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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

"DS 
Tieflothungen im Ostindischen Archipel. 
Breite . Länge 
Tiefe in 
Ost 
m lengl.Fad. 
Bodenbeschaffenheit 
Qäd 
UL 21 
116 
2931 
2620 
LO000 
2111 
2708 
1750 
1900 
2212 
1684 
9 25% 115 32} 1024 560 
3 17 115 20 2451 ‘340 
9 17 15 11 3453 | 1888 
9 5 114 51 2579 | 1410 
352 | 114 43% 121 66 
3 58: 114 47 1372 750 
Dunkler Schlick. 
dito 
u 3 
10 52 
10354 
109 
103 
9 49 
5 293 
Feiner schwarzer Sand 
Sand und Korallen 
Brauner Schlick 
Veber den Einflufs von Windrichtung und Luftdruck auf den 
Seespiegel. 
Von A, von Horn. 
Die im Heft VIN, XVII. Jahrgang, Seite 267 u. f. der Annalen mit- 
yetheilten und später noch fortgesetzten Untersuchungen von E. Engelenburg 
über die Gezeiten an der niederländischen Küste haben denselben veranlafst, 
auch den Einfluls von Barometerstand, Windrichtung und Windstärke auf die 
mittlere Höhe des Seespiegels zu erforschen und die Ergebnisse in dem Wochen- 
blatte „de Ingenieur“ No. 39 zu veröffentlichen. Die Bestimmung des Ein- 
flusses des Regens mufste zunächst unberücksichtigt bleiben, weil dieser in 
anseren Gegenden mit geringem Regenfalle nur unbedeutend sein kann und es 
angezeigt erscheint, zuerst die viel wichtigeren Einflüsse von Windrichtung und 
Barometerstand in Rechnung zu bringen. Die in den Jahren 1887 und 1888 zu 
Vlissingen beobachteten Hoch- und Niedrigwasserstände sind den Untersuchungen 
zu Grunde gelegt worden. Im Laufe derselben stellte es sich als wünschens- 
werth heraus, den Einflufßs beider auf das Halbtide-Niveau zu bestimmen. Was 
üanter Halbtide-Niveau zu verstehen ist, dürfte am deutlichsten aus der Weise 
hervorgehen, wie dasselbe erhalten ist. Letzteres möge aus nachstehendem Bei- 
spiele erhellen. 
Die 3. Spalte enthält die aufeinander folgenden Hoch- und Niedrigwasser- 
stände, die 4, Spalte ist aus der 3. abgeleitet, die 5. Spalte in derselben Weise 
aus der 4. Spalte. Die 6. Spalte enthält das Doppelte der auf einander folgenden 
Werthe des Halbtide-Niveaus; sie sind durch das Mittel aus den in der 5. und 
4. Spalte auf derselben wagerechten Linie stehenden Zahlen erhalten. Endlich 
enthält die 7. Spalte das Mittel aus allen Halbtidewerthen desselben Tages. Die 
Halbtide ist somit befreit von den täglichen und halbmonatlichen Ungleichheiten, 
darf jedoch nicht mit dem mittleren Seespiegel, welcher aus dem Mittel der zum 
Beispiel stündlichen oder halbstündlichen Beobachtungen in einem Etmal erhalten 
wird, verwechselt werden. Nach dem Bericht der Reichskommission für Grad- 
messung u. 8. w. von 1889 liegt die Halbtide für den Helder, berechnet aus 
einer Periode von 19 Jahren, im Mittel 106,4 mm unter der mittleren Wasser- 
höhe. Diese Abweichung ist abhängig von der Form der Gezeitenlinie, also von 
Ort zu Ort verschieden.
	        
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