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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Kleine Notizen. 
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Strömung, - Während - der ganzen‘ Zeit, 'dals wir vor Anker lagen, 
beobachteten wir einen südwestlichen Strom von 2 bis 2'/2 Kn, der auch noch, 
als wir am Abend des 28, August Krakatoa passirten, zu spüren war.“ 
4. Bemerkungen über einige Inseln und Untiefen im Bismarck- 
Archipel.. Nach einem Berichte des Kaiserlichen Kommissars. für das Schutz- 
gebiet der. „Deutschen Neu-Guinea-Kompagnie‘“ hat der Führer des deutschen 
Dampfers „Isabel“, Kapitän Schneider, nachstehende Mittheilungen über ‚einige 
Inseln und Untiefen im Bismarck-Archipel gemacht: . . . 
Nach seinen Peilungen scheinen die Kook-!) und Siassi-Inseln beim Eingang 
in die Dampier-Straßse in den Karten. etwas zu südlich angegeben zu sein; Nach 
einer Peilung von Finschhafen aus liegt: die Insel Zw nicht nur nördlicher, 
sondern: auch ca 2!/2 Sm westlicher, als die Karten angeben.. Die Insel 7w ist 
in ihrem südlichen Theil hoch und bildet bei der Passage. durch die Vitiaz- oder 
durch die Dampier - Straße eine gute Landmarke. Die Insel ist sehr steil. ab- 
fallend; als das Schiff unmittelbar dicht am Strandriffe sich befand, waren vorn 
4m Tiefe und mitschiffs konnte mit 100m Lothleine der Grund nicht erreicht 
werden. . 
Die Insel Malabaia liegt ca. 5 Sm nördlicher, als die. Karte angiebt,. und. 
infolge dessen auch die westlich davon liegenden Riffe,.. ; 
Nördlich von Neu-Pommern wurde ein in der Karte nicht angegebenes 
Riff aufgefunden, dasselbe hatte an seiner höchsten Stelle eine kleine Sandbank, 
die bei Hochwasser wahrscheinlich von Wasser bedeckt wird. Dieses Riff hat 
den. Namen Ottilien- Riff erhalten und man .peilt von demselhen North Island 
05/N. oder die Wesikante der Insel Merite SOz0!/s0. Das Riff ist nur ‚von 
geringer Ausdehnung, hat nach Schätzung ca. 600 m Durchmesser, und. die auf 
demselben befindliche Sandbank erstreckt sich in der Richtung Nord—Süd ca 50m. 
Die See brandete nur wenig auf diesem Riffe, ; a 
Gipps Island?) existirt nicht, sondern ist mit North Island identisch. An 
der NO- und SW-Seite von North Island sind heiße Quellen, welche das kochende 
Wasser aus 0,5 m grofsen Löchern auswerfen. Die infolge dessen aufsteigenden 
Dampfsäulen lassen die Insel bis auf 25 Sm Abstand erkennen. . . ; 
Eine Reihe felderartiger Riffe mit wenig Wasser liegen an der‘ Westseite 
von North Island. Zwischen diesen Riffen, die den. Namen Herofelder erhalten 
haben, hefindet sich ein tiefer Kanal. N V 
. Ferner ist an der Süd-Küste von Neu-Hannover?) in einer Bucht, die mit 
Kokospalmen dicht besetzt ist, ein guter Ankerplatz. Diese Bucht hat den Namen 
Weiber-Bucht und ein am Eingang in diese Bucht liegender Berg den Namen 
Bloxberg erhalten. 5 Sa 
Von dem Ankerplatz auf 15m Wasser, Schlickgrund, peilte man eine 
kleine Insel dicht am Lande SWzW!/AW, den Bloxberg West und die Fluß- 
mündung NW !AN, 
5. Bemerkung über Apaiang (Gilbert-Inseln). Die deutsche Bark 
„John Wesley“, Kapitän Schnieders, kam, die Lagune von Apaiang durch 
die Nordwest-Passage ‚verlassend, recht in der Mitte derselben fest, und wurden 
Tiefen von 3,6 bis.5m (2 bis 2% Fad.) daselbst gefunden (vergl. diese Annalen 
1890, Seite 91), während nach der britischen Admiralitätskarte No. 732 (XI. 413) 
als geringste Tiefe daselbst 55m (3 Fad.) verzeichnet sind. . 
6. Bemerkungen über einige der Marschall-Inseln. Nach einem 
Berichte des Kommandanten S. M. Kr. „Sperber“, Korvetten-Kapitän Fofs, ist 
in der Brown- oder Eniweton- Gruppe die einzig gute Passage in der Mitte der 
NW bis SO sich erstreckenden Küste. Gleich östlich der Einfahrt ist ein guter 
Ankerplatz. 
1) „Pacific Islands“, Vol. I, 1885, Seite 119. 
2) a. a. O. Seite 120. 
3) a. a, OO, Seite 106.
	        
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