° N-Br als leichte, später als mäfsige Briese weht. 
Von 9° bis 8° N-Br 2 Tage Aufenthalt durch flauen östlichen Zug und Wind- 
stille im Kalmengürtel. Von 8° N-Br bis 21° S-Br SE-Passat; frischeste Briese (5) 
zwischen 6° Nord und 6° S-Br und wieder südlich von 17° S-Br. Auf der Strecke 
westlich von 180° Länge viel Aufenthalt durch westliche, oft steife Winde; ge- 
braucht 18 Tage, um von 180° bis 160° O-Lg zu kommen. Nimmt die Route 
südlich von den Tonga-Inseln und passirt in Sicht von Savage- und Koa-Insel. 
Hätte wohl besser gethan, die nördliche Route zu nehmen, weil er dann länger 
den Passat behalten und sich länger in dem Striche frischester Briese und 
günstiger Strömung gehalten hätte. Hat zwischen 4° Nord und 2° N-Br in einem 
Etmal 82 Sm Versetzung nach Westen. 
2951. Bark „General Brialmont“, Kapt. A. Ziemann, 1886 No- 
vember 22 von Port Blakely, Puget-Sound, nach Brisbane, 102 Tage 
Reise. Hat zu Anfang der Reise sehr langen Aufenthalt durch südliche Winde 
und stürmisches Wetter, so dafs er bis 40° N-Br 30 Tage benöthigt. Der Wind 
hält sich fast ununterbrochen zwischen SSE und SSW; zu drei verschiedenen 
Malen wächst derselbe zum orkanartigen Sturm an. 
Dezember 15 in 45° N-Br und 131° W-Lg: „Wieder Sturm aus SE,‘ Um 
8b a, m. legten das Schiff auf Steuerbordhalsen. Um 9* a, m. brach in einer Böe 
aus SSW ein voller Orkan herein, Das Schiff lag platt auf der Seite, Stängen 
Ann. 4. Hyär. ete., 1891. Heft IL *
	        
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