accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kohlschütter, E,: Folgerungen aus den Koßschen Kimmtiefenbeobachtungen etc. 
Außer den 956 Nachrichten für Seefahrer wurden herausgegeben Segel- 
anweisungen: ; 
„Westküste Englands“, 5. Aufl.; „Aretic Pilot“, 2. Bd,; „Eastern Archi- 
pelago“, 1. Teil, 2. Aufl.; „Irish Coast Pilot“, 5. Aufl.; Nachtrag zur „Segel- 
anweisung für. die Ostküste der Vereinigten Staaten“; desgl. für die „Westküsten 
von Zentralamerika und den Vereinigten Staaten“; desgl.zum „AustraliaDirectory“, 
Bd. 3, 3. Aufl.; desgl. zum „Norway Pilot“, Teil I, 3. Aufl; Zusätze und Ver- 
besserungen zum „Dock Book“, 1900, 4, Aufl.; „Gezeitentafeln für das Jahr 1903“; 
„Karten und Segelanweisungs-Katalog“, 1902; „Leuchtfeuerverzeichnis“, ab- 
geschlossen 31. Dezember 1901; Index zu den „Nachrichten für Seefahrer 1901“; 
„Verzeichnis der Meerestiefen und Temperaturbeobachtungen im Jahre 1901“; 
„Bericht über die Beobachtungen von Gezeitenströmen und Unterströmungen in 
der Straße von Dover mit einem Tiefseestrommesser von M. F. J. Wilson und 
Captain A. M. Field R. N. an Bord S, M. S. »Research« 1900 bis 1901.“ 
M. 
533 
Folgerungen aus den Koßschen Kimmtiefenbeobachtungen 
zu Verudella.) 
In dem Werke „Kimmtiefenbeobachtungen zu Verudella“*) haben die 
Verfasser Koß und Graf Thun Hohenstein den Versuch gemacht, den 
Refraktionskoeffizienten aus der Zenitdistanz des Kimmstrahles unter Annahme 
der Kreisbogenform für die Lichtkurve zu berechnen. Sie stellen für den 
Refraktionskoeffizienten die Formel: 
Winkel, um den die Kimm gegen ihre geodätische Lage Een erscheint 
+ K=2 Zentriwinkel im Erdmittelpunkt 
auf, wobei sie unter geodätischer Lage der Kimm diejenige verstehen, in der 
lie Kimm erscheinen würde, wenn keine Refraktion vorhanden wäre. Der 
Zentriwinkel im Erdmittelpunkt wird gleich 
1 2 , 
$ = arc 1“ Var 
yesetzt, wobei h die Augeshöhe und r den Krümmungsradius der Meeresoberfläche 
bezeichnet. Dieser Winkel ist auch gleich dem Winkel, den die Kimm in ihrer 
sogenannten geodätischen Lage mit dem wahren Horizont bildet, und wird dem- 
entsprechend geodätische Kimmtiefe genannt. Es soll gleich hier erwähnt 
werden, daß bei. numerischen Berechnungen im folgenden unter r stets der 
mittlere Krümmungshalbmesser in 45° Breite‘) verstanden werden soll, so daß 
1 2 
Lt AV = 115,5” 
und 6 = 115,50 lg 115,5 = 2,0626 
wird, welcher Wert auch mit dem von Koß benutzten nahe übereinstimmt. 
i) Die nachstehende Arbeit ist schon seit etwa anderthalb Jahren fertiggestellt; ich habe 
mit der Veröffentlichung jedoch gewartet, da Herr Geheimrat Helmert in Potsdam die Güte hatte, 
darauf hinzuweisen, daß die aus den Koßschen Kimmtiefenwerten hervorgehende Temperaturabnahme 
mit der Höhe sich vielleicht durch die Lallemandsche Formel darstellen 1äßt, die vor der Koß schen 
Formel den Vorzug hat, bei der Höhe Null keine sinnlosen Werte zu geben, und ich die Arbeit durch 
eine dahingehende Untersuchung vervollständigen wollte. Auch hoffte ich mit dem am Schluß be- 
zchriebenen Prismenfernrohr noch Versuche anstellen zu können. Beides ließ sich bisher nicht aus- 
führen, und da auch in nächster Zeit keine Aussicht dazu vorhanden ist, dagegen der Koßschen Ent- 
deckung von verschiedenen Seiten wieder regeres Interesse entgegengebracht wird, so will ich den 
Aufsatz nicht länger zurückhalten. Unterdessen bin ich durch die Mitteilung von Messerschmitt 
in „Ann. d. Hydr. etc.“ 1902, S. 501, auf den schon 1895 beschriebenen Apparat von T. Ferguson 
aufmerksam gemacht worden, der ebenfalls die Messung des Supplements der Höhe eines Gestirns 
ınit Hilfe eines gewöhnlichen Sextanten ermöglicht. Gebührt somit die Priorität für den Gedanken 
Herrn Ferguson, so bietet doch vielleicht die von mir ohne Kenntnis der Fergusonschen An- 
ordnung gefundene und am Schluß der Abhandlung vorgeschlagene Lösung des Problems mittels 
zweier Prismen noch einiges Interesse, E. K. Im Oktober 1903, 
2) Denkschriften der Wiener Akademie der Wissenschaften mathem, naturw. Klasse. Bd. 70. 
3) Albrecht. „Formeln und Hilfstafeln“. 3, Aufl. S.141 u. 269.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.