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Vierteljahrs-Wetter-Rundschau der Deutschen Seewarte, Frühling 1887.
Reisen von Süd nach Nord.
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1. Reisen von Ost nach West.
Von den für die Seewarte das meteorologische Tagebuch führenden Segel-
schiffen wurden während des Frühlings 1887 20 Reisen nach westlicher Richtung
über den Nordatlantischen Ocean zurückgelegt. Fünfzehn derselben, die vom
Kanal ausgegangen und nach den nördlichen Häfen der Union bestimmt waren,
arreichten ihr Ziel nach mittlerer Reisedauer von 37 Tagen. Zwei, die den
offenen Ocean vom Norden Schottlands aus betraten, gelangten nach Philadelphia
in 36 Tagen. Zur Reise nach New-Orleans, wohin ebenfalls zwei Schiffe bestimmt,
waren durchschnittlich 55 Tage erforderlich, und das eine für Trinidad segelnde
Schiff gebrauchte 43 Tage, um zu diesem Platze zu gelangen.
Die fünf ersten von den in der Tabelle angeführten Schiffen, „J. F. Pust“,
„Marie“, „Niagara“, „Columbus“ und „Emilie“, begannen ihre Reisen noch in
den beiden letzten Wochen des Februar. Von denselben konnten „J. F. Pust“
und „Marie“ bei den im Atlantik anfänglich angetroffenen Gegenwinden nur sehr
langsamen Fortschritt erzielen, während die übrigen drei Schiffe vom Winde
gleich mehr begünstigt wurden. Im März stellten sich bei allen Mitseglern
günstigere Verhältnisse ein. Das Hochdruckgebiet der Karte XI, welches vom
1.-bis zum 6. März über dem südlichen und westlichen Theile von Europa lagerte,
verursachte bei ihnen günstige südöstliche Winde. Der „J. F. Pust‘“, welcher
durch die Lage seines Bestimmungshafens auf die Passatroute angewiesen und
der sich Anfang März schon südlich von 35° N-Br befand, verfolgte dann weiter
seinen hoch südlichen Kurs. Doch gelang es ihm erst, nachdem er südlich von
27° N-Br noch fast eine Woche lang durch Gegenwind und Mallung aufgehalten
worden war, am 12. März, in etwa 21° N-Br und 28° W-Lg das Passatgebiet zu