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Kleine Notizen.
Die beste Einfahrt der Providence- oder Ujelang!)-Insel ist die Grofse
Passage (Wide-Pass); das Fahren in der Lagune bietet keine Schwierigkeit. Bei
der Bikar- oder Dawson-Insel*) ist keine Passage in die Lagune vorhanden. Die
Insel Kutusow oder Utirik®) hat auf der Mitte der Westseite eine Passage, doch
ist das Fahren in der Lagune schwierig. Die Insel Likieb*) hat nicht die auf
der deutschen Adm.-Karte 77 (XI. 409) und 113 (XI. 410) angegebene Aus-
buchtung nach SW; auch erstreckt sie sich weiter nach NW, bis ungefähr
168° 57‘ O-Lg. Die Form ist daher in der Richtung NW—SO etwas länger,
während die Breite der Lagune geringer ist, als die Karten angeben. Die Passage
auf der Südseite und der von ihr nach Ost zu sich erstreckende Theil ist auf
den Karten nicht ganz richtig angegeben. Der Hafen ist sehr gut.
Die Namu-, Nemu- oder Musquillo-Inseln®) haben eine große Lagune und
diese ist in der Mitte nicht so eingeschnürt, wie es die Karten angeben.
Die Maloelab Kaven oder Calvert-Inseln®) haben auf der NW—SO-Seite
ca 10 Passagen, die alle leicht aufzufinden sind. Bei Torua und Airik") sind
Ankerplätze, im Uebrigen ist allenthalben tiefes Wasser.
; Die Aurk-, Ibbeson- oder Traversey-Inseln®) haben auf der Westseite drei
Passagen, auf der Südseite eine, und diese ist nur für kleinere Fahrzeuge,
Der Ebon-Atoll oder die Boston-Inseln®) sind etwas gröfser, als auf den
Karten angegeben ist; der Durchmesser beträgt ca 8 bis 10 Sm.
Die Kili- oder Hunter-Insel®) liegt ca. 8 Sm südlicher und auch etwas
östlicher, als die deutsche Adm.-Karte 77 (XI. 409) angiebt.
7. Bemerkungen über die Inseln Jabur (Jalut- oder Bonham-
Inseln) und Ujae, Marschall-Archipel. (Notice to Mariners 19/379 und 380,
Washington 1890.) Nach einem Berichte des Kommandanten des V. St. 8.
„Jroquots“, Commander Joshua Bishop, befinden sich auf der Insel Jabur!®)
zwei Niederlassungen — eine deutsche und eine amerikanische.
Die deutsche Niederlassung ist am Nordende der Insel und von See aus
wegen vorstehender Bäume nicht sichtbar.
Die Häuser und der Flaggenmast der amerikanischen Niederlassung stehen
an der Südseite der Insel und sind von See aus gut sichtbar. Sie bilden sogar
gute Landmarken. Von Osten kommend kann man auch die Masten der dort in
einer Lagune ankernden Schiffe sehen.
Wenn man sich von Osten kommend dieser Niederlassung nähert, so muß
man der Küstenlinie nordwärts folgen, um zur richtigen Einfahrt der beim Nord-
ende der Insel befindlichen Lagune zu gelangen. Zwischen der Einfahrt in die
Lagune und der Niederlassung wurde keine Brandung bemerkt, auch konnten
keine allein liegenden Riffe gesehen werden. Es ist jedoch nothwendig, einen
Lootsen zu nehmen. Der Ankerplatz mit 12,8 bis 16,5 m Wasser, Korallen und
Sand, liegt zwischen der amerikanischen und deutschen Niederlassung, etwas näher
bei letzterer, und bietet guten Schutz gegen die vorherrschenden Winde, Die
Fluthhöhe beträgt 1,8 m; Strömungen wurden keine vom Ankerplatze aus
beobachtet.
Tonnen lagen weder bei den nördlichen, noch südlichen Untiefen im Hafen
aus. Eine Ausnahme bildet die bei Niedrigwasser in der Meeresfläche liegende
Untiefe in der Mitte des Ankerplatzes, welche durch eine Stange mit kleiner
schwarzer Tonne als Toppzeichen bezeichnet ist (vgl. „Ann.d. Hydr. etc.“ 1887,
Seite 59).
Ds Landen kann mit Leichtigkeit ausgeführt werden, seit an der ameri-
kanischen Seite ein Anlegeplatz und an der deutschen drei Anlegeplätze
errichtet sind.
) „Pacific Islands“,
5 a. a OO. Seite 87,
") a. 8a. O. Seite 86.
H a. a. O0. Seite 85.
‘) a. a, O. Seite 91.
5) a. a. O. Seite 83.
7) a. 8. O. Seite 84,
8) a.a. O. Seite 87.
% a. a. O. Seite 89.
0) a, a. O. Seite 30 und „North Pacific Directory“, 1886, Seite 967.
Vol. II. Central Groups, 1885, Seite 95,