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Kleine Notizen.
neiro. Die folgende Bemerkung ist dem meteorologischen Journal der Deut-
schen Bark „Maria“, Kapitän J. G. Rieke, entnommen:
Am 29. November 1888 aukerten wir, von Antwerpen kommend, um
5* p. m. im Hafen von Rio de Janeiro, wo wir unsere Ladung löschten und eine
neue Ladung Kaffee für Port Elisabeth einnahmen. Auf unserem Löschplatz
aufserhalb der Insel Cobras, woselbst wir volle 4 Wochen lagen, hatte sich die
Schiffsbesatzung der besten Gesundheit zu erfreuen; wohl eine Folge davon, dafs
das Schiff der frischen Seehriese direkt ausgesetzt war. Zur Uebernahme des
Kaffees mufste das Schiff aber oberhalb der Stadt in der Nähe des Landes ver-
ankert werden, Nach einem Aufenthalt von kaum 48 Stunden hierselbst erkrankten
am 8. Januar der Kapitän und 5 Mann der Besatzung am gelben Fieber, von
denen leider der Koch und ein Matrose starben. Die Seebriese erreichte hier
das Schiff erst, nachdem sie über die Stadt hinweggestrichen und mit deren
Dünsten geschwängert war,
5. Bemerkungen über den Balla Balla Creek, innerhalb der
Insel Depuch, NW-Küste von Australien.
Nach der „Government Gazette of Western Australia“ No. 34 vom
9. Juli d. J. hat der Inspektor der Perlmutter-Fischerei Thos. W. Smith aus
Broome über den innerhalb der Insel Depuch‘) liegenden Balla Balla Creek
Nachstehendes berichtet. Bei seinem Besuch desselben fand er daselbst den
ca 60 Tons grofsen Schoner „Harriet“, welcher Kupfererz einnahm. Der Schoner
lag in einer Einbuchtung des Creek, in welcher sich bei Springzeit-Niedrig-
wasser ca 3,7 m Wasser befanden. Der Creek ist ca 1 Sm lang und hat eine
Breite von ca 75 bis 140m.
Schiffe mit flachem Boden können sogar längsseit des Ufers laden, da
man dicht an demselben bei Hochwasser 3,7 bis 4,3m Wasser findet und der
Grund aus weichem Schlamm besteht.
Größere Schiffe finden an der NO-Seite der Insel Depuch, zwischen ihr
and den Forestier-Inseln, auf 9 bis 165m Wasser einen guten Ankerplatz.
Ungefähr 2 Sm von der Mündung des Creek findet man Schutz gegen die vor-
herrschenden Winde und fast zu jeder Zeit ruhiges Wasser.
Dieser Platz ist der beste längs der ganzen Küste, um Ladung einzunehmen.
Die Br. Adm.-Karte 1055 (Tit. IX No. 325) ist nicht ganz richtig, so ist
z. B. daselbst die Fluthhöhe bei Springzeit zu 4,3m (14 Fufs) angegeben, ob-
gleich 5,5m (18 Fufs) gefunden wurden.
6. Warnung vor der Benutzung der Karte „Leadenhall Street“
von Wilson. Westküste von Australien.
Nach der „Government Gazette of Western Australia“ No. 34 vom
9. Juli d. J. warnt der Hafenmeister C. R. Russel aus Fremantle die Schiffs-
führer, welche nach der Champion-Bucht oder nach Fremantle bestimmt sind, die
Karte „Leadenhall Street“ von Wilson aus London, 1882. zu benutzen, da
solche mehrere Fehler hat.
Auf dieser Karte ist auf der Pelsart-Gruppe der Abrolhos-Inseln ein Blink-
feuer angegeben, obgleich noch niemals auf den A4brolhos-Inseln ein Leuchtfeuer
existirt hat. Auf der Insel Hummock befindet sich eine Bake. und dieses ist die
einzige Landınarke auf den Inseln,
Auf der Spitze Moore in der Champion-Bucht ist ein festes Feuer ange-
geben, obgleich in Wirklichkeit daselbst ein Blinkfeuer brennt; ferner sind die
weißen festen Leitfeuer von Chapman als rothe bezeichnet.
Am Fufßende der Karte sind einige Segel-Anweisungen für Fremantle
gegeben, dieselben sind unrichtig und können nur zu Irrthümern führen.
Ferner enthält die beireffende Karte zwei kleine Pläne vom King George’s
Sound und dem Princess Royal Harbor. Auf dem einen dieser Pläne ist das
Feuer auf der Spitze King in richtiger Position angegeben, während auf dem
anderen Plane dasselbe Feuer auf der Spitze Possession angegeben ist.
LH) Australia Directory Vol. III. 1881. Seite 186.
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