Von Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück.
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Samoa- und Fiji-Inseln unbeständiges Wetter, westliche Winde, Böen und Mal-
lungen herrschen, wird die Route südlich von den Inseln genommen. Die Schiffe
schneiden auf dieser den Aequator zwischen 145° und 150° W-Lg, setzen dann
ihren Kurs in Sicht der Insel Niue (Savage) auf 20° S-Br und 170° W-Lg und
steuern von hier, südlich der Tonga-Inseln passirend, mit dem in diesen Breiten
beständiger wehenden Südostpassat dem Bestimmungsorte zu, wobei der Meridian
von 160° Ost in ungefähr 30° S-Br geschnitten wird. Der Segelweg auf der
südlichen Route ist ungefähr 300 Sm größer wie auf der nördlichen.
Da die für die Wahl der Route mafßsgebenden Windverhältnisse bereits im
ersten Abschnitt eingehend erörtert worden sind, können wir uns hier darauf
beschränken, nach den vorliegenden Journalen den Verlauf der Einzelreisen auf
dem Wege von der Westküste Nordamerikas nach Australien in Kürze darzu-
legen. Es sind im Ganzen von nur 12 Schiffen Journalberichte über solche
Reisen der Seewarte eingeliefert worden. Von diesen gingen zwei, eins von
San Francisco und eins von Honolulu ausgehend, nach Neu-Seeland. Von den
übrigen 10 Schiffen, deren Bestimmungsort ein Hafen Australiens war, nahmen
nur zwei — „Salisbury“ und „ Vally“ — die nördliche, die anderen alle die südliche
Route, wobei „L. Kae“ und „Carl Both“ zwischen den Tonga- und den Fiji-
Inseln, die übrigen südlich von den Tonga-Inseln passirten (s. umstehende Tabelle).
Bemerkungen über den Verlauf der Reisen.
89. Bark „Sarah Maria“, Kapt. L. Göde, 1869 August 26 von San
Francisco nach Nelson, Neu-Seeland, 60 Tage Reise, Gelangt mit
nordwestlichen durch N nach NE holendem Winde rasch in das Passatgebiet, hat
jedoch in 27° N-Br noch wieder zwei Tage Aufenthalt durch Windstille. Der
NE-Passat ist überhaupt nur flau; eine frische bis steife Briese weht jedoch an
2 Tagen zwischen 17,5° und 12° N-Br. Von 12° bis 7° N-Br erst leichte, später
frische Gegenwinde aus SW bis S mit unbequemer kurzer, brechender See. SE-
Passat von 7° Nord bis 24° S-Br, meistens frisch und selbst steif, bis 3° S-Br
aus südöstlicher, später oft aus nordöstlicher Richtung. In 12° bis 14° S-Br und
155° W-Lg und wieder in 16° S-Br und 162° W-Lg Passatstörung. Nachdem
südlich von 24° S-Br 6 Tage lang NW- bis SW-Winde geherrscht haben, kommt
in 25° S-Br noch wieder SE-Wind durch, der dann durch NE nach NW holt,
womit die Reise vollendet wird. Das Schiff nimmt, wie es die Lage des Reise-
ziels verlangt, die Route zwischen den Cook- und Tonga-Inseln hindurch und
weiter an der Westseite der Nordinsel von Neu-Seeland nach Süden. Starker
Weststrom zwischen 4° Nord und 3,5° S-Br, 150 Sm in 4 Tagen.
Bemerkung des Kapitäns: „Wenn Maury und Andere behaupten, dafs
der SE-Passat viel regelmäfsiger wehe als der NE-Passat, so macht der erstere im
Stillen Ocean in dem Gebiet westlich von den Marquesas-Inseln und dem Pau-
motu-Archipel jedenfalls eine Ausnahme. Auch bin ich nicht damit einverstanden,
dafs die von Maury für diese Reisen empfohlene Route die vortheilhafteste ist.
Nach meiner Ansicht sollte man, wenn die Reise von San Francisco nach
Australien von Mitte September bis Ende Februar angetreten wird, nachdem
das NE-Passatgebiet erreicht ist, so steuern, dafs 10° N-Br in etwa 160° W-Lg,
0° Breite in 163° bis 167° W-Lg, 6° S-Br in 170° W-Lg, 10° S-Br in 175° W-Leg,
und 180° Länge in 13° bis 14° S-Br geschnitten wird; dann sollte man westlich
in passender Entternung von den /F%ji-Inseln passiren, 170° O-Lg in 26° S-Br
schneiden und von hier den Kurs direkt auf den Bestimmungsort setzen. Auf
dieser Route würde man die grofsen Inselgruppen vermeiden und sehr wahrscheinlich
bessere Winde haben; auch würde man rascher durch die Region der Orkane,
welche sich südlich von 10° S-Br von Neu-Caledonien bis zum Paumotu-Archipel
erstreckt, gelangen. Der NW-Monsun ist am Ende hier nicht so entwickelt, als
weiter westwärts, wo er mit dem SE-Monsun regelmäfsig abwechselt, sondern
häufig durch östlichen Wind unterbrochen; aber beide Winde, E wie NW, sind
günstig für den zu steuernden Kurs, und man kann darauf rechnen, ziemlich
schnell nach Süden zu kommen, schneller als dies in östlicherer Länge möglich
sein würde.“
„Wird die Reise von Anfang März bis Ende August angetreten, so möchte
ich empfehlen, den Aequaior zwischen 145° und 155° W-Lgy zu überschreiten,