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Von Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück.
Kurse erreicht werden kann. Im Golfe von Panamd herrschen jedoch von
Dezember bis April nördliche Winde. Hierher in dieser Jahreszeit bestimmt,
sollte man seine Route so wählen, dafs man Kap Mala in 40 bis 50 Sm Abstand
passirt, dann einen Schlag bei dem Winde nach der Steuerbordseite des Golfs
hinüber stehen und unter der Küste aufkreuzen.‘!)
Die Route östlich von den @alapagos-Inseln ist auch von den Schiffen zu
nehmen, welche nach Corinto und dem Golf von Fonseca bestimmt sind und ihre
Reise in den Monaten September bis Februar antreten, also in den Monaten
November bis April an die Küste gelangen. Während dieser Zeit treten an der
Küste nordwestlich von Kap Blanco frische bis steife Winde aus E bis NE, die
sogenannten Papagayos, auf. Die Schiffe sollten auf der letzten Strecke ihres
Weges ihren Kurs etwas westlich von Kap Blanco setzen und dann, in der Nähe
der Küste sich haltend, ihren Bestimmungsort von Osten bezw. Südosten her
ansegeln.
In den übrigen Monaten, wenn südliche und westliche Winde in
Fortsetzung des Südostpassats bis an die Küste durchstehen, ist die Route im
Westen der Galapagos - Inseln vorzuziehen. Die Schiffe sollten alsdann den
Parallel von 30° Süd, je nachdem es früher oder später im Jahre ist, in 100°
bis 105° W-Lg schneiden und, nachdem sie unweit westlich der Inseln passirt
sind, mit dem bald südwestlich holenden Winde ihren Kurs direkt auf den Be-
stimmungsplatz setzen.
Von Melbourne und der Bass-Strafse kommend, nehme man auf Reisen
nach Honolulu stets die Route nördlich von Neu- Seeland, desgleichen auf Reisen
nach Kalifornien, wenn dieselben von April bis Oktober angetreten werden, in
allen übrigen Fällen aber die Route südlich von den Inseln.
Die Route durch die Cook-Strafse kann nicht wohl empfohlen werden.
Einmal führt die Anwendung gröfserer Vorsicht, welche die Ansegelung einer
engen Strafse erforderlich macht, stets zu einer Verzögerung der Reise, und
dann kann auch auf dem Wege dahin und bis man eine gute Strecke aufserhalb
der Strafe ist, nicht so jeder halbwegs günstige Wind ausgenutzt werden, als
wenn man ein vollständig freies Fahrwasser vor sich hat; ganz abgesehen von
der Gefahr, der das Schiff ausgesetzt wird.
2. Die Rückreise.
Die Rückreise nach Australien machen die Schiffe gewöhnlich mit Holz-
ladungen von den Häfen im nördlichen Kalifornien, Oregon und British Columbia.
Sie ist in so fern leichter auszuführen, als der allergröfßte Theil des Weges mit
dem günstigen Passatwind zurückgelegt werden kann, dessen Gebiet die Schiffe
im Sommer und, von San Francisco ausgehend, auch im Winterhalbjahr mit den
nordwestlichen Küstenwinden überdies leicht und schnell erreichen. Es kann
eine Route eingehalten werden, die sich mehr dem kürzesten Wege anschliefst,
und die zurückzulegende Distanz ist infolgedessen erheblich kürzer wie auf der
Ausreise,
Auch für die Rückreise giebt es für die verschiedenen Jahreszeiten zwei
verschiedene Routen. Auf der ersten, welche zur Zeit des durchstehenden Süd-
ostpassats, von Mai bis etwa Mitte November gewählt wird, steuern die Schiffe,
nachdem sie den Nordostpassat erfaßst haben, nach einem Schnitipunkte des
Aequators zwischen 150° und 155° W-Lg; dann schneiden sie den Parallel von
10° Süd etwa 20° weiter westlich, passiren nordwestlich von den Samoa und
Fiji Inseln und südöstlich von Neu-Caledonien und setzen dann den Kurs auf
den Bestimmungsplatz. Diese, die nördliche Route nähert sich am meisten dem
kürzesten Wege und ist nur ungefähr 100 Sm länger als der letztere; von San
Francisco nach Sydney gerechnet, beträgt die Segeldistanz rund 6500 Sm.
Von Mitte November bis Ende April, wenn der Südostpassat in der west-
lichen Hälfte des Stillen Oceans gestört ist und nördlich und westlich von den
1) Siehe „Annalen der Hydrographie etc.“ 1885 S. 560.