470 Veber .die Uehereinstimmung des nördlichen Deutschlands im Witterungscharakter.
Anzahl der Tage (unter 100), an denen die drei Stationen sämmtlich oder je zu zweien
übereinstimmen:
durch durch
Niederschlag trockenes Wetter
34,9 66,3,
u 8,0 76,8,
9,9 3,3 79,5,
6,2 4,3 76,8.
91.4
Bemerkenswerth ist einerseits die Anzahl der Tage, an denen Münster
von den beiden anderen Stationen dadurch abweicht, dals die letzteren trockenes
Wetter aufweisen, während in Münster Niederschlag fällt, und andererseits die
Zahl der Tage, an denen Münster mit Lingen zugleich durch gleichzeitigen
Niederschlag von Osnabrück abweicht. Die bekanntlich grofse Niederschlags-
häufigkeit in Münster tritt auch in diesen Zahlen zu Tage. Eine für den fünf-
jährigen Zeitraum angestellte Berechnung ergab für die Anzahl der Tage mit
Niederschlag unter 100 Tagen folgende Mittelwerthe:
Ötterndorf .
Elsjleth .
Emden .
Lingen. .
Osnabrück .
Münster ,
Lüneburg .
Hannover .
Gardelegen
Die Uebereinstimmung der drei Stationsdreiecke unter einander in Bezug
auf Tage mit vorwiegend gleichem Witterungscharakter wird durch folgende
Zahlen veranschaulicht:
Vebereinstimmung der Dreiecke
durch Niederschl. trocken. W. Summe
(N), II (SW), III (SE) 30,8% 36,9 % 67,7 9%
Iund XI 7,9 4,7 80,3
X und IIT 4,9 6,4 79,0
I und IH 4,7 3,7 76,1
Die beiden Dreiecke im Norden und Südwesten zeichnen sich also durch
die gröfste gegenseitige Uebereinstimmung aus. Für die einzelnen Dreiecke
ergaben sich folgende Zahlen für die Tage mit vorwiegendem Niederschlag
‘unter je 100 Tagen):
I 47,3. II 49,8, III 45,1.
Das nach Westen gelegene Dreieck steht also den beiden übrigen durch
Häufigkeit der Niederschläge voran, dann folgt das nördliche Dreieck.
IV.
Wie bereits oben bemerkt wurde, zeigen die Stationen an der Nordsee-
küste eine aufserordentlich grofse Uebereinstimmung, und zwar tritt dieselbe
besonders an den Tagen mit vorwiegendem Niederschlag hervor. Nachstehend
sind die Werthe zusammengestellt, welche die Berechnung der Uebereinstimmungs-
quotienten «, 8 und y für den ganzen zehnjährigen Zeitraum ergab. Als Stationen
wurden der Berechnung zu Grunde gelegt: Emden, Borkum, Elsfleth, Hamburg,
Lüneburg, Otterndorf, Keitum.
Da für Emden nur die Beobachtungen von 1881 bis 1885 zur Verfügung
standen, so wurden für die ersten fünf Jahre die Beobachtungen der Station Kiel