Veber eine neue Methode zur Bestimmung des Polabstandes eines Magnets.
dann ist, wenn der Mafsstab von West nach Ost durchgehende Theilung hat:
1
h = x {la + as) — (a8 + ap}.
2
Um den zu untersuchenden Magnet von vornherein thunlichst nahe in
die richtige Lage bringen zu können, ist es nützlich, vorher das zu erwartende h
annähernd zu berechnen, Für das gewählte k berechnet man zunächst eiuen
ersten Näherungswerth von h aus:
® 5 ,\
ah = 41,6 (25 7)
ermittelt mit diesem h die Faktoren A und B von N und un dann erhält man
einen genaueren Werth von h aus:
5 5 2 5 2
29h = Al 7) +B(32)-
In der Regel reicht schon der zuerst gefundene Werth von h aus, weil
A nie viel von —-1,6 verschieden und sehr klein ist.
Die Koefficienten der Gleichung (3) können, da sie nur von N abhängen,
mit diesem Argument in eine Tabelle gebracht werden, welche nur geringen
Umfang zu haben braucht, da % wenig veränderlich ist.
Im Vorhergehenden haben wir angenommen, dafs die unbeeinflufste Nadel
sich genau in den Meridian einstelle, dafs der Magnet senkrecht auf der Nadel
sei und dafs der magnetische Meridian während der Beobachtung seine Richtung
nicht ändere. Es ist nun aber sehr wohl möglich, dafs infolge der Torsion
des Aufhängungsfadens oder der Gegenwart eines andern Magnets die Nadel
eine beständige Ablenkung aus dem Meridian besitzt, ferner kann der Winkel,
den der Mafsstab, längs welchem der Magnet verschoben wird, mit der Nadel
bildet, von 90° abweichen, und endlich ist es ja eine bekannte Thatsache, dafs
die Richtung des magnetischen Meridians fast beständig kleineren oder gröfseren
Aenderungen unterworfen ist, Indem wir die Richtung, welche der magnetische
Meridian bei der ersten Einstellung der Nadel hatte, als feste Richtung ansehen,
können wir die letztgenannten Aenderungen als Aenderungen der beständigen
Abweichung der Nadel vom Meridian auffassen,
Um auf diese Fehlerquellen Rücksicht zu nehmen, müssen wir die Auf-
gabe lösen: die Formel für die Bestimmung des Polabstandes eines Magnets
abzuleiten unter der Voraussetzung, dafs die Nadel eine sich während der Be-
obachtung ändernde Abweichung aus dem Meridian habe und dafs der Mafsstab
oder vielmehr die Linie, welche die Mittelpunkte des Magnets in den beiden
Lagen östlich und westlich von der Nadel verbindet, welche wir kurz die Ver-
schiebungsrichtung nennen wollen, nicht genau senkrecht auf der Verlängerung
der Nadel ist. Wir setzen hierbei zunächst noch voraus, dafs die magnetische
Axe parallel der Verschiebungsrichtung sei, werden uns aber später auch von
dieser Voraussetzung frei machen und annehmen müssen, dal die magnetische
Axe sowohl eine Neigung gegen den Horizont, als auch eine azimutale Ab-
weichung von der Verschiebungsrichtung haben könne. Der KEinflufs dieser
letzten Fehlerquellen kann durch die Anordnung der Beobachtung selbst eliminirt
werden. Dagegen werden wir die Voraussetzung machen, dafs der zu unter-
suchende Magnet nicht in der durch die Nadel gelegten Horizontalebene liegt,
sondern sich etwas ober- oder unterhalb dieser Ebene befinde.
Es sei in nebenstehender Figur (2) MM, resp. mm oder m'm‘ der mag-
netische Meridian resp. durch die Nadel und den zu untersuchenden Magnet, ns
die Nadel, NS der Magnet, CC‘ der Mafsstab, an welchem h gemessen wird,
Ac die Richtung durch die Mitte c der Nadel, welche senkrecht auf CC‘ steht
(als welche die Messingschiene angesehen werden kann, auf die der Mafsstab
aufgesetzt wird) und es schneide die Verlängerung der Nadel bei der ersten
Einstellung derselben den Mafsstab CC‘ in dem Punkte B.
Die Beobachtung beginnt, wie oben erwähnt, mit der Einstellung des
Fernrohrs auf die frei schwingende Nadel ns, deren Richtung cB, ist und sie